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Claude und Alexa

Technologie-Konzerne kapern die coolen Vornamen

Alexa war einst ein beliebter Vorname in der Schweiz – bis Amazons Sprachassistentin kam. Jetzt könnte Claude dasselbe Schicksal ereilen.

Olivia Ruffiner

Kind oder Kegel? Mit Amazons Alexa kann über das kegelförmige Mikrofon interagiert werden.
Kind oder Kegel? Mit Amazons Alexa kann über das kegelförmige Mikrofon interagiert werden. Keystone

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Einem Kind einen Namen zu geben, ist eine grosse Verantwortung. Schliesslich wird es diesen für den Rest seines Lebens tragen. Blöd nur, dass nicht nur werdende Eltern nach Babynamen Ausschau halten. Big Tech tut dasselbe. Das klassische Beispiel ist Alexa. Der Vorname war lange Zeit beliebt, im Schnitt erhielten in den zehn Jahren von 2005 bis 2015 jährlich rund 17 Babys in der Schweiz diesen Namen. Dann kam Amazon: Der Tech-Konzern lancierte das Sprachassistenzsystem Alexa im Jahr 2014 in den USA und 2021 in der Schweiz. Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen: Im gleichen Zeitraum fiel dieser Vorname auf der Beliebtheitsskala ganz nach unten.
Ähnlich wird es wohl Claude ergehen. Das amerikanische KI-Unternehmen Anthropic brachte sein erstes Sprachmodell unter diesem Namen 2023 auf den Markt. Schätzungen zufolge zapfen 25 bis 30 Millionen Menschen pro Monat Claude an. Wie viele Eltern zögern werden, ihr Kind so zu nennen, wird sich zeigen. Die Daten des BFS zeigen, dass Claude zunächst ein Frauenname war, dann für Männer benutzt wurde. Die Verwendung ging aber schon vor der Lancierung des KI-Modells zurück.

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