Die Schweizer Onlinemöbelhändlerin verkauft seit August rund 300 Produkte über Temu in der Schweiz. Laut Chef Stephan Widmer läuft der Start verhalten; parallel testet Beliani Shein in Deutschland.
In der Regel sind Schweizer Retailer nicht gut zu sprechen auf Temu. Die Schweizer Onlinemöbelhändlerin Beliani aber kann der chinesischen Shoppingplattform durchaus etwas abgewinnen. Beliani-Co-Gründer und Chef Stephan Widmer kündigte im Dezember 2025 eine Zusammenarbeit mit ihr an. Seit August ist es nun so weit. Aktuell seien rund dreihundert Beliani-Produkte auf Temu in der Schweiz verfügbar, sagt Widmer.
Von einem Raketenstart könne man aber nicht sprechen: «In den ersten zwei Monaten ist noch sehr wenig gelaufen, da ist definitiv viel Luft nach oben.» Widmer sieht einen der Gründe bei der Preiserwartung: «Temu-Kunden sind es gewohnt, Produkte bis zu einem Wert von 15 Franken zu kaufen, aber bei uns liegt sozusagen alles über 50 Franken. Möbel sind nun mal ganz andere Produkte als Handyhüllen, Lockenwickler oder T-Shirts.» In Billiggefilde abtauchen und für die Plattform eine Günstig-Kategorie mit Produkten unter 15 Franken einführen will Widmer aber nicht: «Das können Temu und seine Lieferanten besser und billiger als wir.»