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Nach Krach um Klaus Schwab

Beim WEF bleibt die Führungsfrage offen

Der Stiftungsrat hat den Streit mit Gründer Schwab beigelegt. Doch Ruhe kehrt beim WEF damit noch nicht ein.

Holger AlichMarkus Diem Meier

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Gründer Klaus Schwab scheidet definitiv aus dem WEF aus. Wer folgt ihm nach? Keystone
So ganz ohne Nebengeräusche lief die Aufarbeitung der Vorwürfe an die Adresse von WEF-Gründer Klaus Schwab nicht ab. Der Stiftungsrat stellte Schwab zwar einen Persilschein aus, die Untersuchung der Homburger-Anwälte habe kein «materielles Fehlverhalten» zutage gefördert.
Interimspräsident Peter Brabeck war damit nicht einverstanden und trat per sofort von allen WEF-Ämtern zurück. Er wollte eine härtere Linie gegen Schwab fahren, doch der Stiftungsrat folgte ihm in dieser Frage nicht, ist zu hören. Interessant ist nun, wie es weitergeht: Denn der Stiftungsrat installierte erneut eine Interimsspitze mit Blackrock-Gründer Larry Fink und dem Roche-Erben André Hoffmann. Letzterer soll die Verbundenheit des WEF mit der Schweiz garantieren.
Über die Autoren
Markus Diem Meier
Markus Diem Meier
ist Chefredaktor der Handelszeitung.

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