Bei der Amag weht ein neuer Wind. Die Aufräumarbeiten im Unternehmen mit der Gründung eigener Business Units – diverse dieser Geschäftsbereiche beaufsichtigt Gruppen-CEO Morten Hannesbo als Verwaltungsratspräsident selbst – sollen vor allem die Transparenz über die Geschäftsperformance verbessern und letztlich die Leistung; «Vermarktbarkeit» soll das interne Schlagwort sein. Gemeint sei damit, bei Benchmarks mit externen Konkurrenten auf dem Markt gut abzuschneiden.

An Verkäufe einzelner Business Units, über die in der Branche spekuliert wird, denkt die Amag offenbar weniger; man sehe die Zukunft der Gruppe als breit aufgestellter Mobilitätsdienstleister. Die Strategie hat Hannesbo vor mehr als einem Jahr implementiert, praktisch zeitgleich holte die Amag als Finanzchef den international erfahrenen Daimler-Mann Helmut Ruhl in die Schweiz.

Kein Strategieschwenk

Diese Strategie, heisst es bei der Amag, werde auch unter Alleineigentümerschaft von Martin Haefner fortgesetzt, der seiner Schwester Eva Maria Bucher-Haefner ihren 50-Prozent-Anteil im Dezember abkaufte. Er nutzte dazu seinen Anteil am Erlös aus dem Verkauf eines Aktienpakets an Computer Associates, das beide ebenfalls hälftig hielten. Bucher-Haefner, von der keine Pläne für grosse Investitionen bekannt sind, dürfte die Milliardenmittel wohl passiv anlegen.

Beteiligt an dem Entflechtungsdeal im Aktionariat waren neben den Haefners nur ihre Vertrauten und langjährigen Verwaltungsräte, Peter Widmer, ehemaliger Partner der Anwaltskanzlei Homburger, und der frühere Flughafenchef Josef Felder.

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