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Immer mehr Banker sind arbeitslos. Das senkt die Chancen für Berufseinsteiger. Sie erhalten weniger Lohn oder finden erst gar keinen Job.
RAV statt Paradeplatz: Für viele Banker ist das heute bittere Realität.
KeystoneDer Banker hatte das Unheil geahnt. Ein Jahrzehnt lang hatte der 58-Jährige im Marketing der Credit Suisse gearbeitet, doch nach der Übernahme durch die UBS war er überzählig. Sein Outplacementberater, bezahlt vom Arbeitgeber, machte ihm wenig Hoffnung: «Über 55 Jahre ist die Chance minim.» Schliesslich willigte er in ein Abgangspaket von 300’000 Franken ein und verabschiedete sich. Langeweile kennt er seither nicht, er treibt viel Sport, arbeitet gelegentlich Projekte ab.
Die UBS investiert Hunderte Millionen Franken, um Mitarbeitende mit Abgangsentschädigung oder Frühpensionierung anständig aus der Bank zu weisen. Es gibt aber auch andere, die nach der Kündigung beim Arbeitsamt landen, ablesbar an den Arbeitslosenzahlen.
Schweizweit stempeln derzeit 4160 Banker, das sind 4,4 Prozent aller Beschäftigen in der Bankenwelt, eine Quote, die über dem aktuellen Schweizer Mittel von 3,1 Prozent liegt. Und es werden immer mehr, die beim RAV landen. Im Kanton Zürich, wo per Ende Jahr 1368 Personen arbeitslos gemeldet waren, beträgt das Plus zum Vorjahr 23,8 Prozent. Es sind Flugjahre für Banker – und sie werden bis 2027 anhalten. Bis die Übernahme der CS durch die UBS verdaut ist.
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