Kampf gegen Alzheimer und Parkinson

Novartis sucht den Generalschlüssel fürs Gehirn

Bei der 12 Milliarden Dollar teuren Übernahme von Avidity ging es um seltene neuromuskläre Erkrankungen. Doch das ist nur die halbe Story.

Seraina Gross Handelszeitung

file7t83mmvhl01yj815f1s
Ihr Team sucht nach einem Weg, wie Medikamente ins Hirn transportiert werden können: Novartis-Forschungschefin Fiona Marshall. Kostas Maros

Werbung

Eines kann man Novartis-Konzernchef Vas Narasimhan nicht vorwerfen: dass er nicht in die Vollen geht, wenn er überzeugt ist, dass eine Übernahme ihr Geld wert ist. So geschehen bei Avidity. Die bisher grösste Akquisition seiner mittlerweile neunjährigen Regentschaft schlug in Basel mit 12 Milliarden Dollar zu Buche – eine stattliche Summe, wenn man bedenkt, dass es bei den drei Pipelineprojekten, die die Amerikaner in die Heirat einbrachten, um seltene neuromuskuläre Krankheiten geht. Das sind zwar hochinteressante Märkte, die oft in den Genuss beschleunigter Zulassungsverfahren kommen, aber sie sind eben auch eher nischig.
Doch das ist womöglich nur ein Bruchteil der Story rund um die Grossübernahme. Letztendlich gehe es darum, die Technologie auf andere Indikationen wie etwa Parkinson und Alzheimer zu übertragen, sagte Bob Baloh kürzlich vor den Medien. Er leitet die Erforschung und frühe Entwicklung von Therapien gegen neurologische Erkrankungen bei Novartis und ist damit eine Schlüsselfigur im Team von Forschungschefin Fiona Marshall. Die Britin dockte 2022 von der amerikanischen MSD in Basel an.
Über die Autoren

Werbung