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Für 1,4 Milliarden Dollar

Milliardärsfamilie Aponte investiert in Indien

Die Milliardärsfamilie Aponte hinter dem Reedereikonzern MSC erweitert ihr Imperium. Für 1,4 Milliarden kauft sie 49 Prozent der Anteile am Hafen Vizhinjam. Es handelt sich um die grösste ausländische Privatinvestition in Indiens Hafeninfrastruktur.

Nathalie Benn, RIngier

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Der Reedereikonzern MSC ... AFP

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Das Unternehmensportfolio des Genfer Reederei-Konzerns MSC wächst: Die Genfer investieren in einen weiteren Hafen in Indien, wie Reuters vermeldet. Insgesamt zahlen sie 1,4 Milliarden Dollar für eine Beteiligung von 49 Prozent am Hafen von Vizhinjam im Süden des Landes. Dies bestätigt die grösste private Hafenbetreiberin Indiens, die Adani Ports and Special Economic Zone Limited (kurz APSEZ), am Dienstag.
MSC, die grösste Reederei weltweit, wird die Investition über ihre Tochtergesellschaft Terminal Investment (TiL) abwickeln. Laut MSC handelt es sich um die grösste ausländische Privatinvestition in Indiens Hafeninfrastruktur. Die indischen Behörden müssen den Deal aber noch genehmigen.
Mit der Tochter TiL ist der Reederei-Riese der italienischen Milliardärsfamilie Aponte nun an über 100 Containerterminals in mehr als 30 Ländern beteiligt. Der Deal mit der Hafenbetreiberin Adani Ports ist bereits die dritte Partnerschaft der beiden Unternehmen. Über TiL betreibt MSC bereits Terminals an den indischen Häfen Mundra und Ennore.

Will sich MSC auch Easyjet krallen?

«Nur» mit der Eroberung der Weltmeere will sich Patron Gianluigi Aponte (85) aber offenbar nicht zufriedengeben. Der Konzern liebäugelt schon länger damit, auch ins Business der Passagierluftfahrt einzusteigen – und nimmt dabei immer wieder die britische Billigairline Easyjet ins Visier.

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Dabei ist er allerdings nicht der Einzige. Auch die US-Investmentfirma Castlelake hat Anfang Juni bestätigt, ein Angebot für eine Übernahme der Fluggesellschaft zu prüfen. Und sie lässt nicht locker: Das Unternehmen mit Sitz in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota hat das Angebot mehrfach erhöht. Nach Offerten von 5.60 und 6.25 Pfund je Aktie legte Castlelake vergangene Woche ein viertes Angebot von 6.50 Pfund je Aktie vor. Doch auch hier findet der Vorstand von Easyjet: Die Airline wird damit immer noch zu tief bewertet.
Wenige Tage nach Ankündigung der Übernahmeprüfung durch Castlelake tauchte auch MSC im Diskurs auf. Laut der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» soll sich Castlelake überlegen, den Kauf zusammen mit der Genfer Reederei abzuwickeln. MSC hat dies nie bestätigt – und weder die öffentlichen Angebotsunterlagen des US-Investors noch die Mitteilungen von Easyjet enthalten Hinweise auf eine Beteiligung der Reederei. Sinn machen würde die aber durchaus: Damit könnte MSC die gesamte Transportkette aus einer Hand abdecken – vom Containerterminal über die Schifffahrt bis zum Passagierflugzeug.
Über die Autoren
Nathalie Benn, RIngier
Nathalie Benn
Nathalie Benn, Redaktorin Wirtschafts-Desk RMS

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