Der Unternehmer will mit dem «Startup Breakfast Pitch Event» eine Gründer-Show für Social Media lancieren. In der ersten Livesendung am 4. Dezember sollen sechs Start-ups vor einer Jury pitchen.
Als Co-Gründer der Schweizer Online-Sextoy-Händlerin Amorana hat es Alan Frei zu einiger Bekanntheit gebracht. Seit dem Verkauf der Firma vor sechs Jahren steckt er viel Energie in seine Zürcher Veranstaltungsreihe «Startup Breakfast», wo sich jeweils rund achtzig Gründerinnen und Gründer treffen. Diese Plattform will der schweizerisch-philippinische Unternehmer nun ausbauen: mit einer Start-up-Sendung in der Art von «Die Höhle der Löwen», die über soziale Medien laufen soll. Frei erklärt: «Gründershows sind populär, aber viele junge Leute schauen kein lineares Fernsehen mehr. Für dieses Publikum sind Kanäle wie Youtube und Tiktok weitaus wichtiger.» Genau dort soll Freis Format – Arbeitsname: «Startup Breakfast Pitch Event» – ausgestrahlt werden.
Für die Premiere schwebt ihm eine Livesendung vor, in der das Publikum Fragen stellen kann. Oder wie Frei es sagt: «Eine Chance, um Crowd-Know-how abzugreifen.» Sechs Jungfirmen sollen ihre Ideen einer drei- bis fünfköpfigen Jury vorstellen, die Frei derzeit aufbaut. Der Unternehmer sieht sein Format nicht als Konkurrenz für «Die Höhle der Löwen Schweiz», sondern als Ergänzung – eine «niederschwellige Next-Level-Show für Social Media». Etwa in der Art des US-Unternehmers Alex Hormozi, der seine Gründershow «Scale or Fail» erfolgreich auf Youtube ausstrahlt. Im Gegensatz zu Hormozis Format, in der dem Gewinner 100’000 Dollar winken, geht es Frei kleiner an: «Es wird in meiner Show um Pre-Seed-Start-ups und damit also nicht um riesige Tickets gehen. Ich werde pro Folge wohl etwa 20’000 bis 30’000 Franken investieren; von meiner Jury erwarte ich Beträge in ähnlichem Umfang.» Die erste Sendung vom 4. Dezember sieht Frei als eine Art Testballon. Ob und wie es danach weitergehe, hänge unter anderem von Reichweite und Reaktionen ab. Pikant: Freis Amorana-Mitgründer Lukas Speiser ist Jurymitglied bei «Die Höhle der Löwen Schweiz». Für seine eigene Show will Frei seinen Ex-Compagnon aber nicht abwerben: «Lukas kann ich mir nicht leisten. Er hat bestimmt einen Vertrag, den er erfüllen muss.»