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Aldi-Suisse-Chef

«260 Filialen sind genug»

Jérôme Meyer tritt bei der Expansion auf die Bremse. Statt ­vieler neuer Standorte gibt es tiefere Preise.

BIL Stehsatz / Redaktionsmitarbeiter / Erich Buergler BA 1/4rgler

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Jérôme Meyer weiss: Die Schweizer Kundschaft verlangt frisches Brot und Gemüse. Nathalie Taiana für BILANZ

Aldi ist vor 20 Jahren in der Schweiz gestartet. Damals gab es dort kein frisches Brot, die Einrichtung war spartanisch. Wie viel Lehrgeld musste man zahlen, um die Kundschaft in der Schweiz wirklich zu verstehen?

Es hat sich tatsächlich viel getan bei uns. Die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten aber auch stark verändert. Frisches Obst und Gemüse sind wichtiger geworden. Diesen Bereich haben wir stark ausgebaut, und wir zeigen unsere Frischware gleich beim Eingang. Ein wichtiges Detail war die Einführung eines grösseren Kassenbereichs, wo die Kundschaft in Ruhe ihre Ware einpacken kann. Viele fühlten sich davor an der Kasse gestresst. Die Einrichtung unserer Läden haben wir allgemein aufgewertet. Wir können heute bezüglich der Einkaufsatmosphäre mit den Grossverteilern mithalten.

Wie passen schicke Läden zu einem Discounter?

Ein schöner Laden muss nicht teuer sein. Wir sind ein Discounter geblieben. Effizienz steht bei uns im Zentrum. Das reicht von der Wahl der Möbel bis zu sämtlichen internen Abläufen. Wir verfügen über das fokussierteste Sortiment aller Discounter in der Schweiz. Auch das senkt die Kosten.
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