Ein nicht genanntes Geschäftsleitungsmitglied der UBS hat vor kurzem 80'000 UBS-Aktien im Wert von 2,48 Millionen Franken verkauft, wie aus der Datenbank der Börsenaufsicht SIX Exchange Regulation (SER) hervorgeht. Es handelt sich um eine sogenannte Management-Transaktion, also ein Geschäft das eine Top-Führungskraft, manchmal auch ein Verwaltungsratsmitglied, mit Titeln des «eigenen» Unternehmens durchführt.
Das Meldedatum ist der 4. März. Es entspricht höchst wahrscheinlich nicht dem Datum, an dem der Verkauf stattgefunden hat. Denn der Manager oder die Managerin hat stets zwei Börsentage Zeit, um das Geschäft dem Unternehmen zu melden. Dieses hat weitere drei Börsentage zur Meldung des Verkaufs beziehungsweise Kaufs an die SER. Somit kann man den Transaktionszeitpunkt nur in etwa abschätzen und sagen, dass der aktuelle Verkauf der UBS-Aktien wohl Ende Februar geschehen ist.
Klarer ist: Der Verkauf fällt in eine Phase sinkender Kurse der UBS-Aktie. Denn diese stehen schon seit Mitte Januar unter Druck und sind seither von über 38 auf unter 30 Franken gefallen. Zumindest die Verluste, die seit dem 4. März angefallen sind, blieben dem UBS-Manager erspart. Umgekehrt wird er nicht am Kursanstieg vom Dienstag (plus 3 Prozent) teilhaben können. Denn laut der SER-Datenbank gab es inzwischen keine weitere Management-Transaktion bei der UBS.
Die Gründe für ein solches Geschäft können schlicht sein: Das Begleichen einer Steuerrechnung oder der Kauf eines Hauses beispielsweise. Denkbar ist auch eine Art Misstrauensvotum gegenüber dem eigenen Unternehmen. Was konkret vorliegt, lässt sich in der Regel nicht ohne Weiteres bestimmen.
Transaktionen wie die aktuelle kommen bei der einzigen global aktiven Schweizer Grossbank immer wieder vor: Im August 2025 wurden Aktien im Wert von 6,34 Millionen Franken veräussert, im Juli war es ein Paket von 2,6 Millionen Franken und im Mai eines von 3,31 Millionen Franken. Dass damit auch der Aktienkurs in Bewegung gekommen ist, ist unwahrscheinlich. Dazu sind die Volumen der jeweiligen Aktienpakete im Verhältnis zur Marktkapitalisierung der Grossbank zu klein.
Völlig unbedeutend sind die Geschäfte der obersten Konzernleitung mit unternehmenseigenen Aktien allerdings nicht. Sie können Signale an andere Börsenteilnehmer senden. Deshalb müssen sie offengelegt werden, wie SER schreibt.