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Schuld ohne Sühne?

Japans Weg in die Schuldenfalle

Trotz überbordender Schulden ist Japan nicht bankrott. Doch die Rechnung dafür zahlen die Jungen.

Tomohiro Bisang

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Japans Premier Fumio Kishida: Wie seine Vorgänger schiebt er das Problem vor sich her und hofft auf Hilfe der Zentralbank. imago/Kyodo News

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Beim Thema Staatsverschuldung nimmt Japan eine unrühmliche Vorreiterrolle ein.
Mittlerweile übersteigen die Staatsschulden das 2,5-Fache der eigenen Wirtschaftsleistung, Tendenz weiter steigend.
Das japanische Schuldendrama beginnt mit Krieg. Von 1921 bis 1944 versiebenfachten sich die Staatsschulden, getrieben von Militärausgaben. Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg erlebte Japan ein Wirtschaftswunder und konnte seine Schuldenquote bis in die 1970er-Jahre unter 30 Prozent halten. Doch der Boom endete abrupt, als 1992 die Immobilienblase platzte. Es folgte ein «verlorenes Jahrzehnt», in dem die Wirtschaft kaum mehr vom Fleck kam.

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