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Midterms in den USA

Nervosität wächst bei den Republikanern – während Demokraten versuchen, ihr Wahlgebiet auszuweiten

Angesichts der wirtschaftlichen Sorgen, die auf den Kandidaten lasten, setzen die Republikaner auf hohe Ausgaben und Trump, um die Wähler zu mobilisieren.

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Eine Wahlkampfveranstaltung in Wasilia, Alaska, bei der Präsident Trump am Dienstag sprach.
Eine Wahlkampfveranstaltung in Wasilia, Alaska, bei der Präsident Trump am Dienstag sprach. Getty Images

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Von Sabrina Rodriguez und Olivia Beavers
WASHINGTON – Die Republikaner befinden sich auf einer immer grösser werdenden Wahlkarte in der Defensive und geben in der Endphase der Zwischenwahlen Hunderte Millionen Dollar aus, um eine Übernahme des Kongresses durch die Demokraten zu verhindern, während der Wahlkampf landesweit seinen Höhepunkt erreicht.
Weniger als drei Wochen vor der Wahl versuchen finanzstarke GOP-Gruppen, schwächelnde Kandidaten über die Ziellinie zu bringen, während Präsident Trump und Vizepräsident JD Vance quer durch das Land reisen, um die Unterstützung für die Republikaner in «roten» Gebieten zu festigen, die noch vor wenigen Monaten nahezu uneinnehmbar schienen.
Die Demokraten, die darauf setzen, von Trumps schwachen Zustimmungswerten und den wirtschaftlichen Sorgen im Zuge des Krieges im Iran zu profitieren, haben ihre Zielkarte auf eher republikanisch geprägte Gebiete ausgeweitet. Dies hat die Republikaner dazu gezwungen, massive Summen in die Verteidigung traditionell sicherer republikanischer Sitze zu stecken und gleichzeitig zu versuchen, einige Sitze in umkämpften Bundesstaaten wie Michigan und New Hampshire zu erobern, um potenzielle Verluste auf heimischem Boden abzufedern.

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In den letzten Tagen des Wahlkampfs hoffen die Republikaner, dass Geld und strukturelle Vorteile auf der Wahlkarte ihnen Auftrieb geben werden – und dass die Umfragen falsch liegen. Doch die Nervosität ist gross.
«Das Repräsentantenhaus ist verloren. Es ist schon lange verloren», sagte Doug Heye, ein republikanischer Stratege. Er erklärte, dass die Demokraten angesichts der geringen Beliebtheit Trumps im November möglicherweise 30 Sitze gewinnen könnten, und fügte hinzu, dass er nicht glaube, dass die Wahlkampfveranstaltungen des Präsidenten dabei helfen würden.
Unterdessen blicken die Demokraten optimistisch auf ihre Aussichten.
«Es fühlt sich einfach so an, als wäre ganz Amerika ein umkämpfter Bundesstaat», sagte John Anzalone, ein demokratischer Meinungsforscher, der an der Durchführung der Umfragen des Wall Street Journal mitwirkt. «Alles ist noch offen.»
Der überparteiliche «Cook Political Report» erklärte kürzlich, das wahrscheinlichste Ergebnis sei, dass die Demokraten netto neun bis 19 Sitze im Repräsentantenhaus gewinnen. Die Republikaner verfügen derzeit über eine Mehrheit von 219 zu 214 Sitzen, wobei zwei Sitze unbesetzt sind. Cook stuft sieben Senatswahlkämpfe als unentschieden ein – sechs davon werden derzeit von Republikanern gehalten. Die Republikaner verfügen in dieser Kammer über eine Mehrheit von 53 zu 47.

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Current Senate seat
WSJ
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Die vorzeitige Stimmabgabe beginnt

In mehreren Bundesstaaten des Landes, darunter Arizona, Iowa und Kansas, geben die Wähler bereits ihre Stimmen ab. In Georgia stellten die Wähler am Dienstag einen Rekord für den ersten Tag der vorzeitigen Stimmabgabe auf: Mehr als 188.000 Stimmen wurden persönlich abgegeben, womit der Rekord aus den Zwischenwahlen 2022 gebrochen wurde, wie das Büro des Staatssekretärs mitteilte. In Georgia, einem umkämpften Bundesstaat, finden in diesem Jahr hart umkämpfte Senats- und Gouverneurswahlen statt.
CHICAGO, ILLINOIS - OCTOBER 02: A sign reading 'CAST BALLOT' with a directional arrow is posted above voting booths inside the Chicago Voter Supersite at 137 S. State St. in downtown Chicago, Illinois, on October 2, 2026. The Supersite opened October 1 for early voting and voter registration ahead of the November 3 General Election. (Photo by Jacek Boczarski/Anadolu via Getty Images)
CHICAGO, ILLINOIS - OCTOBER 02: A sign reading 'CAST BALLOT' with a directional arrow is posted above voting booths inside the Chicago Voter Supersite at 137 S. State St. in downtown Chicago, Illinois, on October 2, 2026. The Supersite opened October 1 for early voting and voter registration ahead of the November 3 General Election. (Photo by Jacek Boczarski/Anadolu via Getty Images)
Am Dienstag gaben die Wähler in East Point, Georgia, am ersten Tag der vorzeitigen Stimmabgabe in diesem Bundesstaat ihre Stimmen ab. Anadolu via Getty Images
CHICAGO, ILLINOIS - OCTOBER 02: A sign reading 'CAST BALLOT' with a directional arrow is posted above voting booths inside the Chicago Voter Supersite at 137 S. State St. in downtown Chicago, Illinois, on October 2, 2026. The Supersite opened October 1 for early voting and voter registration ahead of the November 3 General Election. (Photo by Jacek Boczarski/Anadolu via Getty Images)
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Am Dienstag gaben die Wähler in East Point, Georgia, am ersten Tag der vorzeitigen Stimmabgabe in diesem Bundesstaat ihre Stimmen ab. Anadolu via Getty Images
Trump, der die Wähler weiterhin dazu auffordert, zur Wahl zu gehen, als stünde er selbst auf dem Stimmzettel, hielt am Mittwoch eine Wahlkampfveranstaltung in Arizona ab, wo es umkämpfte Rennen um Sitze im Repräsentantenhaus und um das Gouverneursamt gibt, nachdem er Anfang der Woche bereits in Ohio und Alaska Station gemacht hatte, um die Wahlkampagnen der republikanischen Senatoren Jon Husted bzw. Dan Sullivan zu unterstützen.
Trump wird nächste Woche in North Carolina Wahlkampf betreiben, wo die Auswirkungen der von Trump initiierten Wahlkreisneueinteilung zumindest einen der Amtsinhaber anfälliger machen. Der republikanische Abgeordnete Greg Murphy aus North Carolina sieht sich einem härteren Wahlkampf gegenüber als erwartet, nachdem sein Wahlkreis infolge der Wahlkreisneueinteilung, die eigentlich das Glück der Republikaner verbessern sollte, republikanische Wähler verloren hat.

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Am Dienstagabend standen sich Senatskandidaten aus den wichtigsten Wahlkämpfen in Georgia, Maine und Iowa in Debatten gegenüber. Der demokratische Senator Jon Ossoff aus Georgia und die republikanische Senatorin Susan Collins aus Maine sind beide Amtsinhaber, die um den Erhalt ihrer Sitze kämpfen – und in Iowa ist das Rennen offen. Die Demokraten griffen in allen drei Wahlkämpfen die Republikaner wegen des Iran-Kriegs und der hohen Preise an.
FRYEBURG, MAINE - OCTOBER 09:U.S. Sen. Susan Collins (R-ME) campaigns at the Fryeburg Fair, one of Maine’s oldest and biggest fairs, on October 09, 2026 in Fryeburg, Maine. Collins, a Republican, is in a tight race with Democrat Troy Jackson. (Photo by Spencer Platt/Getty Images)
FRYEBURG, MAINE - OCTOBER 09:U.S. Sen. Susan Collins (R-ME) campaigns at the Fryeburg Fair, one of Maine’s oldest and biggest fairs, on October 09, 2026 in Fryeburg, Maine. Collins, a Republican, is in a tight race with Democrat Troy Jackson. (Photo by Spencer Platt/Getty Images)
Senatorin Susan Collins (Republikanerin aus Maine) bei einer Wahlkampfveranstaltung letzte Woche in Fryeburg, Maine. Spencer Platt/Getty Images
FRYEBURG, MAINE - OCTOBER 09:U.S. Sen. Susan Collins (R-ME) campaigns at the Fryeburg Fair, one of Maine’s oldest and biggest fairs, on October 09, 2026 in Fryeburg, Maine. Collins, a Republican, is in a tight race with Democrat Troy Jackson. (Photo by Spencer Platt/Getty Images)
FRYEBURG, MAINE - OCTOBER 09:U.S. Sen. Susan Collins (R-ME) campaigns at the Fryeburg Fair, one of Maine’s oldest and biggest fairs, on October 09, 2026 in Fryeburg, Maine. Collins, a Republican, is in a tight race with Democrat Troy Jackson. (Photo by Spencer Platt/Getty Images)
Senatorin Susan Collins (Republikanerin aus Maine) bei einer Wahlkampfveranstaltung letzte Woche in Fryeburg, Maine. Spencer Platt/Getty Images
Die Kontrolle über den Kongress in den letzten beiden Jahren von Trumps zweiter Amtszeit könnte erhebliche Auswirkungen auf seine Agenda haben und darüber entscheiden, wie viel Schwung die jeweilige Partei im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2028 mitnimmt.
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Aggressive Ausgaben, aber wenig Wirkung?

Die Republikaner spielen ihren finanziellen Vorteil gegenüber den Demokraten aus und stecken Hunderte Millionen Dollar in Wahlkämpfe im ganzen Land. Dennoch zeigen Umfragen keine nennenswerten Verschiebungen in den hochkarätigen Wahlkämpfen, seit mehr Geld in den Wahlkampf fliesst, wobei sich die Lage in den entscheidenden Senatswahlkämpfen weitgehend unverändert darstellt.
«Was wir sehen müssen, ist, dass sich diese Werbegelder in Wählerbegeisterung umwandeln», sagte Mark Bednar, ein republikanischer Stratege, und wies auf eine anhaltende Kluft in der Wählerbegeisterung zwischen demokratischen und republikanischen Wählern hin. «Die republikanischen Wähler müssen in dieser Schlussphase noch richtig mitreissen lassen.»

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Die Republikaner gingen mit einem erheblichen finanziellen Vorsprung in diesen Wahlzyklus. Laut einem neuen Bericht des Werbeanalysedienstes AdImpact haben die Werbetreibenden der Republikaner in acht umkämpften Senatswahlkämpfen – in Ohio, Texas, Maine, Michigan, Iowa, Alaska, New Hampshire und Kansas – fast 298 Millionen Dollar mehr ausgegeben als die Demokraten.
Das Senatsrennen in Ohio zwischen Husted und dem ehemaligen Senator Sherrod Brown ist laut dem Bericht mit Ausgaben von mehr als 422 Millionen Dollar die teuerste Senatswahl dieses Wahlzyklus, was die Werbeausgaben angeht.
COLUMBUS, OHIO - OCTOBER 06: Democratic U.S. Senate candidate Sherrod Brown speaks with supporters after casting his ballot at the Franklin County Board of Elections on October 06, 2026 in Columbus, Ohio. Brown faces incumbent Jon Husted in the upcoming midterm election. (Photo by Jeff Dean/Getty Images)
COLUMBUS, OHIO - OCTOBER 06: Democratic U.S. Senate candidate Sherrod Brown speaks with supporters after casting his ballot at the Franklin County Board of Elections on October 06, 2026 in Columbus, Ohio. Brown faces incumbent Jon Husted in the upcoming midterm election. (Photo by Jeff Dean/Getty Images)
Der Kandidat für den Senat von Ohio, Sherrod Brown, bei einer Wahlkampfveranstaltung im vergangenen Monat. Getty Images
COLUMBUS, OHIO - OCTOBER 06: Democratic U.S. Senate candidate Sherrod Brown speaks with supporters after casting his ballot at the Franklin County Board of Elections on October 06, 2026 in Columbus, Ohio. Brown faces incumbent Jon Husted in the upcoming midterm election. (Photo by Jeff Dean/Getty Images)
COLUMBUS, OHIO - OCTOBER 06: Democratic U.S. Senate candidate Sherrod Brown speaks with supporters after casting his ballot at the Franklin County Board of Elections on October 06, 2026 in Columbus, Ohio. Brown faces incumbent Jon Husted in the upcoming midterm election. (Photo by Jeff Dean/Getty Images)
Der Kandidat für den Senat von Ohio, Sherrod Brown, bei einer Wahlkampfveranstaltung im vergangenen Monat. Getty Images
An zweiter Stelle steht das Duell zwischen dem demokratischen Abgeordneten James Talarico und dem republikanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton in Texas – ein Wahlkampf, in dem die Republikaner deutlich mehr Geld ausgeben als die Demokraten. Externe republikanische Gruppen haben in dieser Wahl über 209 Millionen Dollar investiert, wie der Bericht feststellte. Ein Grossteil dieses Geldes stammt von «Texas PAC», einem politischen Aktionskomitee, das vom «Senate Leadership Fund» betrieben wird – einer Grossspendergruppe, die mit den Republikanern im Senat verbündet ist.
Letzte Woche hat der «Senate Leadership Fund» mehr Geld in den Wahlkampf um den texanischen Senat umgeschichtet. Anstatt daran zu arbeiten, Paxtons Image wiederherzustellen – da er mit einer Reihe von rechtlichen und ethischen Skandalen konfrontiert ist –, konzentrieren sich die Ausgaben der Republikaner laut einem an den Senatswahlen beteiligten Republikaner darauf, Talarico zu diskreditieren.

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Demokraten haben weitere Wahlkämpfe im Visier

Trotz der aggressiven Ausgaben der Republikaner sowohl bei den Senats- als auch bei den Repräsentantenhaus-Wahlen haben die Demokraten versucht, ihre Liste der Zielwahlkämpfe zu erweitern.
In einem Spendermemo des Democratic Congressional Campaign Committee vom Freitag argumentierte die Geschäftsführerin des Wahlkampfarms der Demokraten im Repräsentantenhaus, Julie Merz, dass die Partei in mehr Wahlkämpfen mitmischen könne, wenn die Gruppe bis zum 22. Oktober weitere 17 Millionen Dollar aufbringen könne.
«Wir brauchen mehr Ressourcen, um diese gewinnbaren Sitze unter Dach und Fach zu bringen», schrieb Merz.
In dem Schreiben wurden Wahlkreise wie der 27. Kongresswahlkreis in Florida genannt, in dem die republikanische Abgeordnete Maria Elvira Salazar gegen den demokratischen Herausforderer Eliott Rodriguez antritt, sowie der 1. Wahlkreis in South Carolina, in dem der mit den Republikanern im Repräsentantenhaus verbündete «Congressional Leadership Fund» derzeit Geld ausgibt.
Übersetzt aus dem Englischen von der BILANZ Redaktion.
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