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Investorenfieber

Asiens KI-Boom lockt Taxifahrer und sogar Kinder auf die boomenden asiatischen Märkte

Der weltweite Erfolg von KI-Unternehmen in Südkorea, Taiwan und Japan heizt die Marktbegeisterung an.

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Ein Abend im exklusiven Stadtteil Apgujeong in Seoul. TIM FRANCO für WSJ WSJ

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Von Jiyoung Sohn in Seoul, Joyu Wang in Taipeh und Junko Fukutome in Tokio
Na Se-bin hat jegliches Gespür für den Wert des Geldes verloren.
Seit Januar hat sie fast ihre gesamten Ersparnisse – rund 47'000 US-Dollar – in den Aktienmarkt gesteckt, angelockt von einem weltweiten KI-Boom, der die Technologiegiganten in Südkorea, Taiwan und Japan reich macht.
Angesichts der wilden Marktschwankungen sagte die 24-jährige südkoreanische Softwareentwicklerin, sie habe innerhalb einer Sekunde den Gegenwert eines Monatsgehalts gewonnen und wieder verloren. Trotz des Risikos kann sie nicht widerstehen – nicht, nachdem sich der Kurs einiger ihrer Aktien verdoppelt hat. In den vergangenen 18 Monaten war Südkorea der weltweit leistungsstärkste Aktienmarkt, und Na und ihre Kollegen scherzen, sie sollten ihre Unterwäsche verkaufen, um mehr Aktien zu kaufen.
«Sogar Freunde, die noch nie mit Aktien zu tun hatten, steigen jetzt ein», sagte Na. «Jeder macht irgendetwas.»
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Na Se-bin, eine 24-jährige Softwareentwicklerin aus Seoul, begann im Januar mit dem Investieren und war sofort begeistert. Tim Franco für WSJWSJ
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Na Se-bin, eine 24-jährige Softwareentwicklerin aus Seoul, begann im Januar mit dem Investieren und war sofort begeistert. Tim Franco für WSJWSJ
Billionen Dollar fliessen in den weltweiten Ausbau der KI, der auf Halbleiter und Chip-Fertigungstechnologie einer Handvoll asiatischer Exporteure angewiesen ist. Der weltweite Anstieg der Chip-Nachfrage lässt Exporte, Unternehmensgewinne und die Bankkonten vieler Anleger anschwellen – scheinbar ohne Ende.

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Selbst nach den jüngsten Kursrückgängen hat sich der Wert des taiwanesischen Leitindex im vergangenen Jahr verdoppelt. Der südkoreanische Index hat sich verdreifacht. Der japanische Nikkei ist im gleichen Zeitraum um mehr als 80 Prozent gestiegen – das Dreifache der Rendite des S&P 500.
Die steigende Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten hat die Anleger beflügelt – in Taipeh handeln Taxifahrer sogar während der Fahrt mit Aktien – und die Gehälter in die Höhe getrieben. Ein todsicherer Anmachspruch ist die Bemerkung, man arbeite bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC), dem weltweit grössten Auftrags-Chiphersteller und einem grosszügigen lokalen Arbeitgeber. Die Mitarbeiter in der Speicherchip-Sparte des südkoreanischen Unternehmens Samsung Electronics erwarten in diesem Jahr Bonuszahlungen von durchschnittlich rund 400'000 US-Dollar. Es wird prognostiziert, dass das Unternehmen im Jahr 2026 höhere Gewinne erzielen wird als jedes andere globale Unternehmen mit Ausnahme von Nvidia.
Dieser Teil der Tech-Welt dürfte florieren, unabhängig davon, ob OpenAI mit ChatGPT, Anthropic und SpaceX ihre Versprechen zur Monetarisierung von KI-Diensten einlösen können. Asiens Giganten liefern unverzichtbare Hardware – sozusagen die Spitzhacken und Schaufeln des KI-Goldrauschs.

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Die vier Hyperscaler des Silicon Valley – Microsoft, Meta Platforms, Amazon und Googles Mutterkonzern Alphabet – planen zusammen, in diesem Jahr bis zu 670 Milliarden US-Dollar für KI-bezogene Investitionen auszugeben. Dieses Ausgabenniveau überragt bei weitem die inflationsbereinigten Ausgaben für den Ausbau des US-Eisenbahnnetzes in den 1850er Jahren sowie den jahrzehntelangen Bau des amerikanischen Interstate-Highway-Systems, der ein Jahrhundert später begann.
Die weltweiten Exporte von KI-relevanten Gütern beliefen sich im vergangenen Jahr auf fast 4 Billionen US-Dollar, wobei laut einem Bericht von Allianz Trade zwei Drittel dieses Gesamtvolumens auf Asien entfielen. Zu diesen Gütern zählten Halbleiter, Datenspeicherserver und Kühlsysteme.
Die direkten Ausgaben für KI – einschliesslich Dienstleistungen, Infrastruktur und Software – werden laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner in diesem Jahr voraussichtlich 2.6 Billionen US-Dollar betragen, was einem Anstieg von 47 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Im nächsten Jahr sollen sie etwa 3.5 Billionen US-Dollar erreichen.
Jensen Huang, der Vorstandsvorsitzende des führenden US-Chipentwicklers Nvidia, hat kürzlich einen vielbeachteten 18-tägigen Besuch mit zahlreichen Veranstaltungen, Vorträgen und Geschäftstreffen in Taiwan und Südkorea abgeschlossen.

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In Taipeh, wo in Convenience-Stores Lottoscheine verkauft werden, mit denen man bis zu 500 Nvidia-Aktien gewinnen kann, kündigte Huang Pläne an, jährlich 150 Milliarden US-Dollar in Taiwan zu investieren, das er als Epizentrum der KI-Revolution bezeichnete. In Südkorea unterzeichnete Huang Verträge mit lokalen Unternehmen aus den Bereichen Robotik, Speicherchips und KI.
Während Huangs Aufenthalt in Seoul wurde der Handel am südkoreanischen Leitindex am 8. Juni ausgesetzt, nachdem dieser um mehr als 8 Prozent eingebrochen war. Der Einbruch folgte auf einen Ausverkauf von Chip-Aktien in den USA, darunter auch Nvidia. Huang, der selbst in der drückenden Hitze Seouls wie gewohnt seine Lederjacke trug, nahm den Kursrückgang gelassen hin.
«Jeder sollte sich über die Aktienkurse sehr freuen», sagte er, «denn so kann man die Aktien günstiger kaufen.»

Die 10 weltweit grössten Aktienmärkte nach Marktkapitalisierung, 2026, in Billionen.

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WSJ
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WSJ
Na, die erst in diesem Jahr mit dem Aktienhandel begonnen hat, schätzt, dass mehr als 80 Prozent der Menschen in ihrem Bekanntenkreis aktiv investieren, ebenso wie alle ihre Kollegen. Ein Kollege, der durch Aktiengewinne zu Geld gekommen war, habe Zehntausende Dollar für einen Ehering ausgegeben, erzählt sie.
Na hat sich Konzertkarten, schicke Kleidung und Abendessen für ihre Eltern gegönnt. Sie hatte geplant, ihrer Mutter zum 30. Hochzeitstag ihrer Eltern einen Goldring zu kaufen, doch ihre Mutter lehnte ab.

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«Sie sagte mir, ich solle ihr einfach das Geld geben», so Na, damit sie Aktien kaufen könne.

Bestseller

Yeh Lun-hao, ein 37-jähriger Versicherungsmakler, investiert mehr als die Hälfte seines monatlichen Gehalts von rund 2'100 Dollar in lokale Unternehmen aus den Bereichen KI und Halbleiter. Der Wert seines Portfolios hat sich vervierfacht, und kürzlich kaufte er eine Vier-Zimmer-Wohnung in Taichung, Taiwan, für rund 440'000 Dollar.
Jahrelang hielten sich seine Freunde von Kapitalmarktinvestitionen fern. Jetzt fragen sie ihn um Rat, wo sie ihr Geld anlegen sollen.
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Yeh Lun-hao, ein 37-jähriger Versicherungsmakler, sitzt in der Lobby seines Wohnhauses in Taichung, Taiwan. Lam Yik Fei für WSJWSJ
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Yeh Lun-hao, ein 37-jähriger Versicherungsmakler, sitzt in der Lobby seines Wohnhauses in Taichung, Taiwan. Lam Yik Fei für WSJWSJ
«Ohne Halbleiter wäre all das nicht passiert», sagte Yeh. «Durch das Investieren konnte ich vom reinen Überlebensmodus dazu übergehen, die Schönheit zu geniessen, die diese Welt zu bieten hat.»
TSMC trieb einen Grossteil des Marktbooms in Taiwan voran. Im vergangenen Jahr entfielen laut Counterpoint Research, einem Marktforschungsunternehmen für den Technologiemarkt, mehr als 90 Prozent der Einnahmen aus der Herstellung modernster Chips auf das Unternehmen. TSMC ist mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 2.2 Billionen US-Dollar das siebtwertvollste Unternehmen der Welt – grösser als Tesla oder Meta.
Die Aktien des Unternehmens haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und damit Taiwans Aktienindizes insgesamt an vergleichbare Märkte in Frankreich, Grossbritannien und Indien vorbeigetrieben.

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Der Chiphersteller macht mehr als 41 Prozent des taiwanesischen Hauptaktienmarktes aus. Zum Vergleich: Die «Magnificent Seven» – Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Nvidia, Meta und Tesla – machen zusammen etwa ein Drittel des S&P 500 aus.
Das Einstiegsgehalt für einen Ingenieur bei TSMC kann das Dreifache des Gehalts für vergleichbare Stellen anderswo betragen. Einige Führungskräfte, die das Unternehmen von kleineren Firmen abgeworben hat, wurden mit Gehaltserhöhungen von bis zu 30 Prozent gelockt, sagte Choc Chiang, Mitbegründer der in Taipeh ansässigen Rekrutierungsplattform WeFer.
Wang Tsann-lung, Inhaber eines gehobenen Spirituosengeschäfts in Zhubei, Taiwan, hatte bereits viele Bestellungen von TSMC abgewickelt. Er erzählt, dass er einmal einen Whiskey aus dem Napa Valley an den Firmengründer Morris Chang verkauft habe. Mittlerweile ist sein Geschäft zu klein, um mit der Nachfrage des Unternehmens Schritt zu halten. «Wir blicken zu ihnen auf», sagt er, «mit einem Herzen voller Ehrfurcht und Respekt.»
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Wang Tsann-lung, Inhaber eines Spirituosengeschäfts in Zhubei, Taiwan, verkaufte zahlreiche Flaschen an TSMC. Lam Yik Fei für WSJWSJ
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Wang Tsann-lung, Inhaber eines Spirituosengeschäfts in Zhubei, Taiwan, verkaufte zahlreiche Flaschen an TSMC. Lam Yik Fei für WSJWSJ
Kevin Wang Wei-wen erwarb in Taiwan einen Ingenieursabschluss, und Teil seines Studiums war der Besuch einer der Fabriken von TSMC, wo die Gehälter bei etwa 62'000 Dollar pro Jahr beginnen. Ein solches Gehalt sei beispiellos, sagt er. «In jedem Haushalt wird über TSMC gesprochen.»

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Er besucht derzeit die Graduiertenschule an der University of Michigan, und Personalvermittler von TSMC rufen ihn an. Wang hat zwar Bedenken wegen der strapaziösen Arbeitszeiten des Unternehmens, sieht aber auch die Vorteile, die über die hohen Gehälter hinausgehen. Als Ingenieur bei TSMC geniesst man einen sozialen Status, der taiwanesische Eltern anspricht, die die Verehrer ihrer Töchter genau unter die Lupe nehmen.
«Dein erster Satz kann buchstäblich lauten: ‚Ich arbeite bei TSMC‘», sagt Wang.
Produkte der Marke TSMC erzielen auf einem florierenden Sekundärmarkt hohe Preise. Ein Reiskocher in den Unternehmensfarben und mit dem Leiterplatten-Logo bringt auf E-Commerce-Seiten rund 312 Dollar ein – mehr als das Vierfache des Preises, den TSMC-Mitarbeiter dafür bezahlen.
Käufer reissen TSMC-Reisegepäck, Trinkbecher und Schuhe regelrecht weg. Sogar die roten Festtagsumschläge, die TSMC-Mitarbeitern ausgehändigt werden, werden online – ohne ihren Inhalt – für fast 15 US-Dollar pro Stück verkauft.

Alle Altersgruppen sind willkommen

Der südkoreanische Markt wird von den beiden Chip-Giganten Samsung und SK Hynix angeführt, die die Produktion der beiden führenden Arten von Speicherchips für KI-Berechnungen und Datenspeicherung dominieren.

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Die beiden Unternehmen, die kürzlich jeweils eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar erreichten, machen mehr als die Hälfte des südkoreanischen Kospi-Composite-Index aus. Der Kospi war im vergangenen Jahr der Index mit der weltweit besten Performance und führt auch in diesem Jahr die globalen Ranglisten an.
Choi Sung-ho, ein 35-jähriger Grundschullehrer, ist einer der Nutzniesser. Sein koreanisches Aktienportfolio hat sich im vergangenen Jahr etwa verfünffacht und beträgt nun mehr als 300'000 Dollar. Dazu gehören auch Investitionen in gehebelte börsengehandelte Fonds (ETFs), die Halbleiteraktien nachbilden. Er hat seine Mobilgeräte aufgerüstet und plant, einen sechsstelligen Betrag für sein nächstes Auto auszugeben – entweder eine Mercedes-Benz S-Klasse oder ein Tesla Model X, wie er sagt.
«Sogar Kinder an meiner Schule haben erwähnt, dass ihre Eltern sich über ihre Aktiengewinne freuen», sagt Choi.
In den ersten drei Monaten des Jahres wurden bei Toss Securities, einem südkoreanischen Brokerhaus, mehr als 180'000 Handelskonten für Kinder unter 18 Jahren eröffnet. Die Eröffnung dieser Konten erfordert die Zustimmung der Eltern und ermöglicht es den Kindern, selbstständig zu handeln. Im Rahmen einer kürzlich durchgeführten Werbeaktion wurden 14 US-Dollar auf neue Konten eingezahlt, die von Schülern der Oberstufe eröffnet wurden.

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Auf YouTube gehört der Kanal «ETF-explaining Bro» zu einer aufstrebenden Gruppe von «Finfluencern», die Marktberatung anbieten. Seit seinem Start im vergangenen Juli hat er mehr als 127'000 Abonnenten gewonnen, sagt Park Soo-in, die Inhaberin des Kanals. «Viele Menschen scheinen davon auszugehen, dass sich die Rally fortsetzen wird», sagt sie.
Die Kursgewinne beflügeln den ohnehin schon robusten Luxusgütermarkt. Die Cartier-Filiale in einem grossen Kaufhaus in Seoul wurde von Käufern so stark belagert, dass einige Artikel aus der Schmuckkollektion «D’Amour» nun nur noch online erhältlich sind.
Lim Chae-hoon, Verkaufsleiter eines BMW-Autohauses in Seoul, sagt, seine Kunden erwähnten häufig ihre Kursgewinne. «Es gibt derzeit sicherlich mehr Menschen mit mehr Geld», sagt er.
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Lim Chae-hoon, Vertriebsleiter eines BMW-Autohauses in Seoul, sagt, die Kunden seien finanziell gut aufgestellt. Tim Franco für WSJWSJ
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Lim Chae-hoon, Vertriebsleiter eines BMW-Autohauses in Seoul, sagt, die Kunden seien finanziell gut aufgestellt. Tim Franco für WSJWSJ
In Japan endete in diesem Monat Toyotas 22-jährige Herrschaft als wertvollstes Unternehmen des Landes; an seine Stelle trat die SoftBank Group, die stark auf OpenAI und Rechenzentren gesetzt hatte.
SoftBanks Herrschaft währte jedoch nicht lange. Am vergangenen Freitag übernahm Kioxia, ein wenig bekannter Speicherchip-Hersteller, den ersten Platz. Vor einem Jahr kostete eine Kioxia-Aktie noch rund 14 Dollar. Jetzt liegt der Kurs bei rund 600 Dollar. Der Erfolg von Kioxia löste bei Investoren eine Jagd nach dem nächsten Unternehmen aus, das den grossen Durchbruch schaffen könnte.

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Sogar Japans Hersteller von Luxus-Toiletten, Toto, hat vom KI-Boom profitiert. Seine Hightech-Keramik wird verwendet, um Siliziumwafer bewegungslos zu halten, während sie mit Schaltkreisen geätzt werden. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich mehr als verdoppelt.
Ein weiteres Unternehmen, Ajinomoto, nutzt Nebenprodukte seines weltberühmten Umami-Gewürzes zur Herstellung von Isolierfolien für KI-Chips. Seine Aktien sind um 50 Prozent gestiegen.
Ryoki Nao, 21, ist ein herausragender Student der Halbleitertechnik an einer Universität in Kumamoto, Japan: Er ist von Kommilitonen umgeben, die investieren, er selbst tut dies jedoch nicht. Nao beobachtet die Märkte, plant aber, erst seinen Abschluss zu machen und sich einen Job zu sichern, bevor er investiert.
«Ich möchte warten, bis ich in der Lage bin, ein ordentliches Einkommen zu erzielen», sagt er.
Übersetzt aus dem Englischen von der BILANZ Redaktion.
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