Wir schaffen die fehlende Infrastruktur der modernen Medizin: realistische Simulationen, mit denen Ärzte die Therapien von morgen beherrschen lernen, bevor sie einen Patienten behandeln. Simulands entwickelt hochwertige Simulationssysteme für alle Herzoperationen, die echte Anatomie, proprietäre Gewebematerialien und modulare Plattformen kombinieren, um eine Brücke zwischen Theorie und klinischer Praxis zu schlagen.
Wie ist sie entstanden?
Die Idee entstand direkt aus der klinischen Praxis. Als Biomedizintechniker zwischen akademischen Krankenhäusern und Start-ups sah ich, dass die Schulung für neue Geräte hinter der Innovation zurückblieb. Die Patienten waren praktisch Teil der Lernkurve.
Warum der Name?
Er kombiniert Simulation und Lands: Gebiete, in denen Lernen, Experimentieren und Beherrschen stattfinden. Spezielle Bereiche, in denen Medizin, Technik und Ausbildung aufeinandertreffen und Ärzte sicher trainieren können, bevor sie in die reale klinische Welt eintreten.
Woher stammt das Startkapital?
Simulands wurde vom ersten Tag an mit Gründergeldern finanziert.
Website: www.simulands.com
Gegründet: Oktober 2019
Gründer: Andrea Guidotti (40), CEO
Firmensitz: Zürich
Anzahl Mitarbeiter: 24
Umsatzziel für 2026: 8 Mio. Fr. Profitabel: seit 2024
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Womit erzielen Sie die Umsätze?
Wir monetarisieren Schulungen als Infrastruktur, indem wir Hardware, Software und Training in skalierbaren Partnerschaften kombinieren. Wir verkaufen hochwertige Simulationssysteme, Verbrauchsmaterialien und modulare Add-ons sowie langfristige Ausbildungsprogramme.
Die Vision?
Wir wollen die globale Referenzplattform für die medizinische Verfahrensausbildung werden, bei der Simulation eine zentrale Säule der Ausbildung, Zertifizierung und kontinuierlichen Weiterbildung von Ärzten ist. Unser Ziel ist es, Simulationen obligatorisch und messbar zu machen, so wie es bei Flugsimulationen in der Luftfahrt der Fall ist.
Die grosse Stärke?
Die Integration von klinischem Wissen, technischer Exzellenz und zielgerichtetem Design, kombiniert mit Glaubwürdigkeit und langfristigen Partnerschaften mit weltweit führenden Medtech-Firmen. So können wir Simulatoren entwickeln, die nicht nur realistisch sind, sondern auch täglich in der Praxis eingesetzt werden.
Die grösste Herausforderung?
Die weltweite Skalierung hardwarebasierter Innovationen unter Beibehaltung von Realismus, Qualität, Geschwindigkeit und regulatorischer Strenge in einem konservativen Gesundheitsumfeld, ohne jemals die Patientensicherheit oder die klinische Glaubwürdigkeit zu beeinträchtigen.
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Expertenmeinungen
▶ «Solide Firma»
«Simulands stellt Geräte her, mit denen man das Einsetzen von Herzkathetern simulieren kann. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Nischenanwendung, ist tatsächlich ein Produkt, das auf der ganzen Welt benötigt wird. Kunden sind vor allem Medtech-Firmen, die damit ihre Kunden schulen. Das ist gut für Ärzte, weil sie so lernen können, und gut für Tiere, weil so weniger Tierversuche nötig sind. Das Ganze ist erstaunlich gut skalierbar, auch weil das Produkt plug and play ist und nur ein sehr geringer Umsatzanteil aus dem Service kommt. Eine direkte Konkurrenz gibt es nicht. Im Bereich Medtech geniessen Schweizer Produkte ein hohes Vertrauen, deshalb sind auch die Margen gut. Simulands ist profitabel und wächst weiter, zwar nicht Hockeystick-mässig, aber gut. Der Gründer ist ein spannender Typ, er hat bereits einige erfolgreiche Exits gehabt. Die grosse Frage ist, wann Chirurgen von Robotern ersetzt werden, die schneller und präziser operieren. Ob es dann Simulands noch braucht, weiss ich nicht – immerhin generiert die Firma aber grosse Datenmengen, die für das Robotertraining genutzt werden können. Bis dahin bleibt Simulands eine solide Firma.»
Daniel Gutenberg hat als VC 14 Einhörner grossgezogen.Patrick Gutenberg
Daniel Gutenberg hat als VC 14 Einhörner grossgezogen.Patrick Gutenberg
▶ «Sehr beeindruckend»
«Seit dem 16. Jahrhundert bilden sich Chirurgen durch Learning by Doing am Patienten aus. Das hat fundamentale Schwächen: Sicherheitsrisiken, ethische Fragen, eine ineffiziente Lernkurve, regulatorische Probleme. Die Produkte von Simulands adressieren also gleich mehrere Probleme. Kunden sind Ärzte, die ihre Lehrgänge bisher häufig selber zahlen. Noch interessanter sind jedoch Medtech-Firmen. Das bedeutet aber auch, dass Simulands an deren Branchenzyklus hängt. Die Firma hat schon eine beeindruckende Traktion entwickelt und liefert an die Top-Konzerne der Branche. Weil man dank dem Feedback von über 1000 Ärzten umfassendes Know-how aufgebaut und eigene Materialien entwickelt hat und die Herstellung komplex ist, lässt sich das auch nicht so leicht kopieren. Noch konzentriert man sich auf den kardiovaskulären Bereich und lanciert jetzt auch Elektrophysiologie, das grösste Langfristpotenzial liegt aber wohl in der KI, wenn Roboter selber lernen zu operieren. Der CEO hat bereits fünf Start-ups gegründet und nutzt die Erlöse aus einem erfolgreichen Exit für das Funding seiner neuen Ventures. Er ist sehr pragmatisch, kennt den Markt gut und weiss was er tut. Sehr beeindruckend, was er aufgebaut hat!»
Sabrina Stöckl ist Medtech-Expertin und Principal bei B2venture.Viktor Strasse
Sabrina Stöckl ist Medtech-Expertin und Principal bei B2venture.Viktor Strasse
Der bisher grösste Erfolg?
Als weltweit führende Medtech-Firmen beschlossen, mit ihren Flaggschiff-Therapien auf uns zu setzen. Seither ist Simulands zu einem vertrauenswürdigen Schulungspartner für mehrere globale Medtech-Firmen und wissenschaftliche Gesellschaften an wichtigen Kongressen zu kardiovaskulären Themen weltweit geworden.
Das Überraschendste bisher?
Wie schnell sich die Simulation von einem «Nice to have» zu einer strategischen Priorität entwickelt hat. Angetrieben von Patientensicherheit, Effizienz und einem Generationswechsel in der medizinischen Ausbildung, erwies sich die Nachfrage als grösser und dringlicher als erwartet.
Der nächste Schritt?
Die internationale Expansion, die Vertiefung langfristiger Partnerschaften und die stärkere Verankerung der Simulation auf Ausbildungs- und Zertifizierungswegen.
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