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Charles O’Reilly: «Es gibt viele Leader, die Narzissten sind»

Der Stanford-Professor und Management-Experte erklärt, warum es so viele schlechte Chefs gibt – und was Firmen von Amazon lernen können.

Tim Höfinghoff
Tim Höfinghoff,

David Torcasso

Charles O'Reilly Management Stanford
Charles O'Reilly: Viele seiner Kursteilnehmer stammen aus der Schweiz. Marc Wetli / 13 Photo

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Was läuft bezüglich Leadership schief in Unternehmen?
Charles O’Reilly: Es gibt viele Leader, die Narzissten sind. Ein gutes Beispiel dafür war Steve Jobs. Solche Leader haben ein hohes Anspruchsdenken, sind charmant, aber wenig empathisch. Zudem können sie andere Leute gut manipulieren. Beispiele sind Adam Neumann bei Wework oder Elizabeth Holmes von Theranos. Manche dieser Leader, die wir als grossartig ansehen, sind tatsächlich keine besonders netten Menschen mit guter Moral.
Ist das ein neues Phänomen?
Nein, bleiben wir beim Beispiel von Steve Jobs: Er hat sich schlecht verhalten. Wir sehen diese Leader als charismatisch, weil sie eine kühne Vision verfolgen. Aber sie erschaffen oft Firmen, in denen ethische Standards fehlen, wie Travis Kalanick von Uber.
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