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Musikmarkt  
Wie Schweizer Künstler heute gutes Geld verdienen

Noch nie waren Schweizer Künstler erfolgreicher. Noch nie war es für sie schwieriger, Geld zu verdienen. Jetzt erfindet sich die Branche neu.

Von Philipp Albrecht und Marc Kowalsky
2017-01-24

Der Smalltalk-Pegel vor der Bühne überschreitet das angemessene Niveau. Anna Känzig und ihre dreiköpfige Band kämpfen mit einem professionellen Lächeln und optimistischen Refrains dagegen an: «Are you ready to be free?», singt die anmutige Zürcherin. Sie hat den undankbaren Job, die Christmas Music Night im Hotel Schweizerhof in Luzern zu eröffnen. Die Stimmung ist noch kühl, obwohl der Abend mit Schweizer Livemusik seit Monaten ausverkauft ist. Die meisten Zuschauer sind wegen Hecht und 77 Bombay Street hier. Känzig darf nicht länger als 25 Minuten spielen, um für die Hauptacts aufzuwärmen. Die Gage reicht gerade, um die Spesen zu decken.

Dabei startet ihre Karriere gerade durch. Nach 15 Jahren in der Singer/Songwriter-­Nische schreibt sie nun radiotauglichere Songs. Sie unterschrieb beim Majorlabel Sony, engagierte eine neue Managerin, spielte ihr Album bei HitMill ein, der erfolgreichsten Schweizer Musikproduktionsfirma. Danach komponierte sie den Song zur SRF-Spendenaktion «Jeder Rappen zählt», erhielt zwei Nominationen für die Swiss Music Awards (SMA) und erreichte mit dem Hit «Drive All Night» 500'000 Klicks auf Spotify.

Der Haken: Sie verdient zu wenig, um von der Musik zu leben. Ohne ihr 50-Prozent-Pensum als Musik­lehrerin käme sie nicht weit. Es ist ihre grösste Einnahmequelle. Danach folgen: Firmenauftritte, Konzerte, Tantiemen, und CD-Verkäufe.

«Schaufenster fürs heimische Schaffen»

Am 10. Februar wird sich zeigen, ob Känzig einen SMA gewinnt. Dann verleiht die Branche den wichtigsten Schweizer Musikpreis zum zehnten Mal. Der Event begann als VIP-Anlass im Zürcher «Kaufleuten» und wurde lange belächelt. Inzwischen hat sich die Preisverleihung zum «Schaufenster fürs heimische Schaffen» etabliert, wie Organisator Oliver Rosa sagt.

Vor vier Jahren sind die SMA ins Zürcher Hallenstadion gezogen, wo nun 5000 Zuschauer beiwohnen. Für Künstler, die den kommerziellen Erfolg suchen, ist Präsenz Pflicht. SRF überträgt live, internationale Showacts treten auf, während DJ Bobo einen Sonderpreis für sein Schaffen erhält.

Nie so professionell, innovativ und vielseitig wie heute

Die Schweizer Musikwelt war nie so professionell, innovativ und vielseitig wie heute. Für internationale Talentsucher wird die Schweiz zunehmend zum Geheimtipp. ­Sophie Hunger spielt in Frankreich vor ausverkauften Rängen, Seven begeistert nach seinem Auftritt in der Vox-Show «Sing meinen Song» gerade das deutsche Publikum. In Russland, den USA und in ganz Europa tanzt die Jugend zu den Tracks von DJ Antoine. Und Schlagersängerin Beatrice Egli war letztes Jahr mit dem Album «Kick im Augenblick» 25 Wochen lang in den deutschen Charts.

Doch nur eine kleine Minderheit der Musikschaffenden profitiert auch wirtschaftlich. Rosa schätzt, dass in der Branche knapp ein Dutzend Künstler gut von der Musik leben können. Mit dem Rückgang der CD-Verkäufe verkam den meisten die wichtigste Einnahmequelle zu einem Rinnsal. Im Rekordjahr 2000 wurden in der Schweiz 19,6 Millionen CDs verkauft. 2015 waren es noch 3,6 Millionen.

0,0018 Franken pro gestreamten Song

An jeder verkauften CD verdienen die Musiker, sofern sie die Stücke selber komponiert haben, rund zehn Prozent des Verkaufspreises, also zwischen 2.50 und 3 Franken. Bei den Downloads ist der Verdienst leicht tiefer. Doch deren Anteil schrumpft bereits wieder. Wer heute ­Musik hören will, der streamt. Pro Klick auf Spotify erhält der komponierende Künstler etwa 20 Prozent des Kuchens. Nur: Ein Stream im Premium-Abo ist 108-mal weniger wert als ein Download. Darunter leiden nicht nur die Schweizer.

«Ich kriege 0,0004 Pfund pro Stream», twitterte der britische Singer-Songwriter James Blunt im Herbst 2015 sarkastisch, «Bier geht auf mich! Cheers @ Spotify.»

Die Berner Band Jeans for Jesus, eine der grossen Schweizer Entdeckungen von 2014, erhielt für 295'000 Streams 750 Franken. Wären es Downloads gewesen, hätten sie sich mit den Einnahmen einen Kleinwagen kaufen ­können. Die Musikverwertungsgesellschaft Suisa geht für Schweizer Komponisten von einem ungefähren Durchschnittsumsatz von 0,0018 Franken pro gestreamten Song aus. Je nach Deal zwischen Label und Komponist schaut mehr oder weniger heraus.

Mundartkünstler verkaufen noch CDs

Es ist die ältere und die ländlich geprägte Zuhörerschaft, die noch Alben in CD-Form kauft. Davon profitieren Mundartkünstler und Schlagersänger. Zum Beispiel Trauffer. Der Schlagerrocker aus ­Brienz BE ist der derzeit erfolgreichste Schweizer Mundartmusiker. Nur Adele verkaufte 2016 in der Schweiz mehr Alben. Sein letztes Werk «Heiterefahne» erhielt Doppelplatin.

Seine CDs sehen aus wie vor 15 Jahren: dicker Kartoneinband, farbiges 40-seitiges Booklet: «Das Produkt muss schön sein», sagt er. Im Gegensatz zu seinen Berner Kollegen Gölä, Polo Hofer oder Züri West boykottiert er Spotify nicht. Nur erreicht er dort keine nennenswerten Klickraten. «Die CD wird auf absehbare Zeit ein wichtiges Medium bleiben», glaubt Lorenz Haas, Geschäftsführer des Branchenverbands der Musiklabels, IFPI Schweiz.

Nach dem Studio geht die Arbeit erst richtig los

Fakt ist: Der Verband passt die Edel­metall-Auszeichnungen für Albenverkäufe immer wieder nach unten an. Brauchte es im Jahr 2001 für den Platinstatus noch 40'000 Verkäufe, reichen heute dafür schon 20'000. Zu den besten Zeiten konnten die Bands nach der beschwerlichen wochenlangen Albumaufnahme zurücklehnen und die Kasse klingeln lassen. Heute geht nach dem Studio die Arbeit erst richtig los. Früher waren Konzerte eine Art Zugabe, heute spielen die Musiker das ganze Jahr durch. Wer dann auf der eigenen Tour nicht in vollen Clubs und Sälen spielt, zahlt oftmals drauf.

Mittelgrosse Acts zahlen ihren Livemusikern um die 400 Franken pro Auftritt. Der Tontechniker kostet mindestens 200 Franken, die Booking-Agentur zieht 15 Prozent ab, und neuerdings will auch das Label etwas vom Livekuchen. Dabei betragen die Gagen oft nur 500 bis zu wenigen tausend Franken.

Popularitätshoch dank HitMill

Letztes Jahr zählte die Suisa rekordhohe 35'381 Mitglieder. Das heimische ­Musikschaffen ist auf einem Popularitätshoch. Ohne HitMill wäre das nicht möglich gewesen. Die drei Partner Roman Camenzind, Fred Herrmann und Georg Schlunegger stehen als Produzenten und Songwriter hinter 61 Gold- und 36 Platinalben.

Eine Auswahl hängt an der Wand im Vorraum ihres Studios im Zürcher Kreis 5. Bligg, Baschi, Adrian Stern, Pegasus: Alle sind sie da. Kaum ein Schweizer Musiker, der nicht schon im HitMill-Studio war. Den CD-Rückgang spüren auch sie: «Weil Spotify den Schweizer Markt komplett ignoriert, hilft es uns nicht, neue Künstler zu etablieren», sagt Camenzind. Das Gleiche gelte für YouTube, die erste Adresse für Musikkonsum bei Teenagern und Jugendlichen.

Keine Spotify-Leute für die Schweiz

Anständige Einnahmen generieren hier nur die grossen internationalen Stars. Sie werden auf den beliebten Playlists am stärksten gepusht. In den grossen Märkten werden auch einheimische Playlists zusammengestellt. So in Deutschland, wo vier Spotify-Leute Listen wie «Deutschrap Royal» oder «Deutschpop Klassiker» mischen. Für die Schweiz gibt es das nicht.

Die schwedische Firma macht zwei Milliarden Euro Umsatz, schreibt aber Jahr für Jahr rote Zahlen. Die Konkurrenz, etwa Google Play und Amazon, muss sich beim Marktanteil mit Brosamen abgeben. Die Nummer zwei ist Apple Music. Dort beschäftigt sich immerhin eine Person mit Schweizer Playlists. Deren Anzahl ist aber überschaubar.

IFPI Schweiz hat Spotify in letzter Zeit mehrmals öffentlich wegen der Diskriminierung des Schweizer Repertoires kritisiert. Das hat offenbar gefruchtet. Man stehe heute in einem konstruktiven Dialog, sagt Haas: «Kürzlich wurden uns deutliche Verbesserungen in Aussicht gestellt, und wir rechnen damit, dass sich noch dieses Jahr etwas tun wird.» Die Schweiz ist ein vielversprechender Markt: Weltweit wird nur in 17 anderen Ländern gesamthaft mehr Geld für Musik ausgegeben als hier.

Heimweh zum Aktionspreis

HitMill hat längst diversifiziert, spielt Jingles für SRF ein, produziert Songs für Werbespots. Und Kinderlieder: Die Schwiizergoofe, eine Gesangsgruppe mit bis zu 80 Deutschschweizer Kindern, feiern gerade Charterfolge. Drei CDs schafften es letztes Jahr unter die zehn meistverkauften Schweizer Alben. Die Idee hatte Camenzinds Frau Nikol. Die Songs schreibt HitMill-Partner Schlunegger. Ein Teil der Einnahmen geht an Trinkwasserprojekte von Unicef.

Neu nimmt HitMill auch Künstler unter Vertrag. Camenzind: «Ein Album aufzunehmen, zu gestalten und zu promoten, kostet um die 100'000 Franken. Weil die Labels dieses Risiko immer seltener ein­gehen, übernehmen wir nun das Gesamtpaket.»

Ein ungewöhnliches, aber erfolgreiches Konzept verfolgt Schlunegger mit seinem Gesangsprojekt «Heimweh». Im Sommer veröffentlichte er zusammen mit zehn Schweizer Sängern aus dem volkstümlichen Genre eine CD mit modernen Volksliedern. Den Vertrieb nahm HitMill in die eigene Hand. Eine Medienpartnerschaft mit dem «Blick» diente als Startrampe. Die Zeitung pries das Album als «Neuentdeckung des Jahres». Die Leser konnten die CD auf der Heimweh-Website von HitMill für 14.90 statt 19.90 Franken bestellen. Die Kundendaten nutzt man für die Bewerbung von Konzerten und weiteren CDs.

Nach einem SRF-Auftritt beim «Donnschtig-Jass» ging der Verkauf durch die Decke. In drei Wochen setzte HitMill 10'000 Alben ab. Zwar wurden diese nicht für die Charts registriert, weil kein öffentlicher Verkaufskanal beteiligt war. Aber das sei halb so schlimm, erklärt Schlunegger: «Ein TV-Auftritt ist bei diesem Projekt viel wichtiger als die Hitparade.»

Fridolin im Glück

Eine schöne Nebeneinkunft sind die ­Tantiemen. Radios, Konzertveranstalter, Clubbetreiber, Download-Plattformen und Streaming-Portale müssen sie den Verwertungsgesellschaften, allen voran der Suisa, abgeben. Die behält zwölf Prozent und zahlt den Rest den Komponisten aus. Hier profitiert nur, wer grosse, radiotaugliche Hits schreibt. Im «Bilanz»-Interview sagte Yello-Gründer Dieter Meier im Dezember, dass er letztes Jahr «höchstens 30'000 Euro» erhielt. Früher seien es deutlich mehr gewesen. Die Suisa ist verschwiegen, wenn es um Beträge und Namen geht, doch in der Branche heisst es, dass der Sänger Charles Aznavour («La Bohème») Schweizer Tantiemen-König ist. Der 92-jährige Franzose, der seit einiger Zeit in Genf lebt, bezieht jedes Jahr über 500'000 Franken an Urheberrechtsentschädigungen.

«Captain Of Her Heart», der Welthit von der Zürcher Band Double, gilt aus Tantiemen-Sicht als einträglichster Schweizer Song aller Zeiten. Er schaffte es 1985 in die US-Top-20 und wird noch heute weltweit am Radio gespielt. Co-Verfasser Kurt Maloo, der heute in Hamburg lebt, erhält jedes Quartal einen fünfstelligen Betrag: «Damit kann ich immer noch meine Miete zahlen», sagt der 63-Jährige. Der halb so alte Glarner Produzent Freedo hat die letzten zwei Jahre mit Hits für die schwedische Sängerin Zara Larsson («Lush Life») und den deutschen Rapper Cro («Traum») viel Geld verdient. Die Suisa zahlte ihm für «Traum» gut 200'000 Franken aus. «Dahinter steckt viel Geduld, harte Arbeit und vor allem Glück», sagt Freedo, der eigentlich Fridolin Walcher heisst.

DJ Antoine verdient am meisten

Über die letzten Jahre betrachtet, hat kein Schweizer Künstler mehr Geld verdient als DJ Antoine. In Vierrad-Währung umgerechnet, liege pro Suisa-Abrechnung «zwischen einem Kleinauto und einem Sportwagen» drin. «Die Tantiemen sind unkontrollierbar», sagt Antoine. Besonders die Monetarisierung über YouTube sei schwierig: «Wenn du Glück hast, erhältst du auf eine Million Views 1000 Franken.» Aber auch das nur, wenn YouTube ein Werbevideo vor den Clip stelle.

Um seine teuren Videos zu finanzieren, die bis 40'000 Franken kosten, setzt er auf Product Placement. Im Clip zu «Ma Chérie» spielt die blaue Flasche einer bekannten Wodkamarke die Hauptrolle. Das Video zum Song «Dirty Money» wurde 2011 von russischen Investoren bezahlt. Es kostete 600'000 Franken.

Pro Jahr bestreitet DJ Antoine mindestens 130 Gigs, zu Spitzenzeiten drei pro Tag. Das ging die letzten zwei Sommer nicht ohne gemieteten Privatjet. «Die Auftritte sind meine wichtigste Einnahmequelle», sagt der Basler. Gegenüber Bands hat er den gewichtigen Vorteil, dass er lediglich ein paar USB-Sticks, einen Laptop und einen oder zwei Helfer braucht. Die Gage bleibt grösstenteils in der eigenen Tasche. Doch zuletzt schrumpfte die Bezahlung auch bei Antoine um 20 bis 30 Prozent. Russland-Embargo und Tiefzinsumfeld haben seine Kundschaft das Sparen gelehrt: «Sie dreht den Batzen siebzehnmal um, bevor sie bucht.»

Lukrative «Corporate Gigs»

Besonders lukrativ und die wachstumsstärkste Einnahmequelle sind Auftritte an Firmenanlässen, in der Branche «Corporate Gigs» genannt. Die Gagen sind bis zu doppelt so hoch wie für Konzerte. Bei DJ Antoine ist jeder vierte Auftritt ein Corporate Gig, er zählt auch Privatanlässe von Neureichen dazu. Seine Gage liegt zwischen 25'000 und 50'000 Franken. Fast alle bespielen heute Weihnachtsessen und Firmenevents, auch wenn sie nicht gerne darüber sprechen. Schon gar nicht über die Gagen.

Anders Hugo Mauchle, Manager von Marc Sway: «Marc erhält für einen Firmenauftritt rund 25'000 Franken», sagt er offen. «Das Geld teilt er aber mit der sechsköpfigen Band, der Technik, dem Mischer und dem Booking.» Daneben zählen Anna Rossinelli, Seven und Bastian Baker zu den beliebtesten Corporate-Acts. Laut Konzertagentur Gadget reicht das Spektrum von 5000 bis 70'000 Franken – je nach Bekanntheit, Formation und Anlass. «Weil zuletzt immer intensiver über den Preis verhandelt wurde, haben wir jetzt Grundpreise eingeführt», sagt Managing Director Eric Kramer. Öffentlich machen will er sie aber nicht, «weil Corporate Gigs schliesslich auch nicht öffentlich sind».

Trauffers Raclette-öfeli

Die Corporate-Bands sind es auch, die am meisten Werbeaffinität an den Tag legen. Marc Sway wirbt für Volvo, Twint und den Autovermieter Hertz; Stefanie Heinzmann tritt für McOptik und Weltbild auf; Bastian Baker gibt sich für Hugo Boss, Omega und die Post her; Anna Känzig arbeitet mit dem Kleiderlabel Scotch & Soda zusammen und hat einen Ford geschenkt bekommen, auf dem ihr Name steht. Gerade die Kooperationen zwischen Künstlern und Auto­marken hätten sich etabliert, sagt Sway-Manager Mauchle: «Das sieht man gut am Auto-Salon in Genf, wo die Dichte an Schweizer Musikern besonders hoch ist.»

Wer sich für die Werbung zu schade ist, erhöht die Kapazitäten am Merchandising-Stand im Konzertsaal. Ein bewährter Verkaufskanal, der in den letzten zehn Jahren zum Ganzjahres-Shop im Internet mutierte. Die weltweit erfolgreiche Zürcher Kelten-Metal-Band Eluveitie – sie spielt in Japan, Australien, Skandinavien und den USA – bietet neben den obligaten schwarzen T-Shirts auch Handschuhe, Zippo-Feuerzeuge und Holz-Handyhüllen mit dem Band-Signet an. Trauffer hat sogar Raclette-Öfeli, Schnupftabak, Weihnachtskugeln und einen eigenen Schnaps im ­Angebot. Im Gegensatz zu vielen anderen Musikern hat der Familienunternehmer die Kontrolle über sein Merchandising nicht aus der Hand gegeben und beschäftigt eigens für die Bewirtschaftung des Onlineshops eine Mitarbeiterin.

Bloss nicht alles auf eine Karte setzen

Am Ende bleibt eine typisch schweizerische Erkenntnis: Bloss nicht alles auf eine Karte setzen. Selbst Grossverdiener DJ ­Antoine diversifiziert: Über seine Konrad Lifestyle Holding investiert er in Immobilien und baut daneben einen gehobenen Dienstleister auf für Inneneinrichtung, Kunst, Raumdüfte, Parfums. Er wolle die Leute ansprechen, die seinen Lifestyle ­mögen: «Das ist die zweite Phase von DJ An­toine. Irgendwann werde ich keine Lust mehr haben, auf der Bühne zu stehen.»

Für die meisten anderen ist ein zweites Standbein in der Berufswelt Pflicht. «Das verschafft mir ein sicheres Einkommen und ist erst noch ein willkommener Kontrast», sagt Teilzeit-Pädagogin Anna Känzig. «Als Musikerin auf der Bühne fühlt sich das Leben manchmal an wie in einer Blase.»

Was Sie sonst noch in der aktuellen «Bilanz»-Ausgabe finden, sehen Sie im Video:

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