Fast wäre sie Nonne geworden, heute rettet sie Unternehmen
Monika Walser liebt Krisen: Als Spezialistin für Sanierungsfälle verhilft sie angeschlagenen Firmen zum Turnaround. Mit Mut und klaren Worten führt sie aktuell Orior aus der Krise.
Wenn es im Unternehmen läuft wie geschmiert, ist Monika Walser an dessen Spitze fehl am Platz. «Dann muss man mich entlassen. Punkt», sagt sie. Ihren Ruf hat sie sich nicht als Verwalterin erarbeitet, sondern als Frau für anspruchsvolle Fälle. Firmen aufbauen, umbauen, neu ausrichten. Das reizt sie. «Bewahren und einfach weiterführen. Das bin nicht ich.»
In ihrem derzeitigen Hauptjob bei Orior dürfte es ihr nicht so schnell langweilig werden. Sie ist Präsidentin und noch bis September an der operativen Spitze des angeschlagenen Lebensmittelherstellers, dessen Name eher Connaisseurs der Industrie geläufig ist. Bekannt sind dagegen Marken im Portfolio wie Rapelli-Salami und Biotta-Gemüsesäfte.