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Millionär Jean Claude Gandur

«Meine Sammlung soll dauerhaft sein»

Jean Claude Gandur, Gründer einer der grössten privaten Schweizer Kunstsammlungen, im Porträt.

Dirk Boll

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Unternehmer und Sammler Jean Claude Gandur in der ägyptischen Sammlung seiner Stiftung. Claudio Bader/13PHOTO
Die Bausteine waren schuld und ein nicht gehaltenes Versprechen. Kurz nach seiner Geburt 1949 im südfranzösischen Grasse zügelte Jean Claude Gandurs Familie nach Alexandria. Ein Jahrzehnt später sah sie sich durch die politischen Entwicklungen Ägyptens unter Präsident Gamal Abdel Nasser und den zunehmenden Nationalismus der Gesellschaft zur Rückkehr nach Europa veranlasst. Die Übersiedlung von Ägypten in die Schweiz kosteten den zwölfjährigen Jean Claude Gandur so gut wie alle seine Besitztümer. Die Eltern stellten in Aussicht, dass das Kind am Ziel der Reise seine geliebten Minibrix-Bausteine wieder antreffen würde, doch diese Hoffnung wurde enttäuscht. Gandur nahm sich vor, im Laufe seines Lebens eine Sammlung aufzubauen, welche die Fülle und den Reichtum der verlorenen Schätze reflektieren würde.
Die erste Bekanntschaft mit dem Sammeltrieb machte Jean Claude Gandur durch ein Buchstabenrätsel in den Dichtungen von Coca-Cola-Flaschen. «Viele Verwandte schenkten mir diese Flaschen», denn wie immer war es schwierig, alle notwendigen Buchstaben zusammenzutragen. Bald wurden diese Flaschensiegel ersetzt durch kleine ägyptische Ausgrabungen, sozusagen historische, echte Siegel, «allerdings grossteilig zerbrochen».
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