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Kann André Wyss auch Staatsunternehmen?

Chemie-Lehrling, Novartis-Konzern­leitungsmitglied, Implenia-Chef und nun Präsident der SBB. André Wyss bringt frischen Wind in die Bundesbahnen.

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Mit André Wyss übernimmt ein Branchenfremder die Führung der Schweizerischen Bundesbahnen.
Mit André Wyss übernimmt ein Branchenfremder die Führung der Schweizerischen Bundesbahnen.Keystone

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Am 26. August tritt André Wyss (59) vor die Medien. Er macht das nicht zum ersten Mal. Aber zum ersten Mal als Präsident der SBB. Im April folgte er Monika Ribar an der Spitze der Bundesbahnen. Ende August präsentiert Wyss das Halbjahresergebnis der Staatsbahnen. Ein Rückblick. Noch mehr interessiert indes die Auslegeordnung nach seinen ersten 100 Tagen im Amt. Wo sieht er die Top-Prioritäten, und wo zieht er die Schrauben an? Unterhalt der Bahninfrastruktur, neues Rollmaterial, Eliminierung von Engpässen, Sorgenkind Güterverkehr, Schuldenabbau. Die Themen sind mannigfaltig. Wyss fehlt zwar der Stallgeruch. Den grössten Teil seiner Karriere absolvierte er bei Novartis, wo er bis in die Konzernleitung aufstieg. Zuletzt führte er während sechseinhalb Jahren den Baukonzern Implenia, der etwa am Bau der zweiten Gotthardröhre beteiligt ist. Vom erfahrenen Manager dürfen trotzdem positive Impulse erwartet werden; auch dank seiner Erfahrung mit Grossprojekten. Dass er im Spätherbst seiner Karriere bei einem Bundesbetrieb landet, ist bezeichnend und beste Werbung für das durchlässige Schweizer Bildungssystem. Am Anfang seines Arbeitslebens stand nicht etwa ein Abschluss einer Kaderschmiede, sondern eine Lehre als Chemikant bei der damaligen Sandoz.

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