Guten Tag,
Lucas Vandroux
Künstliche Intelligenz meets Computer Vision, das klingt nach einer heissen Kombination. Dachte sich auch Lucas Vandroux. Der Franzose entwickelte eine Lösung für Inspektionsprobleme im ABB-Werk in Shanghai, das er im Rahmen seiner Forschung zur visuellen Wahrnehmung für autonome Autos untersucht hatte. Mit Erfolg – so entstand VU Engineering. Die Firma verkauft eine Softwareplattform, mit der Hersteller ihre visuellen Qualitätsprozesse digitalisieren. Mit Hilfe von KI lernt sie, welche Produkte fehlerhaft sind – etwa weil es Spanreste hat oder die Abstände nicht stimmen – und welche perfekt. Die Vision des 31-Jährigen: «Hersteller sollen ihre komplexesten und individuellsten Prüfprozesse auch ohne KI-Kenntnisse automatisieren können.»
Dabei wäre Vandroux, der auch unter den «30 under 30» von «Forbes» gelistet ist, beinahe gescheitert: Wegen der Pandemie verlor die Firma alle ihre Fertigungskunden in China und in der Luftfahrt. Überlebt hat VU Engineering nur, weil sich das Team in dieser Zeit umorientierte und auf F&E-Dienstleistungen für grosse Technologieunternehmen konzentrierte. Jetzt ist man wieder zurück beim alten Geschäftsmodell. VU Engineering hat erst vier Mitarbeiter, aber war dafür seit dem ersten Tag profitabel. Chapeau!
Werbung