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CEO von Kühne+Nagel im Interview

«Billige Kompromisse rächen sich»

Kühne+Nagel-Chef Stefan Paul ist in einer Woche um die Welt gereist und lernt Chinesisch dank künstlicher Intelligenz.

Marc Kowalsky

Stefan Paul ist seit 2013 bei Kühne+Nagel, seit 2022 als CEO. Zuvor war er bei DHL.
Stefan Paul ist seit 2013 bei Kühne+Nagel, seit 2022 als CEO. Zuvor war er bei DHL.RMS

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Die grösste Überraschung in Ihrem jetzigen Job?

Die strategische Bedeutung von Logistik für die Weltwirtschaft, die grösser ist als erwartet, gerade jetzt.

Die schönste Ski-Abfahrt?

Die Parsenn-Abfahrt in Davos – am besten frühmorgens, wenn die Pisten leer sind.
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Keystone
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Keystone

Die schönste Mountainbike-Abfahrt?

Da gibt es unendlich viele Möglichkeiten in den Schwyzer Voralpen, gleich hinter der Zentrale von Kühne + Nagel in Schindellegi.

Als Kind wollten Sie sein wie …?

Ein Weltentdecker. Deshalb bin ich in die Logistik gegangen.

Ihre härteste Lebensschule?

2005, also vor meiner Zeit bei Kühne+Nagel, als ich die damals grösste Übernahme in der Logistikbranche in kürzester Zeit umzusetzen hatte.

Das Verrückteste, das Sie je getan haben?

Eine Reise um die Welt in einer Woche, um unsere neue Unternehmensstrategie zu kommunizieren.

Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?

Schnell sein. Und hungrig bleiben.

Ein Trend, der unterschätzt wird?

Ganz aktuell? KI-Agenten im Unternehmensalltag.

Was lernen Sie von Ihren Kindern?

Noch besser Ski zu fahren – und dies, obwohl ich selbst Skilehrer war.

Ein Ort der Inspiration?

Auf dem Fronalpstock hoch über dem Stoos – mit Weitblick über den Vierwaldstättersee.

Welchen Titel soll ein Porträt über Sie tragen?

Demut.

Wofür geben Sie ohne schlechtes Gewissen Geld aus?

Für eine gute Skiausrüstung. Billige Kompromisse rächen sich meistens bergab.

Welche Frage können Sie nicht mehr hören?

Ob die Globalisierung vorbei sei.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gerne post mortem zu Abend essen?

Mit dem Weltentdecker Thomas Cook.
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Ihre grösste Extravaganz?

Ein Büro mit einem atemberaubenden Blick über den Zürichsee.

Welches Talent besässen Sie gerne?

Fliessend Chinesisch zu sprechen. Ich werde immer besser, dank künstlicher Intelligenz.

Ihr erster Wagen?

Ein Autobianchi A112, 38 PS, Baujahr 1980.
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Ihr Motto?

Immer besser werden wollen – das können wir in Europa von den Asiaten lernen.

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