Dieser Mann steckt hinter der Millionenklage gegen die Graubündner Kantonalbank
Das Finanzhaus und ihre Tochterfirma haben eine Klage im mittleren dreistelligen Millionenbereich am Hals. Jetzt ist klar: Eingereicht hat sie ein umtriebiger Investor, der schon oft für Ärger sorgte.
Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat einen juristischen Streit am Hals: Am Montag informierte die Bank, dass gegen sie, ihre Tochter BZ Bank Aktiengesellschaft und gegen Organe der BZ Bank eine Klage eingegangen ist. Der Kläger wirft ihnen Pflichtverletzungen vor – und fordert einen «mittleren dreistelligen Millionenbetrag», heisst es in einer GKB-Mitteilung.
Jetzt ist bekannt: Hinter der Klage steckt Remo Stoffel (49), wie die Nachrichtenagentur AWP berichtet. Eine Sprecherin seiner Firma Priora Suisse bestätigte die «Einreichung eines Schlichtungsgesuchs im Zusammenhang mit einer Schadenersatzklage».
Der Mann hinter dem Valser Turm
Der umtriebige Investor Stoffel katapultierte sich 2005 mit dem Kauf der Immobilienfirma Avireal – die aus dem Nachlass der pleitegegangenen Swissair hervorging – in den erlauchten Kreis der Schweizer Wirtschaftselite. Der Deal brachte ihm aber auch jede Menge Ärger ein – mit seinen Geschäftspartnern und den Strafbehörden. Die Zürcher Strafanwaltschaft verurteilte ihn wegen Urkundenfälschung zu einer bedingten Freiheitsstrafe.
Für viel Wirbel sorgte Stoffel auch mit dem Kauf der Therme in seiner Heimatgemeinde Vals GR. Dort wollte der Multimillionär einen 381 Meter hohen Turm bauen. Das Projekt scheiterte grandios. Der Tiefpunkt für den Investor: Im August 2019 sass er für vier Tage in Untersuchungshaft. Aktuell soll er mit seiner Gattin Manuela Pesko (47), einer erfolgreichen Schweizer Ex-Snowboarderin, und seinen vier Kindern in der Wüstenmetropole Dubai leben.
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Die Graubündner Kantonalbank und die BZ Bank betonen, dass sie die Vorwürfe als unbegründet betrachten und die Forderungen bestreiten. Man werde sich im Verfahren entsprechend verteidigen.