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Eric Gujer

Eric Gujer

Chefredaktor «NZZ»

Eric Gujer ist im März 2015 als Chefredaktor der «NZZ» mit dem Versprechen angetreten, «die Blattlinie zu schärfen». Das hat er erfüllt. Das Profil der «NZZ» ist heute wieder das von einst: politisch rechts der Mitte, wirtschaftsliberal, staatsskeptisch. Publizistischen und kommerziellen Erfolg sucht Gujer insbesondere in Deutschland. Dieses Land kennt er als jahrelanger Korrespondent in Berlin – den Markt auch. Das entsprechende Angebot «NZZ Perspektive» kuratiert er selbst. Dazu gehören eine verschlankte Version der Zeitung, ein täglicher Newsletter und wöchentlich «Der andere Blick». Bereits jeder dritte Klick auf NZZ Online kommt aus Deutschland. Gujers Strategie könnte greifen: 2016 hatte die «NZZ» erstmals mehr zahlende Leser als im Vorjahr.
Solche Erfolge schwächen seine Kritiker. Gujer, der im Frühling ein Porträt über sich im Konkurrenzblatt «Tages-Anzeiger» mit dem Titel «Der Durchsetzer» verhindert hatte, hat einige namhafte und langjährige Redaktoren verloren. Auch die neuste Sparmassnahme in der Gruppe sorgt für Unverständnis: So wird das Korrektorat der NZZ-Regionalmedien geschlossen, und die Artikel der beiden Töchter in Luzern und St. Gallen sollen künftig in Banja Luka, Bosnien-Herzegowina, korrigiert werden. Dabei lebt die «NZZ» in hohem Masse von den Regionalblättern: Sie steuerten 2016 mehr als die Hälfte zum Umsatz von 442,6 Millionen Franken bei und 61 Prozent zum Gewinn von 27,4 Millionen Franken.

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