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Der Chefökonom des Bundes tritt Ende März ab. Wie er über Trump-Zölle, den EU-Deal und Zuwanderungskontingente denkt. Das grosse Interview.
Eric Scheidegger, Chefökonom des Bundes und Stellvertretender Direktor des Seco, tritt Ende März nach 18 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand.
Samuel Schalch/HandelszeitungEric Scheidegger bereitet sich minutiös auf das Interview vor, druckt Studien und Berichte aus, um seine Haltung zu untermauern. Er bedauert, dass der Journalist nicht alle Fragen stellt, die er eingereicht hatte. Für seine Antworten hat er stets die offizielle Position des Bundesrates im Kopf, so etwa zum EU-Deal. Er versteht sich als treuer Staatsdiener, und wenn er nicht einverstanden ist, sagt er: «Das ist das Primat der Politik.» Er gibt öffentlich kaum je seine Gesinnung preis. Ausser man hakt bei ihm mehrmals nach. Ende März tritt er ab und will sich dann mit dem Einfluss der Medien befassen, deren Druck er in Krisen hart zu spüren bekam und gegen den er sich öfter stemmen musste.
Nein, er täuscht nicht. Wir sind tatsächlich an einer Wegscheide der Entwicklung.
Das ist schwer zu sagen. Die Vorzeichen stehen jedenfalls ganz anders als zur Zeit, als ich in den Arbeitsmarkt kam. Damals herrschte eine grosse Aufbruchstimmung unter uns Jungen. Das war zu Beginn der 1990er-Jahre. Es war die Zeit nach dem Fall der Berliner Mauer. Die deutsche Wiedervereinigung. Die Schaffung des europäischen Binnenmarkts.
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