Ein frei lebender Orang-Utan hockt am Ufer eines Gewässers und schäumt, ein Stück Seife in der Hand, seinen Arm ein. Die Kamera des Tierfilmers schwenkt zu einer Forschungsstation in Sichtweite des Primaten, auf der anderen Seeseite. Der Affe hat die Menschen, die dort baden und sich waschen, beobachtet und ein Stück Seife geklaut.
Ein Mensch als Vor-Bild für einen Orang-Utan? Ja, geht. Allerdings nur als Imitation. Intellektuell kann das Tier die imitierte Fertigkeit nicht verorten und sie nicht weiterentwickeln. Es entsteht kein kreativer Prozess. Es ist ein Lernen ins Leere.