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Starkoch auf Expansionskurs und Rolex-Erbe wird Hotelier

Gordon Ramsay eröffnet in London sein 100. Restaurant. Und Rolex-Erbe Daniel Borer hat das Luxushotel «Giardino Ascona» übernommen

Stefan Lüscher

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Kochender Wüterich

Wenn Gordon Ramsay in TV-Shows wie «Kitchen Nightmares» den Küchenchef zusammenstaucht oder wütend vergammelten Fisch in die Tonne schmeisst, fragt sich mancher Zuseher: Kann der überhaupt kochen? Und ob er kann. Seit 25 Jahren hält der Schotte in seinem Flaggschiff-Lokal in London drei Sterne. Mindestens so viel Talent wie am Kochtopf beweist der 59-Jährige als Unternehmer. Er führt Medienfirmen, schreibt Kochbücher und betreibt ein Restaurant-Imperium. Dieser Tage eröffnet der sechsfache Vater im 59. Stock des Wolkenkratzers 22 Bishopsgate sein 100. Restaurant, die «Bread Street Kitchen & Bar». Sein Erfolgsrezept? «Den Arsch hochkriegen und hart arbeiten.» Das machte ihn, so schätzt die britische Presse, zum 200-fachen Millionär.

Ort mit Seele

Wer im «Giardino Ascona» nächtigt, ist sofort fasziniert vom einzigartigen Ambiente des mediterranen Fünfsternehauses. So erging es auch Daniel Borer (60), der erstmals 2006 ein Weekend im Tessiner Kulthotel verbrachte. Danach trat der leidenschaftliche Allgemeinmediziner in den Verwaltungsrat ein und kaufte die Aktionäre aus. «Ich wollte wissen, wie so ein Hotel funktioniert», sagte er. An Kapital mangelt es nicht. Sein Vater Harry Borer (1927–2017) hinterliess seiner Familie aus dem Verkauf seines Anteils an der Uhrenmarke Rolex 1,75 Milliarden Franken. Der Einstieg des Juniors hat dem «Giardino» gutgetan, dieser Tage feiert das vom legendären Hotelier Hans C. Leu (1930–2017) gegründete Haus sein 40-Jahr-Jubiläum. Längst sind weitere Luxusherbergen zur Giardino Group dazugestossen.

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