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Cédric Waldburger
Quelle: Bilanz

Cédric Waldburger

Mitgründer Tenderloin Ventures, Zug

Bereits in jungen Jahren fiel Cédric Waldburger (30) spürbar aus dem Rahmen. Während seine Freunde ­draussen herumtollten, brachte sich Klein Cédric ­diverse Computer-Programmiersprachen selbst bei. Mit 14 gründete er seine erste Firma. Vier Jahre ­später hob er zusammen mit Fabian Villiger Mediasign aus der Taufe; die Rapperswiler Werbeagentur ist bis heute erfolgreich. ­Später studierte Waldburger an der ETH Zürich und in Hongkong Elektrotechnik. Doch da hatte ihn das Gründerfieber längst gepackt, und die Nähe zu Computer und Internet liess ihn nie mehr los. «Ich habe eine grosse Leidenschaft für Start-ups», meint er.

Nach dem Studium gründete Waldburger in Berlin, New York und Hongkong Start-ups im Bereich Technologie. Dabei wurde ihm klar, dass die Jungunternehmer nicht nur Kapital, sondern auch sein Netzwerk und Wissen benötigen. 2013 schuf er, wiederum zusammen mit Fabian Villiger, in Zug die Beteiligungsgesellschaft Tenderloin Ventures. Diese hält zehn Beteiligungen an Jungunternehmen. Dabei trat das Duo mehrmals als Gründungsinvestoren auf, beispielsweise beim Schweizer Start-up Amorana, einem Internetshop für erotische Spielzeuge, oder beim Online-Hofladen Farmy. «Aktuell finde ich die Entwicklung im Blockchain-Bereich extrem spannend», sagt Waldburger. Viel Zeit investiert der 30-­Jährige in die Non-Profit-Organisation Dfinity, ein Blockchain-basiertes Cloud-Computing-Projekt. «Da baue ich gerade das Schweizer Office auf.»

Waldburger ist pro Jahr etwa 300 Tage auf Achse, besucht weltweit die Start-ups aus seinem Portfolio, berät Jungunternehmer, spricht mit Kunden und Geschäftspartnern. Seinem rastlosen Leben als Venture Capitalist mit Beraterfunktion ordnet Waldburger ­konsequent sein Privatleben unter. Vor zwei Jahren kündigte er die Wohnung in Zürich und verschenkte den gesamten Hausrat. Seither lebt er aus dem Koffer, wohnt in erster Linie in Hotels, manchmal bei Freunden und immer wieder in Rapperswil, wo er aufgewachsen ist.

Im Gepäck führt Waldburger jeweils exakt 64 Gegenstände mit sich, darunter eine Drohne. Was treibt ihn an? «Die Lust, mich ständig zu verbessern und zu wachsen. Ich suche stets nach ­Möglichkeiten, meine Limits zu testen und zu erweitern. Und habe extrem Spass dabei.»

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