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Gastbeitrag

Hier liegt echtes Wachstumspotenzial

Der Sekundärmarkt für Privatkredite entwickelt sich von der Nische zu einem wichtigen Anlagesegment.

Private Dept verspricht Ertrag abseits klassischer Anleihen.
Private Dept verspricht Ertrag abseits klassischer Anleihen.Getty Images

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Da Private Debt, also Fremdkapital, das ausserhalb von Börsen an Unternehmen vergeben wird, für viele institutionelle Anleger zu einer unverzichtbaren Anlageform geworden ist, entwickelt sich hier ein zunehmend ausgereifter Sekundärmarkt (Secondaries). Und seine Attraktivität wächst: 2025 erreichte das Kapitalaufkommen auf dem Sekundärmarkt für Private Debt mit 16,7 Milliarden Dollar einen Rekordwert und übertraf damit die kumulierte Summe der drei vorangegangenen Jahre.

Die Autoren

Joaquin Ardit, Lead Portfolio Manager Private Credit Secondaries, und Sven Seppeur, Senior Investment Private Markets bei Allianz Global Investors

Absolut keine Nische mehr

Begünstigt wurde diese rasante Entwicklung durch die schwächere Aktivität bei Fusionen und Übernahmen in den vergangenen Jahren und die damit geringere Zahl an Exits. Heute wird der Sekundärmarkt zunehmend als Instrument des Portfoliomanagements genutzt. Er bietet Limited Partners (LPs) und General Partners (GPs) Liquiditätslösungen und ermöglicht Investoren gleichzeitig den Zugang zu diversifizierten, ausgereiften Portfolios sowie einen schnelleren Kapitaleinsatz.
Die jüngsten Marktdiskussionen konzentrierten sich auf die Liquiditätsdynamik halb liquider Vehikel, auf Engagements im Softwarebereich und auf die Normalisierung der Ausfallraten nach den aussergewöhnlich günstigen Jahren im Anschluss an die Covid-Pandemie. Diese Entwicklungen müssen jedoch im Kontext betrachtet werden. Vor allem die Unsicherheit bei Vermögensverwaltungsvehikeln (Business Development Companies, BDCs) hat zu Rückkaufdruck und technischen Verkäufen geführt, die häufig unabhängig von der zugrunde liegenden Kreditqualität erfolgten. Für Sekundärmarktkäufer, die Vermögenswerte eingehend analysieren können, entstanden dadurch Kaufgelegenheiten mit attraktiven Abschlägen. Sie spiegeln weniger eine Verschlechterung der Fundamentaldaten wider als vielmehr Produktgestaltung, Anlegerverhalten und Liquiditätsbedarf. Zugleich zeichnet sich der Kern des institutionellen Privatkreditgeschäfts – direkt von Sponsoren unterstützte Mittelstandskredite – weiterhin durch solide Vertragsbedingungen, vorrangig besicherte Positionen und eine oft enge Zusammenarbeit zwischen Sponsoren und Kreditnehmern sowie Kreditgebern aus.

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Diese Merkmale ermöglichen es Kreditgebern, sich frühzeitig mit Kreditnehmern und Sponsoren abzustimmen und in angespannten Zeiten gemeinsam Lösungen zu finden. Grosse institutionelle Kreditgeber können Finanzierungsvereinbarungen zudem häufig bilateral strukturieren und damit Risiken weiter reduzieren.
Vor diesem Hintergrund können Sekundärmarkttransaktionen vom aktuellen Umfeld profitieren. Der Zugang zu reiferen Portfolios zu Abschlägen ermöglicht es Investoren, auch den J-Kurven-Effekt zu reduzieren. Denn im Vergleich zu Primärinvestments können Secondaries zu schnelleren Cashflows, einer früheren Renditegenerierung und einer geringeren Performancebremse in der Anlaufphase führen.
Mit dem Wachstum der Private-Credit-Portfolios im vergangenen Jahrzehnt ist auch der Bedarf an Flexibilität gestiegen. LPs und GPs nutzen den Sekundärmarkt zunehmend, um ihre Portfolios zu steuern, Engagements neu auszurichten und den Liquiditätsbedarf zu optimieren. Für Investoren ergeben sich daraus mehrere Vorteile: Sie erhalten Zugang zu etablierten Portfolios, verfügen über eine höhere Transparenz hinsichtlich der zugrunde liegenden Vermögenswerte und können Kapital schneller einsetzen als bei Primärfonds.

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Eine globale Strategie als Basis

Die aktuellen Marktbedingungen bieten ausserdem die Chance, von erheblichen Abschlägen zu profitieren. Die niedrigeren Einstiegspreise können eine zusätzliche Sicherheitsmarge bieten – insbesondere für Investoren mit einem starken Netzwerk, einem disziplinierten Risikomanagement und einem Primärportfolio, das Zugang zu attraktiven Transaktionen eröffnet. Eine Strategie, die auf Private Debt Secondaries setzt, sollte immer global ausgerichtet sein. Denn dies kann dabei unterstützen, unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen und Marktzyklen gezielt zu nutzen. Die Erfahrung lehrt dabei: Zeiten erhöhter Unsicherheit führen tendenziell oft zu mehr Chancen und häufig zu besonders attraktiven Einstiegskonditionen. Für Anleger, die sich konsequent auf die zugrunde liegenden Kreditfundamentaldaten konzentrieren und einen disziplinierten, langfristigen Ansatz verfolgen, kann das aktuelle Marktumfeld daher einen attraktiven Rahmen für den Kapitaleinsatz bieten.
Da Private Debt, also Fremdkapital, das ausserhalb von Börsen an Unternehmen vergeben wird, für viele institutionelle Anleger zu einer unverzichtbaren Anlageform geworden ist, entwickelt sich hier ein zunehmend ausgereifter Sekundärmarkt (Secondaries). Und seine Attraktivität wächst: 2025 erreichte das Kapitalaufkommen auf dem Sekundärmarkt für Private Debt mit 16,7 Milliarden Dollar einen Rekordwert und übertraf damit die kumulierte Summe der drei vorangegangenen Jahre.

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Absolut keine Nische mehr

Begünstigt wurde diese rasante Entwicklung durch die schwächere Aktivität bei Fusionen und Übernahmen in den vergangenen Jahren und die damit geringere Zahl an Exits. Heute wird der Sekundärmarkt zunehmend als Instrument des Portfoliomanagements genutzt. Er bietet Limited Partners (LPs) und General Partners (GPs) Liquiditätslösungen und ermöglicht Investoren gleichzeitig den Zugang zu diversifizierten, ausgereiften Portfolios sowie einen schnelleren Kapitaleinsatz.
Die jüngsten Marktdiskussionen konzentrierten sich auf die Liquiditätsdynamik halb liquider Vehikel, auf Engagements im Softwarebereich und auf die Normalisierung der Ausfallraten nach den aussergewöhnlich günstigen Jahren im Anschluss an die Covid-Pandemie. Diese Entwicklungen müssen jedoch im Kontext betrachtet werden. Vor allem die Unsicherheit bei Vermögensver- waltungsvehikeln (Business Development Companies, BDCs) hat zu Rückkaufdruck und technischen Verkäufen geführt, die häufig unabhängig von der zugrunde liegenden Kreditqualität erfolgten. Für Sekundärmarktkäufer, die Vermögenswerte eingehend analysieren können, entstanden dadurch Kaufgelegenheiten mit attraktiven Abschlägen. Sie spiegeln weniger eine Verschlechterung der Fundamentaldaten wider als vielmehr Produktgestaltung, Anlegerverhalten und Liquiditätsbedarf. Zugleich zeichnet sich der Kern des institutionellen Privatkreditgeschäfts – direkt von Sponsoren unterstützte Mittelstandskredite – weiterhin durch solide Vertragsbedingungen, vorrangig besicherte Positionen und eine oft enge Zusammenarbeit zwischen Sponsoren und Kreditnehmern sowie Kreditgebern aus.

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Diese Merkmale ermöglichen es Kreditgebern, sich frühzeitig mit Kreditnehmern und Sponsoren abzustimmen und in angespannten Zeiten gemeinsam Lösungen zu finden. Grosse institutionelle Kreditgeber können Finanzierungsvereinbarungen zudem häufig bilateral strukturieren und damit Risiken weiter reduzieren. Vor diesem Hintergrund können Sekundärmarkttransaktionen vom aktuellen Umfeld profitieren. Der Zugang zu reiferen Portfolios zu Abschlägen ermöglicht es Investoren, auch den J-Kurven-Effekt zu reduzieren. Denn im Vergleich zu Primärinvestments können Secondaries zu schnelleren Cashflows, einer früheren Renditegenerierung und einer geringeren Performancebremse in der Anlaufphase führen. Mit dem Wachstum der Private-Credit-Portfolios im vergangenen Jahrzehnt ist auch der Bedarf an Flexibilität gestiegen. LPs und GPs nutzen den Sekundärmarkt zunehmend, um ihre Portfolios zu steuern, Engagements neu auszurichten und den Liquiditätsbedarf zu optimieren. Für Investoren ergeben sich daraus mehrere Vorteile: Sie erhalten Zugang zu etablierten Portfolios, verfügen über eine höhere Transparenz hinsichtlich der zugrunde liegenden Vermögenswerte und können Kapital schneller einsetzen als bei Primärfonds.

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Die aktuellen Marktbedingungen bieten ausserdem die Chance, von erheblichen Abschlägen zu profitieren. Die niedrigeren Einstiegspreise können eine zusätzliche Sicherheitsmarge bieten – insbesondere für Investoren mit einem starken Netzwerk, einem disziplinierten Risikomanagement und einem Primärportfolio, das Zugang zu attraktiven Transaktionen eröffnet. Eine Strategie, die auf Private Debt Secondaries setzt, sollte immer global ausgerichtet sein. Denn dies kann dabei unterstützen, unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen und Marktzyklen gezielt zu nutzen. Die Erfahrung lehrt dabei: Zeiten erhöhter Unsicherheit führen tendenziell oft zu mehr Chancen und häufig zu besonders attraktiven Einstiegskonditionen. Für Anleger, die sich konsequent auf die zugrunde liegenden Kreditfundamentaldaten konzentrieren und einen disziplinierten, langfristigen Ansatz verfolgen, kann das aktuelle Marktumfeld daher einen attraktiven Rahmen für den Kapitaleinsatz bieten.

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