Warum beschäftigt sich ein Ingenieurverband mit der Förderung von Frauen?
Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln Lösungen für Energie, Mobilität, Digitalisierung und Klima. Deshalb müssen technische Berufe für alle attraktiv sein. Chancengerechtigkeit ist eine gesellschaftliche Frage. Angesichts des Fachkräftemangels dürfen wir nicht auf einen grossen Teil des Talentpotenzials verzichten. Gemischte Teams bringen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zusammen. Sie hinterfragen Annahmen, betrachten Aufgaben aus verschiedenen Blickwinkeln und entwickeln so häufig bessere Lösungen.
Frauenförderung wird oft mit dem Fachkräftemangel begründet. Greift das nicht zu kurz?
Ja. Frauen werden nicht Ingenieurinnen, um ein wirtschaftliches Problem zu lösen. Sie sollen einen technischen Beruf wählen können, weil sie die gleichen Chancen wie Männer verdienen und ihre Fähigkeiten einbringen wollen. Es geht um Wahlfreiheit, faire Entwicklungsmöglichkeiten und eine Arbeitswelt, in der unterschiedliche Talente selbstverständlich zusammenarbeiten.
Welche Rolle kann Swiss Engineering dabei übernehmen?
Wir können Frauen gezielt für MINT und technische Berufe ansprechen, Ingenieurinnen als Vorbilder sichtbar machen und Netzwerke stärken. Als Verband verbinden wir Wirtschaft, Hochschulen und Politik. Vorbilder zeigen jungen Frauen, welche Wege ihnen in der Technik offenstehen.
Wo besteht bei Swiss Engineering selbst noch Nachholbedarf?
Das Thema war bei uns bisher nicht genügend systematisch verankert. Es gab zwar verschiedene Aktivitäten, sie waren jedoch nicht Teil einer übergeordneten Strategie und wurden zu wenig miteinander verknüpft. Das wollen wir ändern. Glaubwürdigkeit beginnt mit einer ehrlichen Standortbestimmung. Wir möchten mehr Frauen als Mitglieder gewinnen und sowohl neue als auch bestehende Mitglieder für ein aktives Engagement in Fachgruppen, Sektionen und Führungsfunktionen begeistern. Gleichzeitig wollen wir bestehende Initiativen besser vernetzen, klare Ziele definieren und regelmässig über die erreichten Fortschritte berichten. Es geht um ein langfristiges Engagement, das von unseren Mitgliedern und Partnern mitgetragen wird.
Was möchten Sie in den nächsten Jahren konkret erreichen?
Wir wollen Mädchen und junge Frauen früh für MINT begeistern und sie ermutigen, einen technischen Beruf zu wählen. Das beginnt in der Kindheit. Eltern prägen Interessen und Vorstellungen über Berufe. Deshalb müssen wir auch sie ansprechen und zeigen, wie kreativ, vielseitig und relevant Technik ist. Ebenso wichtig sind Schulen und Unternehmen. Mit Vorbildern, persönlichen Begegnungen und dem Austausch zwischen Generationen wollen wir technische Laufbahnen erlebbar machen. Junge Frauen sollen Menschen kennenlernen, die diese Berufe mit Begeisterung ausüben. Swiss Engineering soll dabei eine verlässliche Stimme für Chancengerechtigkeit sein, die gehört wird.
Was würden Sie einer jungen Frau sagen, die überlegt, Ingenieurin zu werden?
Technik braucht Ihre Sichtweise, Neugier und Ideen. Sprechen Sie mit Ingenieurinnen, orientieren Sie sich an Vorbildern und suchen Sie Menschen, die Sie ermutigen. In einem technischen Beruf können Sie konkrete Lösungen entwickeln und unser Leben mitgestalten. Sie müssen nicht in ein bestimmtes Schema passen. Gehen Sie Ihren eigenen Weg, vertrauen Sie Ihren Fähigkeiten und entdecken Sie, welches technische Gebiet Sie begeistert.
Was bedeutet Chancengerechtigkeit für Sie persönlich?
Als Host des Podcasts Bridge2Future.tv spreche ich mit Frauen über Karrierewege, Entscheidungen und Erfahrungen. Dabei erlebe ich, wie kraftvoll sichtbare Vorbilder sind. Sie wirken durch authentische Geschichten, Mut und die Bereitschaft, Erfahrungen weiterzugeben. Chancengerechtigkeit bedeutet für mich, dass weder Herkunft noch Geschlecht oder Rollenbilder darüber entscheiden, wer gehört wird, Potenziale entfalten und Verantwortung übernehmen kann. Mit Bridge2Future möchte ich Frauen eine Bühne geben, junge Menschen ermutigen und Eltern die Chancen technischer Berufe zeigen. Wir müssen allen Talenten Vertrauen schenken.
Warum beschäftigt sich ein Ingenieurverband mit der Förderung von Frauen?
Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln Lösungen für Energie, Mobilität, Digitalisierung und Klima. Deshalb müssen technische Berufe für alle attraktiv sein. Chancengerechtigkeit ist eine gesellschaftliche Frage. Angesichts des Fachkräftemangels dürfen wir nicht auf einen grossen Teil des Talentpotenzials verzichten. Gemischte Teams bringen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zusammen. Sie hinterfragen Annahmen, betrachten Aufgaben aus verschiedenen Blickwinkeln und entwickeln so häufig bessere Lösungen.
Frauenförderung wird oft mit dem Fachkräftemangel begründet. Greift das nicht zu kurz?
Ja. Frauen werden nicht Ingenieurinnen, um ein wirtschaftliches Problem zu lösen. Sie sollen einen technischen Beruf wählen können, weil sie die gleichen Chancen wie Männer verdienen und ihre Fähigkeiten einbringen wollen. Es geht um Wahlfreiheit, faire Entwicklungsmöglichkeiten und eine Arbeitswelt, in der unterschiedliche Talente selbstverständlich zusammenarbeiten.
Welche Rolle kann Swiss Engineering dabei übernehmen?
Wir können Frauen gezielt für MINT und technische Berufe ansprechen, Ingenieurinnen als Vorbilder sichtbar machen und Netzwerke stärken. Als Verband verbinden wir Wirtschaft, Hochschulen und Politik. Vorbilder zeigen jungen Frauen, welche Wege ihnen in der Technik offenstehen.
Wo besteht bei Swiss Engineering selbst noch Nachholbedarf?
Das Thema war bei uns bisher nicht genügend systematisch verankert. Es gab zwar verschiedene Aktivitäten, sie waren jedoch nicht Teil einer übergeordneten Strategie und wurden zu wenig miteinander verknüpft. Das wollen wir ändern. Glaubwürdigkeit beginnt mit einer ehrlichen Standortbestimmung. Wir möchten mehr Frauen als Mitglieder gewinnen und sowohl neue als auch bestehende Mitglieder für ein aktives Engagement in Fachgruppen, Sektionen und Führungsfunktionen begeistern. Gleichzeitig wollen wir bestehende Initiativen besser vernetzen, klare Ziele definieren und regelmässig über die erreichten Fortschritte berichten. Es geht um ein langfristiges Engagement, das von unseren Mitgliedern und Partnern mitgetragen wird.
Was möchten Sie in den nächsten Jahren konkret erreichen?
Wir wollen Mädchen und junge Frauen früh für MINT begeistern und sie ermutigen, einen technischen Beruf zu wählen. Das beginnt in der Kindheit. Eltern prägen Interessen und Vorstellungen über Berufe. Deshalb müssen wir auch sie ansprechen und zeigen, wie kreativ, vielseitig und relevant Technik ist. Ebenso wichtig sind Schulen und Unternehmen. Mit Vorbildern, persönlichen Begegnungen und dem Austausch zwischen Generationen wollen wir technische Laufbahnen erlebbar machen. Junge Frauen sollen Menschen kennenlernen, die diese Berufe mit Begeisterung ausüben. Swiss Engineering soll dabei eine verlässliche Stimme für Chancengerechtigkeit sein, die gehört wird.
Was würden Sie einer jungen Frau sagen, die überlegt, Ingenieurin zu werden?
«Technik braucht Ihre Sichtweise, Neugier und Ideen. Sprechen Sie mit Ingenieurinnen, orientieren Sie sich an Vorbildern und suchen Sie Menschen, die Sie ermutigen. In einem technischen Beruf können Sie konkrete Lösungen entwickeln und unser Leben mitgestalten. Sie müssen nicht in ein bestimmtes Schema passen. Gehen Sie Ihren eigenen Weg, vertrauen Sie Ihren Fähigkeiten und entdecken Sie, welches technische Gebiet Sie begeistert.»
Was bedeutet Chancengerechtigkeit für Sie persönlich?
Als Host des Podcasts «Bridge2Future.tv» spreche ich mit Frauen über Karrierewege, Entscheidungen und Erfahrungen. Dabei erlebe ich, wie kraftvoll sichtbare Vorbilder sind. Sie wirken durch authentische Geschichten, Mut und die Bereitschaft, Erfahrungen weiterzugeben. Chancengerechtigkeit bedeutet für mich, dass weder Herkunft noch Geschlecht oder Rollenbilder darüber entscheiden, wer gehört wird, Potenziale entfalten und Verantwortung übernehmen kann. Mit «Bridge2Future» möchte ich Frauen eine Bühne geben, junge Menschen ermutigen und Eltern die Chancen technischer Berufe zeigen. Wir müssen allen Talenten Vertrauen schenken.
Swiss Engineering ist die führende interdisziplinäre Plattform der Ingenieurinnen und Architekten in der Schweiz. Der Berufsverband wurde 1905 gegründet und zählt heute rund 11 000 Mitglieder, die sich in mehr als 50 fachspezifischen und regionalen Organisationseinheiten engagieren. Swiss Engineering vertritt die Berufsinteressen seiner Mitglieder, fördert die Aus- und Weiterbildung und engagiert sich für zentrale Zukunftsthemen.