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Promarca Award 2026

Vom Feld ins Glas

Barilla sichert sich mit der «Carta del Basilico» ebenfalls den zweiten Platz.

Wilma Fasola

Das von Barilla verarbeitete Basilikum von Barilla stammt zu 100 Prozent von italienischen Bauern.
Das von Barilla verarbeitete Basilikum von Barilla stammt zu 100 Prozent von italienischen Bauern.PHOTO GIAMPAOLO RICO'

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Wer an Pesto denkt, hat den Duft von frischem Basilikum in der Nase. Doch um Millionen Gläser Pesto alla genovese weltweit in gleichbleibend hoher Qualität und Frische anbieten zu können, bedarf es einer hochkomplexen und vor allem nachhaltigen Lieferkette. Barilla bezieht sein erntefrisches Basilikum daher seit Jahrzehnten ausschliesslich von italienischen Vertragsbauern. Seit 2020 geht das Unternehmen zudem noch einen Schritt weiter: 100 Prozent des verwendeten Basilikums stammt aus nachhaltiger Landwirtschaft nach dem ISCC-Plus-Standard. Dieses weltweite Zertifizierungssystem garantiert, dass landwirtschaftliche Rohstoffe nach strengen ökologischen und sozialen Kriterien angebaut werden. Zudem stellt es durch unabhängige Kontrollen sicher, dass das Produkt über die gesamte Lieferkette hinweg lückenlos rückverfolgbar ist.

Die Auszeichnung

Mit dem Promarca Brand Sustainability Award zeichnet der Schweizerische Markenartikelverband Promarca Mitgliedsunternehmen aus, die mit zukunftsweisenden Projekten neue Massstäbe für Umwelt und Gesellschaft setzen. Eine unabhängige Fachjury bewertet die eingereich-ten Initiativen nach strengen Kriterien: Die Ergebnisse müssen durch quantitative und wissenschaftliche Daten belegt und die Ansätze über das einzelne Projekt hinaus skalierbar sein. Der Award dient somit als wirkungsvoller Katalysator für ein nach-haltiges, zukunftsfähiges Wirtschaften in der Schweiz. Sieger in diesem Jahr ist Zweifel für das Projekt «Regenerative Landwirtschaft». Platz zwei teilen sich Barilla für «Carta del Basilico» und die Groupe Minoteries SA für «Verwertung von Lebensmittelnebenprodukten für eine kreislauforientierte und nachhaltige Bäckerei». Oatly erhält den Anerkennungspreis als erste «Climate Solutions Company» der – Lebensmittel- und Getränkeindustrie und belegt Platz drei.
Mit der «Carta del Basilico» hat Barilla verbindliche Kriterien für Bodenschutz, Biodiversität und soziale Verantwortung eingeführt. Die Landwirte schützen den Boden und beugen Schädlingen natürlich vor – durch Fruchtfolgen, Mischkulturen und widerstandsfähige Basilikumsorten. «Zur Förderung der Biodiversität wurden auf unseren Partnerbetrieben bereits rund 1800 Hektar Blühstreifen angelegt, das entspricht der Fläche von mehr als 2500 Fussballfeldern», erklärt Ronen Dimant, Managing Director von Barilla Schweiz. Zusätzlich sorgen Präzisionsbewässerung und digitale Anbausysteme dafür, dass die Ressource Wasser so sparsam wie möglich eingesetzt wird. Doch die Umstellung auf grüne Anbaumethoden gelingt nur, wenn die Landwirte nicht allein gelassen werden. Die Hochskalierung nachhaltiger Landwirtschaft auf industrielle Mengen erfordert Planungssicherheit. Barilla setzt daher auf mehrjährige Verträge und fachliche Begleitung. Mit der 2024 gegründeten Accademia del Basilico vermittelt Barilla den Bauern praxisnahes Wissen zu Bodenschutz, Pflanzengesundheit und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Auch bei der Verarbeitung achtet Barilla auf höchste Standards. Im Pesto-Werk in Rubbiano (Parma) durchläuft das Basilikum über hundert Qualitätskontrollen. Um Frische, Aroma und Farbe zu sichern, dauert die Verarbeitung bis zum fertigen Glas oft nur drei Stunden. Bei der «Metodo delicato» werden Basilikum und frisch geriebener Parmigiano Reggiano DOP kalt vermengt. Zusammen mit Connecting Food hat Barilla zudem auf ausgewählten Produkten eine Blockchain-basierte Rückverfolgbarkeit implementiert. Über einen QR-Code auf dem Etikett und die Angabe der Batch-Nummer auf dem Deckel können die Verbraucher die genauen Daten zu Herkunft, Anbauort, Ernte und Produktion einsehen. «Rückverfolgbarkeit schafft Vertrauen. Durch die Blockchain-Technologie machen wir unsere Lieferkette vom Feld bis ins Regal lückenlos sichtbar», sagt Dimant.

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