Die Vision ist klar: Das am 6. und 7. April 2027 erstmals stattfindende Gipfeltreffen für Technologie und Innovation in der Dekarbonisierung der Energiesysteme soll ein jährlich stattfindender internationaler Branchen-Hub werden. Eine Bühne, auf der sich herausragende Köpfe aus Forschung und Start-ups mit jungen Talenten und Entscheidungsträgerinnen und -trägern austauschen. Damit will man den Technologiewandel zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft nicht nur begleiten, sondern auch aktiv gestalten.
Die Idee für einen entsprechenden Fachkongress wurde bereits 2019 in Strategiearbeiten des Kongresszentrums Trafo Baden identifiziert. Ein erstes Papier blieb in der Pandemie hängen, sammelte danach jedoch immer mehr Interessierte, bis die Kontaktstelle Wirtschaft Baden die Initiative übernahm und mit dem Aufbau des Projekts begann. Dass das lokale Potenzial vorhanden ist, war allen klar, aber es brauchte auch einen politischen Anschub, um die verschiedensten Player an einen Tisch zu bringen und um eine gemeinsame Zielsetzung zu erarbeiten.
Schaufenster für den Standort Baden
Mit der neuen Veranstaltung kann sich der Wirtschaftsstandort Baden international positionieren und gleichzeitig der Aargauer Geschäftstourismusbranche einen jährlichen Kongress zuspielen. Und dieser generiert Einnahmen für Unterkunft, Lokaltransport, Gastronomie und Tagungsgeschäft. Argumente gibt es mehr als genug: Die vor Ort ansässige internationale Kompetenz in Forschung, Entwicklung und Engineering liegt im Herzen Europas und im Zentrum eines der innovativsten Länder der Welt. Baden bietet eine attraktive Stadt, weltoffene Menschen und eben auch Industriegeschichte in einer ziemlich coolen Location, den ehemaligen Montagehallen der damaligen Brown-Boveri-Produktionsstätte im Kongresszentrum Trafo. Leitmotiv der Veranstaltung ist die Frage, wie sich die Dekarbonisierung der Energiesysteme innovativ vorantreiben lässt, im Einklang mit den wirtschaftlichen Potenzialen der ansässigen Industrie. Mit diesem Schwerpunkt sowie Deep Insights aus Technologie, Innovation und Fachkompetenzen will sich BadenEnergy in den kommenden fünf Jahren zum jährlichen Must-go-Treffpunkt der europäischen Energiewirtschaftsszene entwickeln. Dazu werden dialogisch-partizipative Veranstaltungsplattformen, zeitgemässe Netzwerkformate sowie internationale Keynote-Speaker eingesetzt.
Während die etablierten Akteure Zugang zu Talenten, neuen Ideen und attraktiven Kooperationsfeldern gewinnen, erhalten die Nachwuchskräfte eine Plattform zur Mitgestaltung und für mehr Sichtbarkeit. Dieser Austausch zwischen Generationen, Branchen und Disziplinen wird im Programm aktiv gefördert und wird so ein Alleinstellungsmerkmal des Fachkongresses. Dementsprechend werden die Veranstalter auch eine europaweite Community kreieren und betreuen – immer mit dem Standort Baden als Ausgangspunkt –, welche sich nicht nur während der Veranstaltung trifft, sondern digital auch übers ganze Jahr.
Zukunftsplattform für die Energieindustrie
Unternehmen, auch KMU, Institutionen, Verbände und Organisationen sind eingeladen, sich beim neuen Badener Energiekongress zu engagieren. Dabei haben die jetzt bestehenden Gründungsmitglieder («Founding Partners») natürlich einen Standortvorteil. Aber es kann sich trotzdem lohnen, mit den Veranstaltern das Gespräch zu suchen, denn sie sind offen für massgeschneiderte Pakete auch in kleinerem Rahmen. Das können Auftritte auf der Event-Website (www.BadenEnergy.ch) sein, Beiträge auf Sponsorenwänden oder im Printbereich oder allenfalls mittels Werbegeschenken. Je nach Bedarf könnte auch eine Präsenz im geplanten Innovation Village passen. Wichtig ist für alle Beteiligten, dass jede Zielgruppe ihre eigenen Bedürfnisse verfolgen kann und dass man für alle Engagierten eine Win-win-Lösung findet. Gesamtprojektleiter Thomas Lütolf arbeitet engagiert und mit mehreren Expertinnen und Experten zusammen, sei es im Organisationskomitee oder auch in einem begleitenden Advisory Board. Unterstützt werden alle durch die Kommunikationsagentur und den professionellen Kongressveranstalter Bertakomm.
Lütolf sieht der neuen internationalen Promotionsplattform für die Stadt Baden mit Spannung entgegen. «Was mich besonders freut, ist unser Fokus auf Young Talents. Da heben wir uns von anderen Veranstaltungen im europäischen Vergleich ab, und das wird auch als USP verstanden. Denn diese jungen Talente werden in zehn Jahren in der Energieindustrie Managementpositionen innehaben und, wahrscheinlich, an unseren zukünftigen Kongressen als Keynote-Speaker auftreten.»
Who's who
Hohe Energiekompetenz, weltweites Netzwerk und lokale Brainpower: So könnte der Zusammenschluss der bei BadenEnergy involvierten Organisationen betitelt werden. Federführend ist die Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Baden, welche bereits 3100 lokal ansässige Firmen betreut. Die 2023 gegründete Initiative Baden 4.0, mit mittlerweile 33 Mitgliedern, unterstützt entsprechende Massnahmen zur Steigerung der Innovationsgeschwindigkeit. Kontaktpersonen sind Thomas Lütolf und Nicole Greuter. BadenEnergy, die erstmals am 6. und 7. April 2027 im Trafo Baden stattfinden soll, ist Teil der Gesamtbemühungen der Wirtschaftsförderung. Gesamtprojekt-leiter ist Thomas Lütolf; für die Veranstaltung wurde eine separate Organisation aufgebaut. Sie besteht (Stand Mitte März) aus der Stadt und dem Trafo Baden, den BadenEnergy-Gründungspartnern, weiteren Bildungsinstituten, einem Kongress-veranstalter sowie natürlich unterschiedlichsten Sponsoren (die entsprechenden Gespräche fangen in diesen Wochen an).
Die Liste der Gründungspartner liest sich wie ein Who’s who der globalen Energieindustrie: ABB, Accelleron, Hitachi Energy, GE Vernova, Harting und Schneider Electric. Die beiden lokalen Gründungspartner sind Trafo Baden und Stadt Baden. Ebenfalls dabei sind die Aargauische Industrie- und Handels-kammer (AIHK), die ABB Techniker-schule, das Bildungsnetzwerk Aargau Ost, der Kanton Aargau, der Park Inno-vaare und das Paul Scherrer Institut PSI.