Abo
Andrew Intrater

US-Sanktionen gegen Vekselberg reichen bis zu den Prince-Erben

Die US-Sanktionen gegen Viktor Vekselberg haben das Business seines Cousins zum Erliegen gebracht. Inklusive Deal mit den Prince-Erben.

USA MUSIK PRINCE
Prince bei einem Auftritt 2008: Β«Purple RainΒ» ist sein meistverkauftes Album. Keystone

Werbung

Die amerikanischen Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Viktor Vekselberg machen sich auch bei den Erben des 2016 verstorbenen Musikers Prince bemerkbar.
Der in den USA lebende Cousin von Vekselberg, Andrew Intrater, geschΓ€ftete mit den Hinterbliebenen des SΓ€ngers, der mit Hits wie Β«Purple RainΒ» oder Β«When Doves CryΒ» weltberΓΌhmt wurde.

Prince-Nachlass soll bis zu 300 Millionen Dollar wert sein

Als Washington den russischen Oligarchen, der gross in Sulzer und andere Schweizer Firmen investiert ist, zur Persona non grata erklΓ€rte, brach Intraters GeschΓ€ft zusammen. Die Beziehung zu den drei Prince-Erben wurde plΓΆtzlich brΓΌchig.
Sie hatten sich von Intrater 10 Millionen Dollar geliehen, um die Zeit zu ΓΌberbrΓΌcken, welche die Verteilung des auf bis zu 300 Millionen Dollar geschΓ€tzten Nachlasses beansprucht.

Viktors Widerstand

Seit einem Jahr steht der wichtigste Industrieinvestor der Schweiz unter US-Sanktionen. Jetzt Γ€ussert sich Viktor Vekselberg erstmals. Mehr dazu lesen Sie hier.
Der Darlehensvertrag fΓΌllte Intrater die Kassen mit lukrativen Zinszahlungen. Bis der Bannstrahl der US-Regierung kam. Die Prince-Erben durften fortan nicht mehr mit Intrater, der US-BΓΌrger ist und in New York lebt, oder dessen Fondsgesellschaften geschΓ€ften. Sie ersuchten um eine Spezialbewilligung des US-Finanzministeriums, um sich aus dem Deal zu lΓΆsen. Und waren erfolgreich.

Partner-Inhalte

Die Musiker-Erben verabschiedeten sich vorzeitig aus dem Darlehensvertrag, das Geld bleibt fΓΌr Intrater aber blockiert. Unter anderem deshalb verklagte er das US-Finanzministerium. Intrater macht geltend, dass er zu Unrecht zwischen die Politfronten geraten sei. In der Summe sei eine Viertelmilliarde Dollar blockiert. Intrater fordert unter Berufung auf den vierten Verfassungszusatz der USA den sofortigen Zugang zu seinem Geld.
(ise)

Werbung