Das sind die Mitstreiter und Gegner des neuen Axpo-Präsidenten Thomas Sieber:Als Glarner passt Thomas Sieber zur Axpo. Der Kanton ist nicht nur Aktionär des Stromkonzerns, sondern auch Standort des neuesten Axpo-Pumpspeicherkraftwerks Limmern. RMS Die Mitstreiter:Die Herkunft hat mitgeholfen, als sich Vorgänger Robert Lombardini für Sieber einsetzte. Man hört, die beiden hätten sich beim monatelangen Einarbeitungsprozess bestens verstanden. RMS Sieber wird nun über die Geschäftstätigkeit von Axpo-CEO Andrew Walo wachen. Die beiden werden näher zusammenrücken. Im Herbst zieht Sieber vom Büro in Dietikon ZH, das er am 11. März von Lombardini übernommen hat, an den Hauptsitz nach Baden AG um. RMS In seinem 40-Prozent-Pensum kommt er nun regelmässig mit den Vertretern der acht Eignerkantone zusammen – darunter auch mit der sehr aktiven Zürcher FDP-Regierungsrätin Carmen Walker Späh... RMS ...und dem Thurgauer SVP-Ständerat Roland Eberle. RMS In regem Kontakt steht Sieber auch mit Adrian Bult, den er aus dem Verwaltungsrat der Softwarefirma Garaio kennt. Seit 2012 ist Bult VR-Präsident der Stromnetzbetreiberin Swissgrid, an der die Axpo massgeblich beteiligt ist. RMS Zur UPC Cablecom und deren Chef Eric Tveter pflegte Sieber als damaliger CEO und späterer VRP von Orange eine besonders gute Beziehung, da man dem Kabelnetzbetreiber das Handy-Netz zur Verfügung stellte. RMS Auch den designierten Sunrise-CEO Olaf Swantee kennt er schon seit mehreren Jahren. RMS Die Gegner:In seinen sechs Jahren bei Orange/Salt, die Hälfte davon als CEO, die andere als VRP, agierte er stets unter strenger Beobachtung von Marc Furrer, Präsident der Konzessions- und Regulierungsbehörde ComCom. Bei der gescheiterten Fusion von Sunrise und Orange 2009 warf Furrer Sieber vor, dass er gegenüber Swisscom zu wenig Wettbewerbswillen gezeigt habe. RMS Die Axpo-Konkurrentin Alpiq wird seit einem Jahr von Ex-Swisscom-Chef Jens Alder präsidiert – wie Sieber ein ehemaliger ICT- und Telekom-Kenner. Schon heute kämpfen sie um die besten Grosskunden. Wenn voraussichtlich 2019 der Strommarkt auch für private Haushalte liberalisiert wird, verschärft sich der Kampf nochmals. RMS Auch Urs Gasche, Präsident von BKW, dem dritten Schweizer Stromriesen, will ein Stück des Kuchens. Derweil mühen sich die drei mit der Energiewende von Bundesrätin Doris Leuthard ab. Mit der sauberen und sparsamen Stromzukunft können sich Axpo, Alpiq und BKW nicht auf der ganzen Linie anfreunden. Bilder: Keystone RMS