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Schweizer Firmen: Die 100 Besten

Welche Schweizer Firma hat 2005 am meisten Wert geschaffen? Klare Antwort: Roche. Die Basler dominieren dank ihrer Superperformance auch die erstmals erstellte Rangliste der vergangenen drei Jahre.

Stefan O. Waldvogel

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Die Rangliste der besten Unternehmen beruht auf klaren Messzahlen. Wem gelingt es, fΓΌr die EigentΓΌmer einen Mehrwert zu schaffen? Die Wertschaffung setzt sich zusammen aus dem Kursgewinn des vergangenen Jahres und der ausgeschΓΌtteten Dividende. Allerdings enthalten die KursverΓ€nderungen immer auch allgemeine BΓΆrsenbewegungen. Die wahren Firmenwerte mΓΌssen in komplizierten Berechnungen fΓΌr jede einzelne Gesellschaft ermittelt werden. BerΓΌcksichtigt wurden von den Experten von OLZ & Partners die MarkteinflΓΌsse und die Risiken bei den Firmen selbst (siehe Β«Der lange Weg zur wahren WertschaffungΒ» auf Seite 77). Untersucht wurden kotierte Unternehmen, die eine BΓΆrsenkapitalisierung von mindestens 100 Millionen Franken auf die Waage bringen.
Mit einer Wertschâpfung von 26,1 Milliarden Franken steht Roche 2005 einsam an der Spitze, deutlich vor Nestlé mit knapp zwâlf Milliarden Franken «Überrendite» für ihre AktionÀre. Und auch bei ABB kamen die Eigentümer auf ihre Rechnung (siehe Rangliste auf Seite 73).
Ganz anders bei der Swisscom: Rechnet man genau, dann resultiert fΓΌr den Konzern eine Wertvernichtung von fast fΓΌnf Milliarden Franken. Der Bund als MehrheitseigentΓΌmer und alle ΓΌbrigen AktionΓ€re hΓ€tten viel besser ihr Geld ganz einfach in den Swiss Performance Index gesteckt. Dabei geht es um mehr als nur die erzielte Rendite, berΓΌcksichtigt wird auch das Risiko der einzelnen Firmen im Vergleich zum Gesamtmarkt.

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FΓΌr diese Risikoberechnung nutzen die Experten von OLZ mathematische AnnΓ€herungen, Experten sprechen vom so genannten Blume-Beta. Β«Dieses ist eine sinnvoll anwendbare SchΓ€tzung. Zusammen mit den anderen harten Zahlen gibt das Blume-Beta fΓΌr das Unternehmen klare Information darΓΌber, wie viel WertschΓΆpfung es aktiv erreichtΒ», erlΓ€utert Pius Zgraggen, Partner von OLZ.
ZusΓ€tzlich zum Finanzteil stellen wir unter den Top 100 auch Vergleiche in den Kategorien Kommunikation, Strategie, Corporate Governance und Branding an. Hier spielen die subjektiven EindrΓΌcke eine grΓΆssere Rolle. FΓΌr jedes der Spezialgebiete haben Experten die 100 Firmen nochmals bewertet: Mit der StΓ€rke der Marken hat sich Advico Young & Rubicam befasst. Im Bereich Corporate Governance untersucht Heidrick & Struggles International, wie die Standards der UnternehmensfΓΌhrung und der Kontrolle gehandhabt werden. Die Strategie ausgesuchter Firmen unter die Lupe genommen hat die Monitor Group. Die Agentur ZenhΓ€usern & Partner beleuchtet die Kommunikation der Top-100-Firmen.
Bei der immer wichtigeren Information sind die Ergebnisse wesentlich stabiler. Die Namen an der Spitze sind dieselben: Diesmal liegt die Georg Fischer knapp vor der Luzerner Kantonalbank, im Vorjahr waren beide noch gemeinsam an der Ranglistenspitze. Direkt auf Rang 2 schafft es die St. Galler Kantonalbank, die 2004 noch nicht in der Rangliste der Top-100-Unternehmen erschien.

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Nach dem Motto «Je lÀnger der Zeithorizont, desto aussagekrÀftiger die Zahlen» weisen wir erstmals eine Rechnung für die vergangenen drei Jahre vor. Dank einem fulminanten Spurt im Jahr 2005 steht auch hier die Roche klar an der Spitze, obwohl es in den Vorjahren für die Roche-Eigner nicht sehr lukrativ aussah. Laut Zgraggen haben immerhin gut 38 Prozent aller untersuchten Firmen in jedem der vergangenen drei Jahre eine Überrendite erwirtschaften kânnen (siehe Rangliste auf der rechten Seite). Anderseits haben drei Prozent der Firmen jedes Jahr Wert vernichtet. Prominentestes Beispiel ist die Swiss Re.

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