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Kowalskys Crashtest: Zauberstab

Mit dem Anova Precision Cooker und seiner cleveren App wird Sous-vide-Garen kinderleicht.

Marc Kowalsky

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Sous-vide-Garens: Der Anova Precision Cooker im Crashtest. Felice Bruno

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In siebeneinhalb Jahren Crashtest haben Sie hier nur selten etwas ΓΌber KΓΌchengadgets gelesen. Das hat zwei GrΓΌnde: Zum einen gehΓΆrt die KΓΌche mehrheitlich meiner Frau, da ist sie unschlagbar (und nicht nur da). Ich beschrΓ€nke mich auf die Themen Grill, Beefer, Steamer und Wein. Zum andern ist die Digitalisierung noch nicht wirklich in diesem wichtigsten Teil der Wohnung angekommen: Die wenigen Versuche wie Kaffeemaschine mit Internetanschluss oder KΓΌhlschrank mit Innenkamera haben es nie in den Massenmarkt geschafft.

Dem Anova Precision Cooker kΓΆnnte nun mehr Erfolg beschieden sein. Das GerΓ€t bringt die in der Gastronomie weit verbreitete Technik des Sous-vide-Garens in die heimische KΓΌche, und dies zu einem sehr vernΓΌnftigen Preis. (Kurze ErklΓ€rung fΓΌr alle, die vom Kochen noch weniger Ahnung haben als ich: Dabei werden Fleisch, Fisch oder GemΓΌse im Vakuumbeutel bei konstant niedriger Temperatur ΓΌber lΓ€ngere Zeit im Wasserbad gegart. Das sorgt mit der richtigen Marinade nicht nur fΓΌr intensiveren Geschmack: Weil der Garpunkt aufs halbe Grad genau gehalten wird, kann nichts verbrennen oder verkochen, und Fleisch etwa wird butterzart.)

Wichtigstes Goodie ist die App

Das recht massive GerΓ€t aus Polycarbonat und Stahl wird an einen – mΓΆglichst tiefen – Kochtopf geschraubt. Über eine Art Mausrad stellen Sie die Temperatur ein. Eine Schraube sorgt fΓΌr eine krΓ€ftige Wasserzirkulation: Eier zum Beispiel schiebt der Anova frΓΆhlich durch den Topf.

Wichtigstes Goodie ist die App zur Steuerung des GerΓ€tes. Mittels Pushnachrichten meldet sie, wann die Gartemperatur erreicht oder das Essen fertig ist. Zudem enthΓ€lt sie ΓΌber tausend Rezepte (leider ohne Video und nur in Englisch), deren Garzeiten und -temperaturen sie direkt an den Precision Cooker ΓΌbermittelt.

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Ein amerikanisches GerΓ€t

Auch an den bisweilen nichtmetrischen Mengenangaben (Β«3 ounces of cream cheeseΒ») merkt man, dass der Anova ein amerikanisches GerΓ€t ist. Ausgeliefert wird es immerhin mit einem EU-Stecker. Die Wi-Fi-Version erlaubt die Bedienung von ΓΌberall her – so kΓΆnnen Sie etwa das Wasser schon vom BΓΌro aus vorheizen.

Kulinarisch hat der Anova unser Repertoire um eine Dimension erweitert. Gerade wenn sich der Abend mit GΓ€sten nicht minutengenau planen lΓ€sst, ist der Precision Cooker praktisch, denn das Essen kann damit nicht ΓΌbergaren. Positiver Nebeneffekt: Meine Frau sieht mich jetzt hΓ€ufiger in der KΓΌche.

Fazit: Der Precision Cooker ist kinderleicht zu bedienen und liefert konstant tolle Ergebnisse. Vielleicht wirds ja doch noch was mit dem Internet in der KΓΌche!



Anova Precision Cooker
Info:
anovaculinary.com
Preis: 159 Euro (Version Wi-Fi + Bluetooth)

Bewertung: β˜…β˜…β˜…β˜…β˜†


β˜… Technoschrott β˜…β˜… verzichtbar β˜…β˜…β˜… nice to have β˜…β˜…β˜…β˜… cool β˜…β˜…β˜…β˜…β˜… wegweisend
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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