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Kowalskys Crashtest: Sonos Port

Der Sonos Port bindet Ihre bestehende Stereoanlage in ein Multiroom-System ein.

Marc Kowalsky

Kowalsky
Marc Kowalsky testet denΒ Sonos Port. Felice Bruno fΓΌr BILANZ

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Das kalifornische Unternehmen Sonos gilt seit Jahren als Markt- und TechnologiefΓΌhrer fΓΌr Multiroom-Systeme. In letzter Zeit erwΓ€chst ihm freilich zunehmend Konkurrenz sowohl durch die etablierten Hi-Fi-Marken als auch durch IT-Riesen wie Amazon und Google.
Da kamen die zwei Shitstorms, durch die Sonos kΓΌrzlich gehen musste, ungelegen: vor einem halben Jahr, weil sich die Musik auf dem iPhone nicht mehr direkt auf die Lautsprecher streamen lΓ€sst; im Dezember, weil Γ€ltere GerΓ€te nicht mehr von Software-Updates profitieren. Beides ist zwar erklΓ€rlich, weil Sonos-Speaker nicht einfach Lautsprecher sind, sondern kleine Computer, die gut tΓΆnen, und weil alte Software nicht ewig unterstΓΌtzt werden kann. Dennoch hat das nicht wenige auch eingefleischte Fans vergrault.

Beide Welten lassen sich verbinden

FΓΌr mich war Sonos nie ein Thema, weil es ein geschlossenes System ist – zu sehr hΓ€nge ich an meinem 7.1-System der Konkurrenzmarke Denon. Aber mit dem kΓΌrzlich erschienenen Sonos Port lassen sich beide Welten verbinden: An ein bestehendes Soundsystem angehΓ€ngt, kann man dessen kabelgebundene Boxen wie die drahtlosen Lautsprecher von Sonos ansprechen.
Je nach QualitΓ€t Ihrer Anlage kann das auch fΓΌr das Sonos-System ein gewaltiges Sound-Update sein. Andersherum spielt der Port auch den Sound Ihres bestehenden Systems auf den Sonos-GerΓ€ten ab.

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Auch Sprachsteuerung ist mΓΆglich

Der Port ist kompakt und passt in ein Hi-Fi-Rack. Tasten etwa für die LautstÀrke fehlen ebenso wie eine Anleitung, bei beidem gilt Sonos-typisch: Alles per App. Über die Cinch-Boxen kânnen Sie analoge Soundquellen und sogar einen Plattenspieler anschliessen. AirPlay 2 wird sowieso unterstützt, aber auch Sprachsteuerung von Google und Amazon Alexa: «Hey Google, spiel das neue Album von Eminem im Wohnzimmer!» ist ein deutlicher Komfortgewinn gegenüber der Suche per App.
Auch sehr cool: Mit einem Trigger-Kabel schaltet der Port die Stereoanlage automatisch ein, sobald Musik gespielt wird.

Ein leichter Hall entsteht

Am Port hat mich vor allem interessiert, wie er das Problem der Laufzeitenunterschiede zwischen kabellosen und -gebundenen Lautsprechern lΓΆst. Angeblich rechnet das GerΓ€t die Differenzen heraus. Bei mir freilich versagte der Port in dieser KΓΆnigsdisziplin: Das Ergebnis ist ein leichter Hall, wenn beide Boxentypen im gleichen Raum stehen. In der Praxis freilich wird das nur in grossen SΓ€len oder Lofts auftreten.
Fazit: Der Port verbindet zwei scheinbar inkompatible Welten und bringt Ihre alte Anlage ins 21. Jahrhundert. Ganz billig ist der Spass freilich nicht.

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Marc Kowalsky ist ein Early Digital Immigrant: Seit ΓΌber 30 Jahren fΓΌhlt er den neuesten IT-Produkten auf den Zahn.

Sonos Port
Sonos Port Info: www.sonos.de Preis: 499 FrankenzVg
Sonos Port
Sonos Port Info: www.sonos.de Preis: 499 FrankenzVg
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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