Alle reden von der Smartwatch. Und immer mehr Marken präsentieren auch eine. Während die ersten schlauen Uhren von Samsung und Sony eher kleine Smartphones fürs Handgelenk waren, wollen die neuen Modelle von Huawei, LG und Montblanc mit einem klassischen Uhrendesign punkten. Der Konkurrenzkampf zwischen renommierten Uhrenherstellern wie Swatch und Elektronikriesen à la Samsung ist in vollem Gang. Hier ein Überblick.
1: Withings Activité
Der französische Hersteller setzt auf Schweizer Uhrmacherkunst. Unter dem hübschen, in Le Locle hergestellten Zifferblatt versteckt sich ein Fitnesstracker, der zum Beispiel Schritte und Runden im Schwimmbad zählt oder den Schlaf überwacht. 498 Franken. 2: Huawei Watch
Die erste Smartwatch der chinesischen Handyfirma läuft mit dem Android-Wear-Betriebssystem. Der im Gehäuse aus Edelstahl eingebettete 1,4-Zoll-Bildschirm kann neben einer Vielzahl von Informationen auch klassische Zifferblätter anzeigen. Preise noch nicht bekannt. 3: LG G Watch Urbane LTE
Die weltweit erste Smartwatch mit schneller LTE-Mobilfunk-Verbindung kann Anrufe tätigen und entgegennehmen sowie Nachrichten empfangen und versenden. Ebenfalls Premiere feiert das hauseigene LG-Wearable-Platform-Betriebssystem. Preise noch nicht bekannt. 4: Breitling B55 Connected
Die Koppelung an ein Smartphone dient der optimierten Nutzerfreundlichkeit. So lassen sich an der Uhr Funktionseinstellungen zu Zeitzone, Alarm und Telefon vornehmen. Im Gegenzug kann man zum Beispiel Flugzeiten von der Uhr auf das Smartphone herunterladen, um sie besser ablesen zu können, zu speichern oder weiterzuleiten. 5: Mondaine Helvetica No 1 Bold
Der für seine Bahnhofsuhren bekannte Schweizer Hersteller Mondaine setzt bei
seiner ersten smarten Uhr auf analoge Anzeige: Die Daten des eingebauten Fitnesstrackers sind an Zeigern ablesbar und lassen sich via Bluetooth an Smartphones und Tablets übermitteln. Preis noch unbekannt.
6: Sony SmartWatch 3
Durch Android Wear 2.0 ist die dritte Generation der Sony-Uhr noch schlauer. Per Sprachbedienung können E-Mails und Chatnachrichten beantwortet oder direkt bei Google gesucht werden. Der Akku der wasserdichten Smart-Watch 3 hält ungefähr zwei Tage. Ab 229 Franken. 7: Pebble Time Steel
Die Smartwatch mit farbigem E-Ink-Display arbeitet sowohl mit iOS als auch mit Android zusammen und soll mit einer Akkuladung zehn Tage lang laufen. Mit einem Sammelergebnis von über 14 Millionen Dollar ist sie das bislang erfolgreichste Kickstarter-Projekt. Ab rund 250 Franken. 8: Apple Watch
Die lang ersehnte
Smartwatch aus Kalifornien wird ab Ende April in drei Kollektionen verfügbar sein. Die Gehäusevarianten reichen von Edelstahl über Aluminium bis zu 18-karätigem Gelbund Roségold. Verbunden mit einem iPhone, kann man mit ihr auch telefonieren. Preise in den USA zwischen 350 und 10 000 Dollar.
9: Samsung Gear S
Mit ihrem riesigen gewölbten Zwei-Zoll-Display deutet die Gear S des südkoreanischen Konzerns bereits an, dass sie praktisch ein Smartphone ist. Dank dem SIM-Karten-Slot brauchen Nutzer im Gegensatz zu den meisten Smartwatches kein Handy, um zu telefonieren oder zu mailen. Ab 330 Franken. 10: Motorola Moto 360
Motorola setzte im vergangenen Jahr mit der ersten Smartwatch, die über ein rundes Display verfügt, den Trend für Uhren, die nicht wie Smartphones fürs Hand gelenk aussehen. Als Betriebssystem kommt beim amerikanischen Hersteller Android Wear zum Einsatz. Ab 199 Franken. 11: Swatch Touch Zero One
Der ersten Ausführung, die beim Volleyball Funktionen wie Trainingsintensität oder Schlagkraft misst, sollen weitere Modelle zum Freeriden, Surfen, Kochen und bargeldlosen Bezahlen folgen. Rund 150 Franken. 12: Montblanc e-Strap
Montblanc macht die Uhren mit einem auswechselbaren Armband, das einen Activity Tracker, Anzeigen von Nachrichten und Musik-Fernsteuerungen bietet, smart. Via Bluetooth verbindet es sich mit bestimmten Android- und iOS-Smartphones. Rund 350 Franken. Eindrücke von der Baselworld 2015: Der Schauspieler und Ex-Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, ist zu Gast auf der Baselworld. RMS Die diesjährige Uhren- und Schmuckmesse Baselworld öffnete am Donnerstag für eine Woche ihre Tore. RMS Der Blick in die pompöse Haupthalle der Messe zeigt, dass auch dieses Jahr viele Besucher ihren Weg zum Branchentreff gefunden haben. RMS Sie ist die weltweit wichtigste Messe der Uhren- und Schmuckindustrie. RMS Auch der rollende Stand von Swiza macht Halt am Messeplatz. RMS Die Ausstellungsfläche beträgt 160'000 Quadratmeter. Es werden 150'000 Besucherinnen und Besucher aus über 40 Ländern erwartet. RMS Die Schweizer Delegation ist erneut am prominentesten vertreten: 288 Marken präsentieren sich, davon 219 aus der Uhren-, 39 aus der Schmuckbranche und 30 aus verwandten Branchen. RMS Selbstverständlich darf auch der Altmeister Jean-Claude Biver nicht fehlen. Der Uhren-Chef des Luxusgüterkonzern LVMH war einst «Mr. Hublot» – und ist seit letztem Herbst «Mr. TAG Heuer». RMS Geklotzt wird vor allem in Halle 1: Wie hier bei Tag Heuer, die mit einem mehrstöckigen Stand auftrumpfen wollen. Die Firma aus La Chaux-de-Fonds gehört dem Luxuskonzern LVMH. RMS Die Genfer Uhrenmanufaktur Patek Philippe ist mit einem grossen Pavillon vertreten. 175 Jahre jung ist die Luxusmarke. Den Geburtstag feierte die Firma mit Jubiläumsuhren, darunter auch der kompliziertesten Armbanduhr der Welt. RMS Nicht alle Uhren an der Baselworld sind gleich alltagstauglich. Diese Arnold-Schwarzenegger-Uhr im Stand der Magnum Group orientiert sich an einem bekannten Science-Fiction-Film. RMS Die erste Uhren- und Schmuckmesse in Basel geht auf das Jahr 1917 zurück. 1931 erhielt die Messe einen eigenen Pavillon. Im Jahr 1963 zog die Messe um. Erst 1972 öffnete sich die Baselworld für ausländische Aussteller, damals aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien, ab 1986 dann auch für aussereuropäische Aussteller. RMS Die diesjährige Messe steht nun ganz im Zeichen der sich anbahnenden Revolution durch Smartwatches. Das Produkt gebe es zwar schon seit einiger Zeit, sagte Sylvie Ritter, Direktorin der Baselworld am Tag vor der Eröffnung. Aber die Lancierung der Apple-Watch mische die Branche, insbesondere die Traditionsbetriebe, auf. Bilder: Keystone RMS