Mehr ausländische Gäste wollen die Schweiz besuchen
Während die Zahl der Schweizer Gäste stabil blieb, verzeichneten die Hoteliers bei ausländischen Besuchern ein deutliches Plus von 1,6 Prozent. Besonders in Asien ist die Beliebtheit der Schweiz demnach ungebrochen: Die Zahl der Gäste vom asiatischen Kontinent legte um 12,1 Prozent respektive 126'000 Logiernächte zu. Vor allem bei
Touristen aus China, den Golfstaaten und Südkorea stieg die Schweiz deutlich im Kurs: Den weitesten Sprung machten in absoluter Rechnung die Gäste aus China (plus 46'000 Logiernächte). Als Gründe für den Anstieg aus Fernost führt der Schweizer Tourismusverband vor allem den wirtschaftlichen Aufschwung und die gestiegene Kaufkraft in diesen Ländern an.
Damit konnte der Anstieg aus den asiatischen Ländern auch das Minus bei der wichtigsten Touristengruppe der Schweizer Hoteliers kompensieren: Deutschland verbuchte laut BFS einen Rückgang von 59'000 Logiernächten (minus 2,8 Prozent) – und damit die deutlichste Abnahme aller Herkunftsländer. Dies ist insofern beachtlich, als die Deutschen mit Abstand die wichtigste Gästegruppe für den Schweizer Tourismus stellt.
Zum Vergleich: Während die Deutschen rund zwei Millionen mal in der abgelaufenen Wintersaison in Schweizer Hotels nächtigten, lag die Zahl der zweitplatzierten britischen Gäste lediglich bei 794'054. Eine Belastung stellte – nicht nur bei den Deutschen, sondern auch Touristen aus anderen europäischen Ländern – wie schon in den Vorjahren der starke Franken dar. «Das touristische Interesse aus Deutschland dürfte sich jedoch schon bald stabilisieren», so Verbandsexpertin Gisi. «Ähnliches gilt für andere europäische Länder, wo die Wirtschaft allmählich Fuss fasst.»