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Entlohnung

Ems-Chefin: Mini-Salär, dafür Riesen-Dividende

Millionen-Regen für Magdalena Martullo-Blocher: Die Ems-Chefin und Milliardärin begnügt sich zwar mit einem Mini-Salär, kassiert dafür aber 85 Millionen Franken an Dividenden.

Stefan Lüscher

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Magdalena Martullo-Blocher: Die Ems-Chemie-Chefin wurde mit 1,2 Millionen entlöhnt.Keystone RMS

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Der Unternehmensberater HKP Group hat untersucht, wie viel die CEOs der in den Aktienindizes SMI und SMIM enthaltenen Firmen 2014 an Vergütungen erhielten. Zuoberst auf der 40 Namen umfassenden Liste steht Joseph Jimenez; der Novartis-Lenker kassierte 12,3 Millionen Franken. Am anderen Ende der Aufstellung zu finden ist Magdalena Martullo-Blocher. Die Ems-Chemie-Chefin wurde mit 1,2 Millionen entlöhnt, also einem Zehntel von Jimenez’ Salär.

Ein warmer Dividendenregen

Dabei könnte sich die Tochter von ex-Bundesrat Christoph Blocher ein weitaus höheres Salär genehmigen. Zusammen mit ihren Schwestern Rahel und Miriam Blocher kontrolliert sie gegen 70 Prozent der Ems-Aktien, aktueller Wert 6,6 Milliarden. Doch die fünfköpfige Familie Martullo muss nicht darben; über die Ems-Chefin entleert sich ein warmer Dividendenregen von 85 Millionen Franken.
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Sehen Sie in der Bildergalerie, wieviel die SMI-Chefs 2014 verdienten:
So viel verdienen die Schweizer Topmanager 2014:  Steven Newman verdient sich als Lenker des Erdölservicekonzerns Transocean eine goldene Nase. Für das Jahr 2014 nimmt er 14,2 Millionen Franken nach Hause. Im Vorjahr verdiente Newman mit 13,9 Millionen Franken leicht weniger.
Joseph «Joe» Jimenez, der Chef des Pharmamultis Novartis, verdiente 2014 mit 12,6 Millionen Franken rund fünf Prozent weniger als 2013.
Die Entschädigung von Roche-CEO Severin Schwan bewegte sich 2014 etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Der Konzernchef erhielt für das vergangene Geschäftsjahr eine Gesamtentschädigung von 11,99 Millionen Franken (plus 1 Prozent gegenüber 2013)
UBS-Chef Sergio Ermotti hat im vergangenen Jahr knapp eine halbe Million Franken mehr verdient als 2013. Ermotti erhält 11,2 Millionen Franken Gehalt und Bonus.
SBB-Chef Andreas Meyer hat 2014 ein Gesamtsalär von 1,07 Millionen Franken verdient. Damit erhielt er knapp 130'000 Franken mehr ausbezahlt als im Vorjahr.
CS-Chef Brady Dougan hat 2014 trotz teilweisem Verzicht annähernd gleich viel verdient wie im Vorjahr. Insgesamt erhielt er 9,7 Millionen Franken, nach 9,8 Millionen im Vorjahr.
Swatch-Chef Nick Hayek verdiente 2014 40'000 Franken weniger als im Jahr davor. Das Salär bleibt aber beachtlich: Fast 7,5 Millionen Franken beträgt die Gesamtvergütung.
ABB-Chef Ulrich Spiesshofer erhielt im Jahr 2014 rund 7,58 Millionen Franken Lohn. Damit verdiente er weniger als sein Vorgänger Joe Hogan, der in seinem letzten vollen Amtsjahr (2012) 10,2 Millionen Franken erhalten hatte.
Zurich-Chef Martin Senn hat für das Geschäftsjahr 2014 eine Vergütung von 7,2 Millionen Franken erhalten. Sein Grundgehalt betrug wie im Vorjahr 1,6 Millionen Franken, dazu kamen Aktienanteile, Pensionskassengelder und sonstige Vergütungen. Insgesamt zahlte der Versicherungskonzern seinem Chef etwas weniger Lohn als im Vorjahr.
Swiss-Re-Konzernchef Michel Liès hat im Jahr 2014 etwas weniger verdient als im Jahr zuvor: 6,34 Millionen Franken nach 7,02 Millionen im Jahr 2013.
Die Privatbank Julius Bär zahlte ihrem Chef Boris Collardi 2014 einen Lohn von 5,73 Millionen Franken. Wegen einer Änderung der Berechnungsmethode fällt die Entlöhnung leicht unter dem im Vorjahr mitgeteilten Gehalt von 5,89 Millionen Franken aus. Bei gleichbleibender Methode wäre das Gehalt von Collardi dagegen im Jahr 2013 um rund 1,8 Millionen Franken tiefer ausgefallen,
Der Chef des Zementriesen Holcim verdiente 2014 insgesamt 5,2 Millionen Franken – und damit deutlich mehr als 2013. Bernard Fontana verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 2 Millionen Franken deutlich.
Der Geberit-Chef Albert Baehny hat nach 2,6 Millionen Franken im Jahr 2013 nun 2,8 Millionen Franken verdient.
Zu den Grossverdienern unter den Schweizer SMI-Topmanagern gehört Nestlé-Chef Paul Bulcke. Die Arbeit der Konzernleiters war seinem Arbeitgeber 2014 knapp 9,3 Millionen Franken wert. Damit verdient er gleichviel wie im Jahr 2013.
Mike Mack, der Chef des Agrochemiekonzerns Syngenta, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 deutlich mehr als im Vorjahr verdient. Seine Gesamtentschädigung wird in dem heute publizierten Geschäftsbericht auf 8,2 Millionen US-Dollar beziffert, nach 4,9 Millionen im Jahr 2013.
Beim Luxusgüterkonzern Richemont erhielten gleich zwei Geschäftsleiter ein Managergehalt. Bernard Fornas (im Bild) bekam 2014 7,9 Millionen Franken (plus 38 Prozent). Sein Kollege Richard Lepeu verdiente im vergangenen Jahr sogar 8,7 Millionen Franken (plus 1 Prozent).
Jean-Paul Clozel gründete den Pharmakonzern Actelion vor 16 Jahren und steht ihm als Geschäftsleiter vor. Für 2014 erhält er 6,87 Millionen Franken. Im Vorjahresvergleich mit 2013 hat er nach 6,36 Millionen Franken in diesem Jahr eine halbe Million mehr.
Die Gesamtvergütung von Aryzta-CEO Owen Killian lag im Jahr 2014 bei 5,87 Millionen Franken. Damit verdiente er im vergangenen Jahr 44 Prozent mehr als noch im Jahr 2013.
Unverändert blieb die Vergütung von Givaudan-Chef Gilles Andrier: Mit 4,16 Millionen Franken verdiente der CEO 2014 genauso viel wie bereits im Vorjahr.Bilder: Keystone
Urs Schaeppi verdiente 2014 als Swisscom-Chef 1,773 Millionen Franken. Damit ist sein Gehalt fast auf gleichem Niveau, in diesem Jahr sind es 60'000 Franken mehr als im Vorjahr.Bilder: Keystone
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