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Jürg Marquard: Das zweite Gesicht

Von machen belächelt, von keinem unterschätzt: Vollblut-Verleger Jürg Marquard.

Man glaubt, ihn zu kennen: als Lebemann, Yachtbesitzer, Dauergast bei Galas und Empfängen. Aber Jürg Marquard ist nicht auf Partys zum erfolgreichsten Verlagsgründer der Schweiz geworden. Die unbekannte Seite des Selfmade-Multimillionärs.

Von Dirk Ruschmann
17.04.2012

Einer, der regelmässig aus den Klatschspalten der „Schweizer Illustrierten“ lächelt, jede Party mitnimmt und Fernsehreporter auf die eigene Yacht einlädt – der wirdeilfertig die Türen aufreissen, wenn BILANZ um einen Termin anfragt. Könnte man denken.

Jürg Marquard jedoch fordert vorab mehrere Texte des Autors an und bittet zu einem Kennenlern-Lunch. Zwei lange Stunden stellt er Fragen, sondiert sein Gegenüber und stimmt schliesslich zu, allerdings sei er zunächst für einige Zeit im Ausland. In acht bis zehn Wochen könne man sich dann zum Gespräch treffen.

Dieser Lunch liegt gut fünf Jahre zurück. So lange liess Marquard auf sich warten.

Der „mediengeile“ Verleger mit Modelgattin, rauschende Silvesterparties in St Moritz feiernd, das ist das Schweizer Stereotyp über Jürg Marquard. Sogar Journalistenkollegen fragen: Ist der nicht ständig in der Presse? Die Antwort muss lauten: Im Prinzip ja. Doch wenn es ums Geschäftliche geht, macht sich der vermeintlich Omnipräsente äusserst rar. Wie Marquard arbeitet oder wie es in seinem Verlag aussieht, ist nahezu unbekannt. Einladungen zu Podiumsdiskussionen lehnt er meistens ab, in Branchen-Gremien lässt er sich von seinem Management vertreten. Umsätze oder gar Rendite seiner Gruppe verschweigt er.Der jüngste BILANZ-Artikel über den Verleger Marquard datiert aus dem Jahr 1988. Dass er im vergangenen Herbst der Zuger Zeitung ein Interview gab, erklärt sich mit dem Firmenjubiläum: Seit 30 Jahren lenkt Marquard seine Mediengruppe von Zug aus. Im Gegensatz zu seinem öffentlichen Ruf, wonach er von goldglänzendem Prachtmobiliar und Champagnerkühlschränken umringt sein müsste, residiert er dort ziemlich unspektakulär in der oberen Etage eines Einkaufszentrums.

Der (angebliche) Lebemann

Mit den Stereotypen, also der Schubladisierung, ist es so eine Sache. Marquard gilt vielen als unschweizerisch, weil er seinen Reichtum nicht versteckt, sondern via Autos, Privatjet, Yacht, Residenz in Herrliberg über dem Zürichsee und Partyleben in St Moritz genussvoll auslebt und herzeigt. Aber dass er in der Schweiz trotz aller unternehmerischen Erfolge noch immer eindimensional als brachialer Lebemann wahrgenommen wird, ist ihm wohl nicht voll bewusst. Zumal er anders tickt – eher nach dem amerikanischen Modell. Die Frage nach seinem öffentlichen Bild beantwortet er mit einem Brief, der ihn am selben Tag erreicht hat: Ein Herr aus Südtirol schreibt, er bewundere Marquards Lebensleistung, und da er mit seiner Gattin demnächst einen Kurzurlaub in St Moritz gebucht habe, würde er sich sehr freuen, Marquard einmal kennenzulernen, falls das möglich sei. Solche Zuschriften bekommt Marquard viele. Von Leuten, die ihn wissen lassen, dass Bilder oder Berichte über ihn sie inspriert hätten, sich Ziele zu setzen und die auch zu erreichen. „So etwas macht mir Freude, und diese Leute bedeuten mir viel", sagt Marquard. "Wenn es dann auf der anderen Seite auch Neider gibt, ist mir das egal".

Unter seinesgleichen, den grossen Schweizer Verlegern,lästert jedenfalls keiner über Marquard; auch nicht hinter vorgehaltener Hand. Der elder Statesman der Verlagspatrons, Hans Heinrich Coninx von Tamedia, findet, Marquard habe „eine positive Ausstrahlung und Freude an seinem Erfolg – das macht ihn sympathisch“. Den Chef der NZZ-Gruppe, Polo Stäheli, „stört es überhaupt nicht, dass er nicht die typische Schweizer Zurückhaltung an den Tag legt“. Stäheli betont, Marquard sei „ganz sicher kein Angeber –im Gegenteil“. Für Marquards Rolle inmitten der ländlichen Schweizer Kleinverleger, wo er wie ein Fremdkörper wirkt, findet Coninx die schöne Formulierung: „viele belächeln ihn bewundernd“. Unter den Grossverlegern kennt ihn Michael Ringier am besten – die beiden sind seit Jahrzehnten befreundet, lernten sich einst an einem Fest des damaligen Tagesanzeiger-Englandkorrespondenten Samuel Blatter kennen. Ringier hielt sich in London auf, erinnert er sich, um sein Englisch zu verbessern: „Warum Jürg auch dort war: keine Ahnung!“ Die beiden haben auch zusammen geschäftet: Ringier übernahm später von Marquard zwei Tageszeitungen in Ungarn, und gemeinsam boten sie einst mehrere hundert Millionen Franken für einen Einstieg beim österreichischen Boulevardblatt „Krone“, dem Pendant zum Schweizer „Blick“. Ringier attestiert Marquard „eine klassische Selfmade-Karriere – zudem eine, die Bestand hat“. Mit jahrzehntelangem Erfolg, so Ringier, habe Marquard „sein persönliches Leben ins Unternehmerische umgesetzt“. Der amerikanische Traum eben. Wenn es zeitlich passt, wird Marquard den Herrn aus Südtirol auf einen Kaffee treffen.

Der Katonsschüler Marquard

Den Weg vom Kantonsschüler zum Multimillionär hat Marquard dank Ehrgeiz und Fleiss geschafft – und ausgestattet mit journalistischem Talent. Für Urdorf, den Wohnort der Familie Marquard, verdingte sich bereits der Schuljunge Jürg als Lokalkorrespondent  des Limmattaler Tagblatts. Er besuchte Gemeindeversammlungen und Kirchenfeste, „und die Artikel, die ich abends geschrieben hatte, musste ich morgens um 6 im Briefkasten der Redaktion einwerfen“. Die sass damals in Altstetten, also stieg der Jungreporter dort aus der S-Bahn und fuhr mit dem folgenden Zug weiter nach Zürich-Enge, wo er an der Kantonsschule Freudenberg die Handelsmatura ablegte. Das erste Zeilenhonorar betrug 30 Rappen.

Bereits als Schüler enterte Marquard die Frauenpublizistik: Wie es einem jungen Mann ergeht, der auf der Flaniermeile Bahnhofstrasse fremde Damen anspricht, beschrieb er in einem mehrseitigen Artikel in der „Annabelle“. Den Text „hab ich einfach der Redaktion aufgeschwatzt“, erinnert er sich, „hätte auch ein Cosmo-Thema sein können“. Falls es die deutschsprachige „Cosmopolitan“ damals schon gegeben hätte. Später wird die „Cosmo“ zur Grundlage von Marquards langjährigem Erfolg.

Wie der Jugendliche Marquard wirklich zu Geld kam

Zu jedem anständigen Unternehmer gehört ein Gründungsmythos. Im Fall der Marquard Media AG ist das jene Geschichte, wonach sich der 20-Jährige bei ehemaligen Mitschülern 2000 Franken lieh, damit die erste Ausgabe seines ersten Magazins „Pop“ drucken liess und später mit Hilfe von einer Gruppe Investoren, welche sich mit 50 000 Franken beteiligten, den Pop-Verlag ins Handelsregister brachte. In der tatsächlichen Geschichte war die Reihenfolge eher umgekehrt. Bereits als Schüler betätigte sich Marquard nebenbei als Konzertveranstalter und managte die Band „Red Lions“. Etwa ein Jahr vor seinem Schulabschluss traf er bei einem Konzert auf den Werber Franz Schnyder, der dort eine Produktpromotion am Laufen hatte. Schnyder erzählte ihm von dem Investmentfonds, den er mit einigen Partnern gegründet hatte und mit dem die Gruppe in Startups investierte. Wenn Marquard eine gute Geschäftsidee habe, könne er sich nach seinem Abschluss bei ihm melden. „Ich antwortete, ich würde ihn kontaktieren und meine Idee vorstellen – allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar keine“, grinst Marquard. Er begann zu überlegen. Konzertagentur? Zu langweilig. Statt dessen dürfte er sich an einen Artikel für die Annabelle erinnert haben, für den er sich direkt nach der letzten Matura-Prüfung per SBB-Zweitklass-Ticket auf Rundreise begab, Titel frei nach Simmel: „Es muss nicht immer St Moritz sein“. In seiner Reportage über reizvolle, vom Tourismus bisher unverdorbene Wintersportorte bewies der erst 19-Jährige seine Qualitäten als Autor. Im Skigebiet Schwarzsee bei Fribourg wedelte Marquard zwischen den Liften auf der Kaiseregg, „die ursprünglich freilich nur eine Käseregg war und erst später geadelt wurde“, spottete er mit feiner Klinge. Die Konzentration unterschiedlich schwieriger Pisten, mutmasst der Jungreporter, erkläre „die Vollbeschäftigung der Rettungstrupps“ auf den Hängen. Derzeit sei „Sorge getragen, dass vier Feriengäste gleichzeitig gegipst werden können“. Der Unterschied zu St Moritz konnte kaum grösser sein: „Nicht jeder, der hier ein Gipsbein zeigt, hat versucht, Ski zu fahren. Es kann auch beim Twist passiert sein“. Zum siebzigsten Geburtstag der Annabelle im Jahr 2008 griff Marquard noch einmal in die Tasten, und erläuterte in der Jubiläumsnummer, warum es später für ihn doch St Moritz sein musste. Zudem schilderte er ein Erlebnis, das dem frischgebackenen Maturanden unterwegs in einem Berghotel widerfuhr – mit zwei lebensfrohen Holländerinnen. Vermutlich mit Rücksicht auf das zarte Gemüt von Annabelle-Chefredaktorin Lisa Feldmann und ihrer Leserinnen verbat sich Marquard pikante Details und beliess es bei sanften Andeutungen.

Gründung: Zum ersten Mal Verleger

Journalismus machte also Spass, warum dann nicht Schreiben und Musik verbinden? Zumal es damals im Jugendmarkt nur einen Monopolisten gab: die deutsche „Bravo“. Franz Schnyder versprach, mit seinen Mitinvestoren Geld einzuschiessen, verlangte aber ein Gesellenstück: Marquard solle die erste Nummer „in kleinerem Rahmen“ ohne Unterstützung produzieren. Der hatte aber komplett leere Taschen.

Sein Vater, Zahnarzt mit Praxis am Limmatquai, hatte ihm nur für ein Studium Unterstützung versprochen. Als der Sohn sich als Zeitschriftengründer outete, verweigerten die Eltern nicht nur eine Finanzspritze, sondern verlangten erbost für Kost und Logis ab sofort 300 Franken monatlich. Der Sohn wollte dennoch nicht aufgeben. Für 800 Franken Monatslohn nahm er eine Stelle als Assistent von Schnyder an, der mittlerweile zum Werbeleiter im Weltwoche-Annabelle-Verlag avanciert war. Damit hatte Marquard ein Auskommen, die Zeitschrift „könne er dann ja abends oder nachts machen“, beschied ihm Schnyder. Immerhin holte bald die Weltwoche-Redaktion das darbende Talent aus der Werbeabteilung und gab ihm eine Rubrik „im Kreise unserer Inserenten“ – zwar im Anzeigenteil platziert, aber redaktionell aufgezogen, und Marquard konnte „an alle Anlässe gehen, die die Anzeigenkunden ausgerichtet haben“. Das machte ihm den Dreimonatsjob bei der Weltwoche erträglich. Schliesslich lieh er sich 2000 Franken, liess 2000 „Pop“-Exemplare drucken und verkaufte sie von Hand, Erscheinungstag 15. November 1965. Das imponierte Schnyder, die 50 000 flossen, Pop kam an die Kioske. Der 20-Jährige Jürg Marquard war nun Verleger.

Allerdings einer, dem viele eine geringe Haltbarkeitsdauer vorhersagten. Der verstorbene Peter Höltschi, laut Marquard „einer der talentiertesten Schweizer Journalisten“, wettete damals eine Kiste Whisky, „dass ich kein ganzes Jahr mit Pop überleben würde“, grinst Marquard. Die Kiste habe er nie bekommen. Dafür hat er überlebt. Nach „wilden Geschichten“, unter anderem mit nicht bezahlten Druckerei-Rechnungen, wurde Marquard bald Alleininhaber des Verlags; er nahm Bankkredite auf, um die anfänglichen Investoren auszukaufen.

„Mister Pop“

Neben der Verlegerei moderierte Marquard die wöchentlichen Radio-Hitparade („hallo, i bin dr Jürg vum Pop“), damals ein Strassenfeger. „Er war Mister Pop in der Schweiz“, erinnert sich Michael Ringier: „Und er hat von Anfang an klar gesehen: Er muss rein in den deutschen Markt, dort ist der grosse Hebel“. Schon 1967 expandierte Pop nach Süddeutschland, die Auflage, inzwischen 25 000 war wieder bald zu klein – 1970 betrug sie eine runde Viertelmillion. Marktführer „Bravo“ der Hamburger Verlagsgruppe Bauer begann zu zittern, Konkurrent Burda lancierte mit „Rocky“ einen Wettbewerber.

Acht Millionen Franken soll ihm Bauer damals für Pop geboten haben, verbunden mit der freundlichen Warnung, er könne entweder sehr jung sehr reich werden - oder sich von Bauer plattmachen lassen. Marquard lehnte ab, rang später Burdas Pop-Konkurrenzprodukt „Rocky“ nieder und verleibte es sich ein. Die fusionierte Pop/Rocky kam 1980 auf eine Auflage von einer runden halben Million, und mit dem traditionsreichen Namen Burda im Rücken hatten die Anzeigenverkäufer des immer noch wenig etablierten Marquard schlagartig einen besseren Stand bei den Inserenten. 

Es blieb nicht das einzige Blatt mit einer fulminanten Aufwärtsbewegung. 1986 übernahm Marquard die Jungfrauenzeitschrift „Mädchen“, richtete sie redaktionell hochwertiger aus betonte stärker den Nutzwert von Artikeln – die Auflage von rund 100 000 vervierfachte sich in kurzer Zeit. Spezialisierte Musik-Blätter wie „Metal Hammer“ und „Musik Express“ kamen hinzu, und schon 1985 hatte Marquard eine deutschsprachige Ausgabe von „Harper’s Bazaar“ gestartet, einem Premium-Modeblatt aus den USA. Es wurde sein einziger echter Fehlschlag. Zwar stieg auch hier anfangs die Auflage rasant, und die Originalausgabe dient Moderedaktorinnen seit Generationen als Ideenlieferant. Aber im hiesigen Markt reichte es damals nicht. 1992 musste der deutschsprachige Bazaar wieder schliessen. Marquard musste „an der Einstellung aus wirtschaftlichen Gründen schwer knabbern – auch finanziell“. Inzwischen, seit etwa zwei Jahren, wird über die Wiederauferstehung einer deutschsprachigen Harper’s Bazaar diskutiert. Im Rennen sind Marquard und Burda; beide Partner des US-Medienhauses Hearst.

Marquards goldener Griff: Die Cosmopolitan

Mit Hearst verbindet Marquard insbesondere die „Cosmopolitan“. Deren Lizenz, zuvor vom ehemaligen Bauer-Vizechef Manfred Hintze gehalten, konnte Marquard 1981 übernehmen. Hintze hatte zuvor ordentlich Geld investiert, aber vergeblich versucht, den Leserinnen die Frauenzeitschrift schmackhaft zu machen. Das Dossier landete bei allen deutschen Grossverlagen, aber nur Marquard witterte mit seinem „verlegerischen Ur-Instinkt“ – den er sich auch selber attestiert - den Epochenwandel, für den es bisher keinen journalistischen Resonanzboden gab: Ein neues Selbstverständnis der Frauen, weg von Kinder, Küche, Kirche, orientiert am Wunsch nach Freiheiten und Perspektiven, auch nach beruflichem Erfolg. Innerhalb einer Viertelstunde hatte sich Marquard entschieden, die Cosmo zu übernehmen, flog umgehend nach New York zur Hearst Corporation und bewarb sich um die deutschsprachige Lizenz. Der KMU-Verleger überzeugte die Konzernherren.

Er hatte den richtigen Riecher. Jung, fröhlich, unverkrampft und erfolgsorientiert gab und gibt sich die Cosmo („müssen wir noch treu sein?“) unter Marquard. Die Auflage erreichte in der Spitze rund 440 000 verkaufte Exemplare und liegt noch immer deutlich über 300 000. Vor allem ist die Cosmo eine Anzeigenmaschine, von der Wettbewerber stöhnen, zeitweise sei „praktisch jede zweite Seite ein bezahltes Inserat“ gewesen. „Die Cosmopolitan“, bilanziert Michael Ringier, „war sein grosser Durchbruch“.

Ausweitung nach Osteuropa

1986 sass Marquard in einem Budapester Taxi. Der Fahrer forderte ihn auf, auch in Ungarn eine Jugendzeitschrift aufzulegen. Es stellte sich heraus: Der Fahrer ist auch Pressefotograf. Zum Start könne er Marquard auch eine Wohnung besorgen: Er ist auch Immobilienmakler. Diese Jobs hatte er nebenbei, weil das Einkommen aus seiner Hauptbeschäftigung als Universitätsprofessor für Mathematik nicht reichte. Marquard war beeindruckt vom Kampfeswillen der Ungarn und startete die Osteuropa-Expansion – als erster westlicher Verleger. Nach Ungarn, das ihn bald zum Honorargeneralkonsul ernannte, folgte der Markteintritt in Polen. Für beide Länder erwarb er später die Lizenzen, dort den „Playboy“ zu verlegen.

In Deutschland hatte Marquard zwischenzeitlich das Portfolio entscheidend erweitert: 1995 startete er „Joy“ für Damen unterhalb des Cosmopolitan-Alters – eine komplette Eigenentwicklung und die wohl erfolgreichste Zeitschriftengründung Westeuropas der vergangenen 20 Jahre. Joy erscheint heute in 19 Ländern, sogar in Indonesien fand Marquard einen Lizenznehmer. 1998 folgte die Frauen-Fitnesszeitschrift Shape („das ultimative Fatburner-Workout“).

Das Jahr 2000: Totalumbau

Ende des Jahrtausends kam der Umbruch. Per Januar 2000 verkaufte Marquard die Jugend- und Musikblätter, mittlerweile 13 Titel, an den Axel Springer Verlag, dem er „weit bessere Manieren“ als seinem Erzfeind Bauer attestierte. Springer hätte zwar ein Joint Venture mit Marquard vorgezogen, doch der, an kürzestmögliche Entscheidungswege gewöhnt, schreckte davor zurück, mit dem Riesenkonzern zusammenzuspannen. Deutlich über 80 Millionen Franken soll Springer, zu dem auch Bilanz gehört, für das Portfolio gezahlt haben – es bedeutete damals eine klare Nummer 2-Position im grossen deutschen Markt hinter Bauer. Allerdings waren die Jugendzeitschriften schon damals in eine Schwächephase gerutscht, dank Musikfernsehen und Internet darbt heute das gesamte Segment. Den Musikzeitschriften, sagt Marquards CEO Albrecht Hengstenberg, „geht es aber nach wie vor sehr gut“. Zum Oktober 2000 trennte sich Marquard von den ungarischen „Mai Nap“ und „Magyar Hirlap“. Die beiden klassischen Tageszeitungen passten weder ins Portfolio noch konnte Marquard, da er die Sprache nicht beherrscht, sie inhaltlich wie gewohnt kontrollieren. Käufer war Michael Ringier, der bereits erfolgreich Tageszeitungen in Ungarn verlegte. Die Marquard Media Gruppe schrumpfte in diesem Zeitraum von 1500 Beschäftigten auf ein gutes Drittel.

Während die Joy zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte heranwuchs, gab es in den „Nuller-Jahren“ infolge derInternet- und späterenWirtschaftskrise auch Rückschläge: die 2003 gegründete „Celebrity“, ein Stars- und Lifestyleblatt, starb 2008 und existiert nur als Webseite weiter. Das kränkelnde Männerblatt „Maxim“, Ende 2007 angeschnallt, konnte auch Marquard nicht wieder flottmachen. Im Mai 2009 erschien die letzte Ausgabe.

Mit Vollgas ins Internet

Mehr Freude bereitet der Computer- und Entertainmentverlag Computec, den Marquard im April 2005 übernahm. Computec brachte rund 50 Millionen Franken Umsatz mit, Flaggschiff des Hauses ist die Zeitschrift PC Games. Heute hält Marquard über 95 Prozent der Anteile, damit ist eine zwangsweise Verabschiedung der restlichen Aktionäre in Reichweite. Während Marquard sich lange Zeit eher zögerlich auf das Internet zubewegte, lotet er mit Computec inzwischen „die ganze Variationsbreite von e-commerce“ aus – über Spiele, Vertriebsprogramme (sogenannte affiliates) und neuerdings auch als „game-publisher“ – dabei begleitet der Verlag Neuentwicklungen von Spielen und leistet Vorfinanzierung. Computec hat bereits ein Spiel namens „Reborn Horizon“ im deutschsprachigen Raum lanciert. Von heute noch 550 Mitarbeitern in seiner Gruppe arbeiten inzwischen 100 im Onlinegeschäft. Er selber, sagt Marquard, sei aber „überhaupt kein Spielertyp“. Lediglich wenn er mit seinem Sportwagen neue Rennstrecken aufsucht, prägt er sich Kurvenradien und Bremspunkte zuvor am Computersimulator ein. Eingeweihten zufolge will Jürg Marquard Computec noch einige Akquisitionen hinzufügen. Mit mehreren Firmen laufen demnach Gespräche, auch eine grössere Sache soll dabei sein. Er selber schweigt sich dazu aus.

Stramme Renditen

Auch beim Thema Geschäftsergebnisse beisst sich Marquard auf die Lippen. Einige Grössenordnungen sind aus der Vergangenheit bekannt. 1998 erzielte seine Gruppe etwa 195 Millionen Franken Umsatz, und schon 1992 hatte er „in meinem jugendlichen Leichtsinn stolz kommuniziert“, dass der Jahresprofit 26,8 Millionen betrage –bei seinerzeit deutlich weniger als 190 Millionen Umsatz. Das soll ihm einen genervten Anruf von Michael Ringier verschafft haben – der ihm prophezeihte, dass er solche Margen nicht werde halten können. Tatsächlich ist die Zeit solcher exorbitanten Renditen vorbei, aber der Verleger gibt sich „zufrieden – wir liegen schon noch im zweistelligen Bereich“. Davon ist Marquards „sehr anständiges Gehalt“, das er sich zahlt, bereits abgezogen (es dürfte bei rund 1,5 Millionen Franken liegen). Nicht jedoch die Dividende, auf die er „angewiesen“ ist. Heute dürfte der Umsatz seines Verlags bei 125 Millionen Franken liegen. 

Woher die hohen Renditen kommen

Dass Marquard Media rekordverdächtige Werte bei Rendite und Produktivität (Relation von Umsatz pro Mitarbeiter) aufweist, hat zwei Gründe: Erstens und vor allem die Konzentration auf Lifestyle-Magazine. Damit können sich die Redaktionen auf eingegrenzte Themenbeschränken und überschaubar bleiben – Verlage mit Tageszeitungen müssen viel breitere Bereiche abdecken und zudem den Morgenvertrieb der Blätter organisieren. Tamedia etwa, Herausgeber des Zürcher „Tagesanzeigers“, hat seit 20 Jahren die Grenze von 20 Prozent Marge nicht übertroffen – auf Stufe Ebit, also vor Zins- und Steuerabzug. Hinzu kommt bei Marquard der Erfolg seiner „Joy“ – je mehr ausländische Verlage in ihren Ländern eine Joy herausgeben, umso mehr Geld kommt in Marquards Firmenholding an. Rund acht Prozent vom Umsatz der Lizenznehmer, besagt eine Faustregel, fliessen an den Inhaber der Markenrechte. Nicht umsonst sagt Tamedia-Patron Hans Heinrich Coninx, Marquards Verlag sei „strategisch hochinteressant positioniert“. Auch Tamedia ist mit ihrer „Annabelle“ im Frauenbereich aktiv, „und wir“, so Coninx, „glauben an dieses Segment“.

Zweitens hat Marquard immer viel gut gewirtschaftet und viel selber gemacht. Jahrelang klebte er eigenhändig den sogenannten Drucksatz oder rieb Buchstaben von Folien auf Druckflächen auf. Alte Weggefährten berichten zudem grinsend, er sei im Business „ein echter Rappenspalter“ und könne mit Lieferanten leidenschaftlich über fünf Franken verhandeln. „Im Geschäft“, sagt Polo Stäheli, „ist er, glaube ich, knallhart“. Auch den eigenen Businessflieger schaffte Marquard ab („zu teuer“) und chartert heute im Bedarfsfall eine Maschine. Gebucht wird im Euroraum, wo auch der Grossteil seiner Einnahmen abfallen. Das lindert ein wenig den Schmerz der Währungsverluste durch den starken Franken.

Persönlich sei er dagegen „unheimlich grosszügig“, berichtet eine ehemalige Cosmopolitan-Chefredaktorin. Sie durfte spüren, wie der Verleger Dinge selber in die Hand nimmt: Gelegentlich stritt man sich um Titelzeilen und deren Botschaft an die Leserinnen. Dass Marquard hier „know-how einbringt“, wie er sagt, gehöre zu seinen Aufgaben, schliesslich begleite er das Blatt seit Jahrzehnten und trage „die Verantwortung, die Gene der Cosmo zu bewahren“. Man habe „teils regelrecht fighten müssen“, erinnert sich die Ex-Chefredaktorin, „ab und an sind auch Türen geflogen“, dafür war hinterher die Luft sofort wieder klar. Inhaltlich habe Marquard „einen unfassbaren Instinkt“, lobt sie, und: „er ist null nachtragend“.

Dieser „Ur-Instinkt“ hat ihn wohl auch davor bewahrt, beim gescheiterten Gratiszeitungsprojekt punkt.ch mitzumachen, obwohl er anfänglich einsteigen wollte. Grosse Chancen wittert er dafür bei „Hot“, seinem neuesten Projekt, „eine neuartige Form von Zeitschrift“. Sie wird Modeartikel zeigen, die auf der gleichnamigen Website gekauft werden können. Da reine Online-Angebote erfahrungsgemäss nicht genügend Kauflust auslösen, brauche es mehr Inspiration, lässt sich Marquards Deutschland-Chefin Waltraut von Mengden zitieren: „Und die funktioniert interessanterweise nur über Print“.

Der Kreis der Vertrauten

Von Mengden gehört zu einer kleinen Gruppe langjähriger Weggefährten, mit denen Marquard sein Business führt: Dabei sind Finanzchef Peter Brase, Frances Evans, Leiterin des internationalen Geschäfts, wohl auch die Länderchefs in Polen und Ungarn, vor allem aber Albrecht Hengstenberg. Der CEO der Marquard Media Gruppe arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten für den Schweizer, und ist so etwas wie sein Alter Ego: sehr schlank und hochgewachsen, ein ruhiger Typ mit Intellektuellenbrille, der Direktor eines hippen Kunstmuseums sein könnte. Hengstenberg, Spross der gleichnamigen deutschen Konserven-Dynastie (Klassiker ist das „Mildessa“ Weinsauerkraut) und Marquard „schätzen sich sehr“, sagtein Marquard-Kader, und die unterschiedlichen Qualitäten dieses Gespanns seien ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Eines verbindet beide: Die Liebe zu Autos. Vor einigen Jahren schenkte Marquard seinem Vormann einen weissen Rolls Royce Silver Shadow, Baujahr 1978. Hengstenberg hat ihn an seinem Hauptwohnsitz München stehen.

In seinem Verwaltungsrat umgibt sich der Verleger mit persönlichen Freunden. Der engste dürfte IT-Unternehmer Claudio Cisullo sein. Mit ihm, so Marquard, rede er praktisch jeden Tag. Wie auf Bestellung klingelt im Gespräch Marquards Natel (mit einem schnellen Kirchenglockengeläut), Cisullo ist dran, die beiden verabreden sich für den Abend. Als Freunde bezeichnet Marquard auch den Zuger Wirtschaftsanwalt Thomas Rinderknecht, der für ihn zugleich als „lead attorney“ fungiert, sowie den Fernsehproduzenten Max Sieber. Sieber schaut ein wenig, gemeinsam mit Marquards Frau Raquel, auf den Mister-Schweiz-Wettbewerb, den Marquard sich zugelegt hat – „quasi als exterritorialen Schauplatz, als family business“. Cisullo und Rinderknecht amten zudem als Vizepräsidenten des VR der Marquard Media AG. Ansonsten habe er einen grossen Bekanntenkreis, sagt Marquard.

Blick nach innen: Schlanke Teams

So klein wie die Zahl enger Freunde sind auch die Teams der Firma. Das Gros der Personals sitzt dort, wo die Blätter und Websiten gemacht werden: in Polen beschäftigt Marquard 170 Mitarbeiter, in Ungarn 60, in der Lifestyle-Zentrale München 130 und am Computec-Standort Fürth 150 Menschen. Im Holdingstandort in Zug dagegen arbeitenlediglich zehn Leute, und der Verwaltungsrat trifft sich nur vier bis fünf Mal pro Jahr. Die Geschäftsleitung tagt, normalerweise ohne den Eigentümer, monatlich.

Persönlich wäre er ohnehin nicht immer verfügbar. Weniger als die Hälfte der Zeit verbringt er in der Schweiz, und davon mehr als einen Monat abgeschieden in St Moritz. Zudem lebte er im vergangenen Jahr runde drei Monate auf seiner Yacht „Azzurra 2“. Gearbeitet wird trotzdem von überall: „Mein Büro befindet sich in meinem Kopf, mein Arbeitsinstrument ist das iPad“, sagt Marquard. An PC, Maus und Cursor habe er sich „nie richtig gewöhnen können“. Weil er nicht gern tippt? „Doch, leidenschaftlich“, widerspricht Hengstenberg mit triefendem Spott in der Stimme. Die beiden „verstehen sich blind“, sagt ein Nahestehender. „Albrecht und sein Team haben sehr viel Gestaltungsspielraum“, formuliert Marquard, „wir kennen uns in allen Facetten“. Und Hengstenberg sagt, „wir haben einen qualifizierten Dialog und müssen nicht um taktische Themen herumarbeiten“. Das ganze Unternehmen gilt als relativ intrigenfreie Zone. Auf solche Sekundärtugenden legt Marquard viel Wert.

Hengstenberg sieht zwei Seiten an seinem Chef: „Auf der einen Seite die absolute Business-Orientierung, zahlengetrieben und kenntnisreich bis ins Detail, auf der anderen Seite das Private, etwas lässiger und lifestyliger“. Das seien Ergänzungen, keine Gegensätze.

Preussisches Arbeits-Ethos

Tatsächlich ist Marquard beruflich das Gegenteil des brachialen Lebemanns. Verleger sein „betrachte ich als Beruf, den ich mit Ernsthaftigkeit ausübe“, sagt er. „Spass und Freude“ bereite es ihm schon, aber klar ist: Für ihn ist der Job Arbeit, nicht höhere Berufung.Im „Spiegel“ definierte er sich einmal als „strikt kommerziell denkender Verleger“. Er habe keine politische Mission und wolle sich auch kein Denkmal setzen – „solche Gedanken haben mich nie umgetrieben“.Das schützt vor fatalen Missgriffen, wie sie dem Hamburger Erfolgsverleger Dirk Manthey mit seiner Verlagsgruppe Milchstrasse unterliefen. Manthey war mit innovativem Zeitschriften (Fit for Fun, Max, Amica, TV Spielfilm) schnell reich geworden, doch Lifestyle reichte ihm nicht mehr – er wollte Bedeutungsschwangeres: sein Popkultur-Blatt „Max“ sollte dem Supertanker „Stern“ das Wasser abgraben und die Wochenzeitung „Net-Business“ zum kongenialen Begleiter der Internetwirtschaft avancieren – zwei teure Totalflops. Marquard könnte solches kaum passieren. Seichtes lehne er zwar ab, aber die Bedürfnisse des Mainstreams, referierte er bei den österreichischen Medientagen 2007, dürfe ein erfolgreicher Verleger nie ignorieren: Wenn man sich in allzu tiefe Gewässer wagt, so Marquard, darf man nicht allzu erstaunt sein, wenn auch die Auflage tief bleibt.

Heute macht Jürg Marquard einen tief entspannten Eindruck. Leute, die ihn gut kennen, sagen grinsend, leichte Stimmungsschwankungen habe er allenfalls entlang seines Körpfergewichts. Schliesslich sei er gesund und wisse zu schätzen, was er hat, sagt der Verleger. „Ich habe eine tolle Frau und einen tollen Job und arbeite viel – aber nicht so, dass ich darunter leiden müsste“, lächelt er.

Rentenalter – aber kein Ruhestand

Früher habe er sich gelegentlich gelangweilt im Beruf, wenn nicht viel passiert sei. Aber durch seine Gaming- und Online-Aktivitäten lerne er ganz neue Welten kennen, und mit der Lancierung von „Hot“ und dem Markteintritt in Thailand und Indien stehen interessante Projekte an. Und so lässt Marquard keinerlei Lust auf Ruhestand erkennen. Hans Heinrich Coninx, der sich auf seinen eigenen Rückzug jahrelang vorbereitet hat, meint: „Marquard ist ein Vollblut-Verleger und wird sicher nicht so bald aufhören wollen“. Seine älteste Tochter Aline arbeitet inzwischen im Verlag mit.

Einen Börsengang der Gruppe halten die meisten Beobachter für ausgeschlossen; die Einmischung von Investoren (deren Geld er nicht braucht) dürfte für Marquard eine Horrorvorstellung sein. „Er wird vermutlich irgendwann verkaufen, zumindest Teile“, vermutet ein deutscher Konkurrent. Burda, Springer und Bauer hätten alle Interesse an Marquards Portfolio. Aber so weit ist es noch lange nicht. „Einen Pensionär Marquard“, sagt er selber, „wird es nie geben“. Dazu macht es ihm derzeit auch zu viel Spass. „Eine der glücklichsten Phasen meines Lebens hat begonnen“, sagt Jürg Marquard, der im Sommer 67 wird.

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Die Familie / Das Private

Verlag und Familie Marquards haben eines gemeinsam: Aussenstehenden fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Der Verleger hat fünf Kinder und zwei Stiefkinder. Aus der Ehe mit seiner ersten Frau Rocio, einer Mexikanerin, stammt die älteste Tochter Aline, das Paar liess sich Ende der80-er Jahre scheiden. Vier weitere leibliche Kinder hat Marquard mit seiner zweiten Frau, der US-Amerikanerin Priscilla: Philipp, 19 Jahre alt, lernt derzeit in der Schweiz auf die private Pilotenlizenz PPL – für ihn, der englisch Muttersprache hat, nicht ganz einfach auf Deutsch. Danach wird er sich nach einem passenden Studium umsehen. Die 16-jährigen Drillinge Audrey, Alexandra und Caroline leben alle in den USA. Audrey und Alexandra besuchen die berühmte Tennisschule von Nick Bolettieri in Florida – hier lernte unter anderem Andre Agassi den Schläger zu schwingen. Caroline besucht die Schule in Orlando, ebenfalls Florida, und schreibt nebenbei Songs, „ein Folk-Pop-Crossover“, beschreibt Marquard. Für ihn als ehemaligen Mister Pop etwas Besonderes, mit Stolz spricht er von seiner „jungen Mannschaft“. Die beiden Stiefkinder brachte seine heute Frau Raquel mit in die Ehe: Tochter Bianca Gubser, die sich als Model betätigt, sowie deren jüngeren Bruder Vincent Lehmann.

Aline, mit 25 Jahren die Aelteste, hat in Miami Kommunikation studiert. Sie ist bereits bei der Marquard Media Gruppe eingestiegen. Zuerst arbeitete sie sich am Münchener Verlagssitz in der Modeabteilung ein, inzwischen wechselte sie ins „International Licensing“. Hier betreut sie die internationalen Partner: Einerseits kommuniziert sie mit Grössen wie Hearst, deren US-Brands wie Cosmopolitan Marquard auf dem deutschen Markt vertritt, und andererseits mit Verlagen im Osten, bis nach Asien, die Marquards „Joy“ auf ihren Heimatmärkten verlegen und damit wiederum nach München rapportieren sowie Lizenzgebühren abliefern. Fragen, ob Aline langfristig im Verlag bleiben oder gar ihren Vater als Verlegerin nachfolgen wolle, stellen sich für Marquard noch nicht, dafür sei es viel zu früh.

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