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Teuer 
Japaner zahlt 117'000 Franken für Thunfisch

Der Chef einer Sushi-Kette leistet sich zum Jahresanfang einen Thunfisch für 117'000 Franken. Immer wieder sorgt die traditionelle Versteigerung an Neujahr für rekordhohe Preise.

Veröffentlicht am 05.01.2016

Der Chef der japanischen Sushi-Kette Zanmai trägt auch 2016 den teuersten Thunfisch der traditionellen Neujahrs-Versteigerung auf dem Tokioter Fischmarkt Tsukiji nach Hause. Kiyoshi Kimura zahlte am Dienstag umgerechnet 117'000 Franken für den 200-Kilogramm-Fisch.

Letzterer war damit mehr als dreimal so teuer wie das 180-Kilo-Exemplar im vergangenen Jahr, für das Kimura umgerechnet rund 33'000 Franken hingeblättert hatte. Im Jahr 2013 war der Restaurantbesitzer im Bieterwettkampf mit einem Restaurant in Hongkong bis auf umgerechnet 1,3 Millionen Franken für einen Fisch gegangen.

Langjährige Tradition

Kimura versucht jedes Jahr, den besten Roten Thun auf der Tsukiji-Auktion zu ersteigern. Das diesjährige Exemplar wurde vor der Küste der nordjapanischen Stadt Oma gefangen.

Die diesjährige Neujahrs-Versteigerung war die letzte in der 80-jährigen Tradition des Tokioter Fischmarktes Tsukiji, der auch bei Touristen beliebt ist. Er wird dieses Jahr an einen moderneren Standort in Toyosu im Süden der Hauptstadt verlegt.

Japaner essen den Fisch meist roh als Sushi oder Sashimi. Sie konsumieren drei Viertel des gesamten Fangs weltweit. Die Bestände des Roten Thuns ­– auch Nordatlantischer Thun oder Blauflossen-Thunfisch genannt – gelten im Pazifik als gefährdet.

(sda/jfr)

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