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Hilfe, Aktivisten!

«Krisenkommunikation läuft heute in Echtzeit»

Stellen sich Aktivistinnen vor der Firma auf, herrscht Unsicherheit bezüglich Umgang damit. Bettina Zimmermann gibt Kommunikationstipps.

Tina Fischer

SCHWEIZ GREENPEACE PLASTIK NESTLE PROTEST
Ein Beispiel aus der Westschweiz ist das grosse Plastikmonster, mit dem Greenpeace-Aktivisten und -aktivistinnen im Jahr 2019 Nestlé konfrontierten. Die Aktion prangerte Einwegplastikverschmutzung an. Das Plastik stammte von Stränden und aus dem Meer. Keystone

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Ein Dinosaurier vor dem Nestlé-Hauptsitz, blutige Füsse vor dem Eingang von On, Klimakleberinnen und -kleber an einem VW-Fliessband oder ein verspraytes Swiss-Life-Logo: Mit diesen Aktionen versuchen Aktivisten, Aufmerksamkeit zu erregen. Sie bemängeln einen Zustand und fordern mit lauten Mittel eine Veränderung. Sehr oft stehen dabei berühmte Firmen im Visier der «Störenfriede».
Aktivistische Tätigkeiten stellen Firmen vor Herausforderungen. Sei es ein aufgezogenes Banner oder eine Gebäudeblockade – beides stört das Tagesgeschäft und beschäftigt Führungsriege sowie Belegschaft. Vor Aktivismus ist keine Firma gefeit, doch man kann sich auf den Ernstfall vorbereiten. Bettina Zimmermann, Expertin für Krisenmanagement und Krisenkommunikation, hat ein Modell mit sieben Stufen erstellt, welches das ideale Vorgehen einer Firma beschreibt (siehe Infobox).

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