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Rüstung

Traditionelle ­Industriefirmen denken um

Angesichts geopolitischer Krisen und sinkender Verkäufe wird der Einstieg in den Rüstungssektor für gewisse Unternehmen zur Wachstumsstrategie.

Ueli Kneubuehler Rinigier

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Das Herisauer Unternehmen Huber + Suhner ist auch in der Luft- und Raumfahrt sowie der Wehrtechnik tätig. PR

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Angesichts geopolitischer Krisen und schwächelnder Autoverkäufe zieht Mercedes die Produktion von Militärgütern in Betracht. Das sagte CEO Ola Källenius jüngst im «Wall Street Journal». Autobauer sind prädestiniert für die Rüstungsindustrie, da sie präzise Massenfertigung komplexer Maschinen können. «Für viele Industriefirmen ist die Rüstungsindustrie angesichts vielseitiger Herausforderungen im angestammten Sektor ein attraktiver Zukunftsmarkt», sagt Noé Blancpain, Kommunikationschef des Tech-Industrie-Verbands Swissmem – «aber nur, wenn sie auch exportieren können». Ende Jahr kommt wohl die Revision des Kriegsmaterialgesetzes zur Abstimmung.
2025 haben EU-Staaten 381 Milliarden Euro in Rüstung investiert, doppelt so viel wie vor zehn Jahren. In der Schweiz generiert die Rüstungs- und Dual-Use-Industrie – Güter, die ursprünglich für die zivile Nutzung hergestellt wurden – eine Wertschöpfung von 35 Milliarden Franken. Ende April hat gar der Bundesrat ein Projekt für Dual-Use-Technologien lanciert. Ein bekanntes Schweizer Unternehmen, das die Rüstungsindustrie beliefert, ist Huber + Suhner, die Komponenten für Militärfahrzeuge oder Flugzeuge produziert.

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