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Energiepreise treiben Teuerung

Inflation in der Schweiz steigt auf 1,5 Prozent

Die Teuerung ist definitiv zurück: Im Oktober übersteigt sie in der Schweiz die 1-Prozent-Marke, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) mitteilt. Aktuell liegt bei 1,5 Prozent – fast doppelt so hoch wie im August.

Nathalie Benn

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Die Konsumentenpreise in der Schweiz sind im Oktober 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen. Das zeigt: Die Teuerung ist im Vormarsch. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Inflation 1,5 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) am Dienstag mitteilt. Der Landesindex der Konsumentenpreise erreichte 101,7 Punkte.
«Der Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen», schreibt das BfS. Verantwortlich waren unter anderem höhere Preise für Benzin, Diesel und Heizöl. Ende September betrug der Preis für Letzteres bereits rund 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Mitte Oktober kletterte der Preis auf 173.50 Franken pro 100 Liter. Ähnlich düster sieht es bei den Spritpreisen aus: Der Liter Benzin kostet mit derzeit durchschnittlichen 2.11 Franken etwa 50 Rappen mehr als zu Jahresbeginn, Diesel ist mit 2.40 Franken pro Liter gar fast 70 Rappen teurer.
Auch Schuhe und ambulante ärztliche Leistungen im Spital wurden laut BfS teurer. Günstiger wurden hingegen ärztliche Leistungen in Arztpraxen, Pauschalreisen ins Ausland und Hotelübernachtungen.

Iran-Krieg und tiefer Rheinpegel treiben Preise hoch

Hauptgrund für die massiv gestiegenen Energiekosten ist der Krieg im Iran. Die Blockade der strategisch wichtigen Strasse von Hormus, einer der bedeutendsten Handelsrouten für Erdöl weltweit, sorgt für Lieferengpässe und treibt die Preise in die Höhe.

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Zusätzlich verschärft wird die Situation durch den diesjährigen Hitzesommer: Wegen der anhaltenden Trockenheit führt der Rhein ungewöhnlich wenig Wasser. Frachtschiffe können deshalb nur noch eingeschränkt beladen werden, was den Transport von Erdölprodukten in die Schweiz erschwert und verteuert.

Wie besorgniserregend ist der Inflationssprung?

Mit 1,5 Prozent bleibt die Inflation weiterhin unter der Obergrenze von 2 Prozent, bis zu der die Schweizerische Nationalbank (SNB) Preisstabilität annimmt. Auch im internationalen Vergleich steht die Schweiz gut da: So betrug die Teuerung in der Eurozone im September 3,8 Prozent, in den USA lag sie bei 3,7 Prozent.
Auffällig ist allerdings das Tempo des Anstiegs: Seit August hat sich die Inflationsrate von 0,8 auf 1,5 Prozent nahezu verdoppelt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, steigt auch der Druck auf die SNB, im Dezember eine Erhöhung des Leitzinses ins Auge zu fassen.

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