Eine überraschend robuste Schweizer Konjunktur und steigende Renditen an den globalen Anleihemärkten verändern die Ausgangslage für die Notenbank fundamental.
Die Europäische Zentralbank, das Fed in den USA, die Bank of England, die Bank of Japan: Innert nur zwei Wochen haben diese wichtigen Zentralbanken ihre Zinsentscheide bekannt gegeben. Mit Ausnahme der Bank of England haben sie alle ihre Sätze erhöht – das Fed zum ersten Mal seit drei Jahren. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) gibt ihren Entscheid am Donnerstag bekannt.
Die geldpolitische Straffung steht im Zeichen des weltweit gestiegenen Inflationsdrucks. Einen wichtigen Anteil daran haben die infolge des anhaltenden Iran-Kriegs gestiegenen Preise für Öl und Ölprodukte wie Benzin und Diesel. In den USA spielt aber auch die robuste Konjunktur eine Rolle: Die Binnennachfrage ist stark, die Arbeitslosigkeit mit 4,1 Prozent weiterhin relativ tief und die Investitionstätigkeit hoch.