Trumps Zölle sind nicht der Anfang, sondern das vorläufige Ende einer Erosion über die letzten Jahrzehnte. Verfechter der Globalisierung haben es schwer. Und die Schweiz ist gefordert.
Der Zollkrieg, mit dem US-Präsident Donald Trump die Welt überzogen hat, ist nicht ausgestanden. Doch obwohl er den Protektionismus auf die Spitze treibt, steht er nicht an dessen Anfang. Geändert hat sich weit mehr als die Zolltarife: Durchsetzbare Regeln gibt es im Welthandel kaum noch, es bilden sich Machtblöcke – und vor allem hat sich die Sichtweise gedreht.
Wo einst Offenheit als Wohlstandsversprechen galt, steht heute die Sorge wegen Abhängigkeiten – und mit ihr eine neue Rechtfertigung von Protektionismus und Industriepolitik. Freihandel gilt nicht mehr als Völker verbindend, sondern als Machtkampf: Importe sind Verlust, Überschüsse Gewinn – wie zu Zeiten Ludwigs XIV.