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Iran-Krieg verunsichert

Fed-Chef Jerome Powell legt schon wieder eine Zinspause ein

Die US-Notenbank belässt den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Auch, um die Auswirkungen des Iran-Krieges auf Inflation und Arbeitsmarkt zu beobachten.

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Jerome Powell (73), Chef der US-Notenbank Fed, lässt die Zinsen unverändert. AFP

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In struben Zeiten bleibt alles beim Alten! Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed entschied an seiner Sitzung vom Mittwoch, nicht erneut am Leitzins zu rütteln. Die Zinsspanne bleibt bei 3,5 bis 3,75 Prozent, wie es das Gros der Analysten erwartet hat. Zur Erinnerung: 2025 noch hatte die Fed rund um Notenbank-Chef Jerome Powell (73) den Leitzins dreimal in Folge gesenkt.
Hauptgrund für die erneute Zinspause ist der Konflikt im Nahen Osten. Der von US-Präsident Donald Trump (79) angeordnete Iran-Krieg treibt die Ölpreise nach oben – und heizt damit auch die Inflation weiter an. Die mittelfristigen Folgen des Ölpreisschocks sind noch nicht absehbar. Die kurzfristigen Auswirkungen dagegen umso deutlicher: Benzin ist in den USA zuletzt deutlich teurer geworden. Die Fed will weiter zuwarten, wie sich die Risiken für die Inflation und den Arbeitsmarkt entwickeln.

Teuerung zu hoch,

Jerome Powell steckt nämlich wie schon vor einem Monat, als er den Leitzins unverändert liess, in der Zwickmühle: Die Teuerung in den USA lag im März 2026 bei 3,3 Prozent. Das ist deutlich zu hoch: Die Fed strebt eine Rate von 2 Prozent an. Das hätte eigentlich für eine Zinserhöhung gesprochen. Gleichzeitig hat sich zuletzt aber auch die Konjunktur weiter abgekühlt. Deshalb bleibt Powell an seiner wohl letzten Zinssitzung zurückhaltend.

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Im Mai scheidet der Fed-Chef regulär aus dem Amt, bleibt dem Gremium aber als normales Mitglied erhalten. Dann wird wohl Trumps Wunschkandidat Kevin Warsh (56) neuer Fed-Chef. Heute Mittwoch hat der Republikaner die erste Hürde auf dem Weg an die Spitze der Notenbank genommen. Der ⁠zuständige Senatsausschuss gab im Bestätigungsverfahren grünes Licht. Damit kann das Plenum des Senats über diese Personalie abstimmen.
Eine Zustimmung der von Trumps Republikanern dominierten Parlamentskammer gilt als wahrscheinlich. Warsh ist allerdings kein klarer Trump-Loyalist, hat sich mehrfach für die politische Unabhängigkeit der Institution Fed ausgesprochen. Er gilt als jemand, der die Zinsen nicht einfach auf Zuruf senkt. In seiner bisherigen beruflichen Karriere hat Warsh Erfahrungen im Finanzsektor und in der Politik gesammelt. Er arbeitete unter anderem für die US-Grossbank Morgan Stanley und später auch im wirtschaftlichen Beratergremium von Präsident George W. Bush (79), bevor er zur Fed wechselte.
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Patrik Berger
Patrik Berger, Redaktor Wirtschafts-Desk RMS

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