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Wohngenossenschaften

«Die Nachfrage ist viel grösser als das Angebot»

Wohnbaugenossenschafts-Direktor Urs Hauser sagt, warum die Kritik an Genossenschaften ins Leere zielt – und gibt Tipps für die Wohnungssuche.

Marc Bürgi

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Im Tessin gibt es noch nicht viele Wohnbaugenossenschaften (im Bild: Blick in eine Genossenschaftswohnung). Keystone

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Die «Handelszeitung» stellt die Immobilienwirtschaft ins Schaufenster: Jeden Freitag kommt eine spannende Persönlichkeit aus der Branche zu Wort und schildert ihre Sicht auf den Markt. Diese Woche lesen Sie die Einschätzungen von Urs Hauser. Er ist Direktor der Wohnbaugenossenschaften Schweiz.

Die Bodenpreise, besonders in den Städten, sind hoch. Haben Wohnbaugenossenschaften Mühe, bezahlbare Grundstücke für neue Siedlungen zu finden?

Ja. Für Wohnbaugenossenschaften wird es zunehmend schwieriger, mit den steigenden Bodenpreisen mitzuhalten. Erfreulicherweise gibt es immer wieder Eigentümer, die ihr Grundstück oder ihre Liegenschaft gezielt an eine Genossenschaft verkaufen und auf einen maximalen Erlös verzichten. Insbesondere in städtischen Gebieten können Genossenschaften jedoch häufig nur noch dann bauen, wenn die öffentliche Hand ihnen Land im Baurecht abgibt. Viele Städte haben mittlerweile politische Zielvorgaben, den Anteil gemeinnütziger Wohnungen zu erhöhen.

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