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Risiken in den Bilanzen

Warren Buffett warnt vor Fehlentwicklungen im US-Bankensystem

Die Investoren-Legende weist auf zunehmende Schwächen im US-Bankensystem hin. Die Prioritäten der Fed sollten dabei klar sein, mahnt Buffet.

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Warren Buffett, der ehemalige CEO von Berkshire Hathaway. Bloomberg

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Warren Buffett erklärte, dass die Stabilität des Finanzsystems für die US-Notenbank oberste Priorität haben sollte, insbesondere weil Banken inzwischen stärker mit Akteuren ausserhalb des klassischen Bankensektors verflochten sind. Grossbanken wie JPMorgan würden als zentrale Stützen der Wirtschaft fungieren und täglich Billionen US-Dollar umschlagen.
«Sie beeinflussen sich alle gegenseitig, und Probleme bei einem Institut können sich schnell auf andere ausbreiten», sagte Buffett, Verwaltungsratspräsident von Berkshire Hathaway, in einem Interview mit CNBC.
An den Märkten haben zuletzt mehrere Turbulenzen im Kreditbereich für Verunsicherung gesorgt. Einige spektakuläre Zusammenbrüche haben die Sorge verstärkt, dass sich Risiken sowohl in den Bilanzen von Banken als auch bei privaten Kreditfonds aufgebaut haben könnten. Buffett selbst merkte an, dass bei einer Panik an den Märkten viele Investorinnen und Investoren vermutlich fluchtartig ihre Positionen auflösen würden.
«Wenn jemand in einem vollen Theater ‚Feuer!‘ ruft, rennt trotzdem jeder zur Tür – und es lohnt sich, schneller zu sein als die anderen», sagte Buffett. «Ich würde zwar hinten stehen und rufen: ‚Bleibt alle ruhig!‘ – aber nur, weil ich nicht mehr schnell rennen kann.»

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Als CEO von Berkshire Hathaway zurückgetreten

Der 95-jährige Buffett ist kürzlich als CEO von Berkshire Hathaway zurückgetreten. Das Konglomerat mit einem Börsenwert von rund einer Billion Dollar ist in zahlreichen Branchen aktiv, darunter Versicherungen, Versorger, Eisenbahnen, Energie und Konsumgüter, und zählt seit vielen Jahren auch zu den Investoren im Bankensektor, etwa bei American Express.
(bloomberg/cash)

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