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Moneymaker

Meister der Mustererkennung

Als Kind lernte Miró Mitev Schach und gewann Lego-Wettbewerbe. Heute verwaltet der Smart-Wealth-Gründer mit KI Vermögen von 570 Millionen Dollar.

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Miro Mitev
Miró Mitev: «Wissenschaft hilft uns, ist aber allein zu wenig.» Mario Wagner / 2Agenten für BILANZ

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Der Grundstein für die Karriere von Smart-Wealth-Gründer Miró Mitev wurde in der bulgarischen Kleinstadt Gabrowo gelegt. Mit fünf brachte ihm sein Vater dort Schach bei und somit die Grundlagen der Mustererkennung. Mit sechs gewann er Lego-Konstruktionswettbewerbe. Als Kapitän führte er seine Fussballmannschaft zur bulgarischen Meisterschaft.
Bereits 1997 stiess er während seines Studiums an der Wirtschaftsuniversität Wien auf die Anwendung künstlicher neuronaler Netze. Für Mitev war es «Liebe auf den ersten Blick». Seine Dissertation beschrieb einen der weltweit ersten vollständig automatisierten und digitalisierten Investmentprozesse – ein gedanklicher Vorläufer der Robo Advisors. Zwischen 2001 und 2009 leitete er bei Siemens eine der damals grössten quantitativen KI-Forschungsoperationen der Finanzwelt. Grosse Namen wie J.P. Morgan oder Fidelity nutzten die KI-Signale aus seiner Abteilung. 2009 wechselte Miró Mitev mit seinem Kernteam zu einem europäischen Quant-Vermögensverwalter.
2012 folgte ein Management-Buy-out, aus dem Smart Wealth hervorging. Von dem Assetmanager werden heute vor allem für Family Offices und reiche Privatkunden Assets von knapp 570 Millionen US-Dollar verwaltet, 65 Millionen sind in neu aufgelegte Fonds investiert. Der gesamte Investmentprozess ist maschinengesteuert und voll automatisiert. «Wir eliminieren das Key Man Risk. Die KI entscheidet, ob und wie viel sie etwa in Apple investiert. Wir beobachten nur, ob die Berechnung reibungslos läuft», so Mitev.

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Bewusst werden keine Large Language Models genutzt, sondern Zeitreihen mit mathematischen Algorithmen des maschinellen Lernens analysiert. «Die Wissenschaft hilft uns, ist aber allein zu wenig. Aber 90 Prozent sind harte Arbeit und Disziplin. Die vielen kleinen Schritte führen uns zum Ziel.» Sobald die KI die Prognose für ein Asset erstellt hat, kommt die Portfoliooptimierung zum Einsatz. In optimistischen Marktphasen erlaubt das Modell den Einsatz von Hebeln bis zu 35 Prozent – aktuell ist das Portfolio mit rund 15 Prozent gehebelt. «Die Modelle sind nicht superoptimistisch, aber optimistisch», so Mitev.

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